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Kategorien > Fantasy > Reise

Ring von Ijial - Teil 7

von Ciina

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Jômran war eine belebte Stadt. Bekannt war sie für ihre großen Schauspielhäuser und ihre Musik. Sie erreichten Jômran in der Dämmerung. Bunte Lampions waren über der Hauptstraße befestigt. Die Straße bestand aus glattem Stein, der das Licht spiegelte. Mehrere Pärchen kreuzten ihren Weg. Sie trugen elegante Kleidung und kamen wohl aus der Oper, die in der Stadtmitte lag.
„ Ich kenn hier ein gutes Hotel!“, erklärte Ciina, als sie die Stadtmitte erreichten.
Sie führte die anderen zu einem großen Haus. Es bestand aus vier Stockwerken, wobei das Erdgeschoss etwas zurück lag. Davor befand sich eine überdachte Promenade. An jeden der 25 Fenster, der vier oberen Etagen, waren Blumenkübel befestigt. Das Haus sah wie ein Herrenhaus aus. Auf dem Schild, das zwischen zwei Säulen hing, stand in großen roten Lettern „ Zum guten Leben“.
„ Das ist das beste Hotel weit und breit.“, lachte Ciina und ihre Augen glitzerten.
„ Und auch das teuerste. Ich habe davon gehört. Ein Einzelzimmer soll 25 Pikas kosten.“, meinte Kaí, doch Ciina hörte ihm nicht zu und ging auf den Eingang zu.
„ Ciina, warte!“, rief Ako ihr hinterher, doch die Sängerin war schon eingetreten.
Kaí, Ako und Luis sahen sich an und folgten ihr dann. Ein Mann im grauen Anzug, der einen Zylinder trug, hielt ihnen die Tür auf. Die Eingangshalle war riesig. Sie schien durch alle vier Stockwerke zu gehen und hatte oben ein Glasdach. Mehrere Säulen aus weißem Marmor stützen zwei breite Treppen, die mit rotem Teppich belegt waren. Suchend sahen sich die drei um und fanden Ciina schließlich an einer Marmortheke, die als Rezeption diente. Mit schnellen Schritten ging Luis auf seine Freundin zu und zog sie zwei Schritte zurück.
„ Das hier können wir uns nicht leisten!“, erklärte er ihr leise.
„ Nun, ich mir schon.“, erklärte Ciina und warf den Kopf zurück.
„ Na, super und wir sollen auf der Straße schlafen?“, fragte Ako und verschränkte die Arme vor der Brust.
„ Dir würde es so wie so nichts ausmachen. Schließlich bist du so schon hässlich!“, zickte Ciina. Akos Hand zuckte zu Wood, doch dann bemerkte sie, wie der Empfangschef von der Rezeption aus sie beobachtete. Langsam verschränkte sie die Arme wieder und wandte sich von Ciina ab. Gleichgültig betrachtete sie die Halle. Ein paar Angestellte liefen in grauen Uniformen beschäftig durch die Hallen und ein paar Gäste kamen hin und wieder durch die Halle spaziert. Kaí und Luis redeten leise auf Ciina ein, doch die Sängerin ließ sich nicht umstimmen. Nach ein paar Minuten ging sie wieder zur Rezeption und sagte laut, so dass die anderen es hören konnten:
„ Ich hätte gerne das beste Zimmer.“
Ako verdrehte die Augen und ging ebenfalls zur Rezeption.
„ Wissen sie was, tun sie ihr den gefallen. Und am besten geben sie ihr einen Abend für umsonst die Bühne. Sie wird ihr Haus füllen!“, während Ako das sagte, lehnte sie sich lässig an die Theke.
Ciina sah sie verwirrt an.
„ Nun, ich glaube, ich versteh nicht ganz.“, meinte der Empfangschef.
„ Sagen sie bloß, sie erkennen sie nicht. Holen sie sofort ihren Chef. Eine solche Behandlung lässt sich die berühmte Ciina nicht gefallen.“, schimpfte Ako.
Dem Angestellten fiel die Kinnklappe herunter. Stotternd entschuldigte er sich und verschwand in einer Tür hinter ihm.
Ciina blickte Ako wütend an.
„ Was fällt dir ein?“, fragte sie die blonde.
