Ring von Ijial- Teil 5
von
Ciina
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Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Kaí, Ako und Ciina verließen schweigen Mian. Ako und Kaí hatten die Pferde getauscht, da Ako mit ihrem verletzten Arm die Zügel nicht vernünftig festhalten konnte. Als sie aufsaßen, begann Ciina zunörgeln:
" Der Regen zerstört meine Frisur."
Ako verdrehte die Augen und meinte:
" Setzt doch deine Kapuze auf."
" Die zerstört erst Recht meine Frisur."
Ako stöhnte und fragte Kaí:
" Warum nehmen wir sie noch mal mit?"
Kaí grinste und trieb sein Pferd an. Er folgte dem befestigten Weg und betrachtete den Meilenstein, in dem eingemeißelt stand:
" Joamdr - 34 km"
An der Brücke, die über den Fluss führte, an dem Mian liegt, wurde er langsamer und wartete auf die Mädels. Die stritten immer noch, doch Ako winkte genervt ab.
" Ist ja gut.", murmelte sie und schloss zu Kaí auf. Der sah sie aufmunternd an.
Sie ritten weiter. Ako begann eine Legende über die Gegend zu erzählen und so verging einige Zeit.
Gegen Mittag hörte es auf zu regnen, doch der Boden war nass und überall auf der Straße befanden sich Pfützen.
Ako sprang mit dem Pferd in eine besonders große und spritze Ciina nass, die zu kreischen begann. Kaí drehte sich auf seinem unruhigen Hengst um und fragte:
" Was ist passiert?"
" Ako hat mich nass gemacht.", zischte Ciina und sah Ako böse an.
" Ohh, das tut mir aber leid. Ich dachte, du magst das Wasser. Schließlich bist du eine Wassermagierin.", grinste Ako. Ihre Augen blitzten fröhlich. Sie trieb ihre Stute in die nächste Pfütze und spritzte Ciina wieder nass.
" Du benimmst dich wie ein Kleinkind.", schnaubte Ciina.
Ako lachte und trieb ihr Pferd wieder in eine Pfütze.
" Nun, ich habe in Gegensatz zu dir Spaß.", damit galoppierte sie vorweg. Kaí und Ciina sahen ihr hinter her.
" Wie ein Kleinkind.", murmelte Ciina und Kaí nickte zustimmend, doch dann gab er seinem Pferd dien Sporen und ritt Ako hinterher.
" Komm, Ciina!", rief er über die Schulter. Seufzend folgte Ciina ihm und als sie Ako eingeholt hatten, verfielen sie in einen gemächlichen Trab.
Es war später Nachmittag. Die Sonne färbte die immer noch dichte Wolkendecke rot. Die drei Freunde ritten über eine flache Ebene. Der Weg war nun nur noch ein Feldweg, in dessen Mitte eine Graßnahrt war. Ako ritt über die Wiese, während Ciina und Kaí jeweils in einer Spur des Weges ritt. Ciina unterhielt sich mit Kaí über Magie und Ako betrachtete einfach nur die Ebene.
" Hey, seht mal da!", rief sie plötzlich und zügelte ihr Pferd.
" Was ist da?", fragte Ciina genervt und folgte Akos Arm, mit dem sie auf einen Dunklen Fleck am Himmel zeigte.
" Wow, ein Vogel.", sie war sichtlich desinteressiert.
" Nein, dafür ist es zu groß.", murmelte Kaí und runzelte die Stirn.
" Was soll es denn dann sein?", fragte Ciina trotzig.
" Ein Drache!", erklärte Ako schlicht und ein ungewöhnlicher Glanz glitt ihr übers Gesicht.
" E-ein D-d-Drache?", stotterte Ciina und ihre Hände verkrampften sich.
" Keine Angst, er fliegt in die andere Richtung.", beruhigte Ako sie und lächelte.
" Ich habe keine Angst!", schrie Ciina sie an.
Ako zuckte nur mit den Schultern. Sie beobachtete weiterhin den Drachen.
" Sind Drachen nicht die schlimmsten aller Schattenwesen?", wandte sich Ciina an Kaí.
" Nein. Sie sind die größten, aber die schlimmsten die Menschen, die sich den Schatten angeschlossen haben.", beantwortete Ako die Frage. Doch sie schien das gar nicht zu bemerken.
" Wieso?"
" Weil sie dafür ihre Seele verkaufen.", meinte die blonde. Kaí sah sie überrascht an.
" Woher weißt du das?", fragte er.
Einen kurzen Augenblick dachte Kaí, dass Ako ihn erschrocken an sah; ihre Augen waren geweitete und sie biss sich bereuend auf die Lippe. Doch dann erschien ein Lächeln auf ihren Lippen und sie zuckte mit den Achseln.
" Habe ich mal gehört." Sie ritt wieder etwas voraus. Verwirrt sah Kaí ihr nach und schüttelte nachdenklich den Kopf.
" Sag mal, Kaí, wo ist denn das nächste Teil vom Ring?", Ciina zerstörte seine Gedanken.
" In Jômran.", murmelte Kaí.
"Jômran! Da hatte ich einen Auftritt im Kaiserhof. Selbst der Prinz von Loranan war da. Ach, das waren noch Zeiten!", schwärmte die Sängerin
Sie lagerten zwischen mehreren Gingsterbüschen. Ciina hielt als erste Wache. Sie sang leise, während sich Ako unruhig hin und her rollte. Irgendwann wachte die blonde aus ihrem unruhigen Schlaf auf und übernahm die Wache. Sie hielt sie bis zum Morgen.
*
Joamdr war eine kleine aber reiche Hafenstadt. Es gab viele Fischer, denn das Meer wimmelte hier nur so von Fischen. Die Häuser waren aus braunem Sandstein gebaut, den man an den Klippen einfach herausschlagen konnte. Die Dächer waren mit schwarzem Schiefer belegt. Die Straßen waren mit Kiesel gepflastert und mit länglichem Sandstein gesäumt. Als Ako, Ciina und Kaí die Stadt erreichten, war es Mittag. Auf Ciinas Wunsch gingen sie in einem Gasthaus essen. Sie aßen Forelle mit Salzkartoffeln und tranken dazu einen süßen Fruchtsaft.
" Wir setzten mit dem Schiff über, nicht?", fragte Ako.
" Natürlich, wieso?", fragte Ciina und sah über den Rand ihres Glases.
" Wegen den Pferden. Die können wir ja schlecht mitnehmen, wenn wir mit dem Schiff übersetzen."
" Stimmt. Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.", murmelte Ciina.
" Du machst dir nie Gedanken.", brummte Ako und zuckte mit den Schultern als Ciina sie böse ansah.
" Wir sollten sie verkaufen.", warf Kaí ein.
" Nein!", schrie Ciina und stellte ihr Glas ab.
" Was willst du sonst machen?", fragte Ako.
" Sie sind unendlich wertvoll."
" Um so besser. Dann bekommen wir mehr Gold für sie."
" Aber was wenn sie nicht gut behandelt werden?"
" Du darfst dir ihren neuen Besitzer aussuchen!", seufzte Kaí, der hoffte, dass das Thema damit beendet wäre. Er hatte Glück; Ciina stand auf und meinte:
" Ich mach mich mal auf die Suche. Wir treffen und in einer Stunde am Ableger. Ihr besorgt die Tickets."
Damit verschwand sie.
Ako und Kaí sahen sich an.
" Sie ist schon eigenartig!", Ako schüttelte den Kopf.
Kaí zuckte nur mit den Schultern. Dann hob er die Hand und winkte den Wirt zum Bezahlen heran. Danach verließen sie die Gaststätte und schlenderten durch den Ort.
" Weißt du, was wir in Mian vergessen haben?", fragte Ako Kaí plötzlich.
" Nein, was denn?"
" Einzukaufen. Wir haben kaum noch Lebensmittel.", klärte sie ihn auf und zog ihn in eine Lebensmittelladen.
Nach einiger Zeit kamen sie mit drei vollen Tüten wieder heraus und gingen zum Ableger. Die nächste Fähre legte am frühen Nachmittag ab und für diese kauften sie Tickets. Dann setzten sie sich hin und warteten auf Ciina. Sie kam kurz bevor das Schiff ablegte und winkte ihnen zu.
" Ich hab 50 Pikas für sie bekommen.", lachte sie und schüttelte einen schwarzen Lederbeutel. Darin klimperte es.
" Gut.", lobte Kaí sie.
Ako lächelte sie nur müde an. Die Fähre öffnete die Türen und die Passagiere betraten es. Kaí betrat
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Kommentare
!!! schrieb am 2010-01-18 15:05:05:
endlich schreibst du weiter =)
Hoffe der nächste teil kommt bald!!!
LG
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