„ Nun, ich dachte mir, da du ja so um uns besorgt bist, hole ich uns ein paar kostenlose Zimmer. Dir macht es ja sicherlich nichts aus, zwei oder drei Lieder zu singen, oder?“, lächelte Ako lieb. Bevor Ciina etwas erwidern konnte, trat ein dickleibiger Mann aus der Tür. Ihm folgte der Empfangschef. Der dicke Mann trug einen roten Frack und darunter eine graue Weste. Seine Beine steckten in einer weiten schwarzen Hose.
„ Es freut mich, die berühmte Ciina hier im guten Leben willkommen zu heißen.“, er verbeugte sich und musterte dann die beiden Mädchen, die vor der Rezeption standen. Sie trugen dreckige und zerschlissene Kleidung. Mit einem Blick hinter ihnen sah er auch die beiden Männer, die ungepflegt in der Eingangshalle standen.
Ako bemerkte seinen Blick und lächelte liebenswürdig.
„ Sie müssen der Direktor sein. Entschuldigen sie unseren Aufzug, doch wir wurden vor ein paar Tagen von Räubern überfallen, die uns unsere Kutsche und unsere meisten Sachen geklaut haben.“, erklärte sie klagend und zuckte mit den Schultern.
Der Direktor nickte verständnisvoll und klappte eine Kladde auf, die vor ihm lag.
„ Nun, es ist uns eine Ehre, die berühmte Ciina in unserem bescheidenen Hotel zu Gast zu haben. Wie viel Zimmer benötigen Sie denn?“, fragte er Ako. Er schien sie für Ciinas Managerin zu halten.
„ Nun, Ciina will das beste Einzelzimmer. Und dann benötigen wir noch drei Betten in der Nähe ihres Zimmers. Ich habe es nicht gerne, wenn Ciina von mir und ihren Leibwächtern getrennt ist. Wäre es möglich noch ein Einzelzimmer und ein Zweibettzimmer in der Nähe von Ciina zubekommen?“, fragte Ako. Der Direktor sah wieder in die Kladde und nickte nach ein paar Minuten.
„ Ja, das wäre möglich!“, lächelnd sah er auf. Sein Gehilfe legte drei Schlüssel, die einen goldenen Anhänger besaßen auf die Rezeption.
„Ach, da wäre noch etwas. Bei dem Überfall haben wir den größten Teil unseres Geldes verloren. Hätten sie vielleicht eine Idee, wie wir unsere Quartiere anders bezahlen können?“, Ako legte eine Hand über die Schlüssel und sah den Direktor bittend an.
Er überlegte einen Moment und nickte nachdenklich.
„ Nun, es wäre Möglich, dass sie drei Nächte mit der vollen Leistung hier verbringen können, wenn Ciina morgen Abend in unseren Restaurant singen würde. Das wäre wunderbar.“, sagte er gelassen. Doch Ako sah, wie seine Augen glänzten. Ako warf einen Seitenblick auf Ciina, die sie immer noch böse anfunkelte.
„ Ja, das ist eine super Idee.“, lächelte sie dann den Direktor an und nahm die Schlüssel.
„ Gut, dann ist es abgemacht. Ein Junge wird euch in die Zimmer führen.“, sagte der Direktor und winkte einen Junge im grauen Anzug zu sich.
„ Führe diese Herrschaften auf unsere besten Zimmer.“, befahl der Direktor und verbeugte sich vor Ciina und Ako:
„ Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt.“
Ako nickte dankend und folgte dann dem Pagen.
„ Darf ich ihr Gepäck tragen?“, fragte er als sie bei den Männern ankamen. Ciina gab ihm ihre Tasche und warf die Haare über die Schultern. Die anderen behielten das Gepäck. Der Junge führte sie in die oberste Etage und schloss drei Zimmer auf, die neben einander lagen. Akos Zimmer lag ganz rechts, Ciinas Zimmer in der Mitte und das Zweibettzimmer der Jungs links davon. Der Junge verbeugte sich vor ihnen und verschwand. Ciina ging sofort in ihr Zimmer und verschloss die Tür.
„ Was hat sie?“, fragte Luis Ako.
„ Och, sie ist wütend, weil ich auf ihre Kosten uns die Zimmer besorgt habe. Sie muss morgen hier singen. Dafür können wir drei Nächte kostenlos bleiben.“, grinste Ako. Dann zeigte sie auf das Zimmer der Jungs und meinte entschuldigend:
„ Ich habe

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Kommentare

Nella schrieb am 2010-06-30 20:17:05:
Du kannst doch jetzt nicht aufhören :D
Bin schon total gespannt wie es weiter geht!
Freu mich drauf.
Nella ;)
!!! schrieb am 2010-06-30 12:26:59:
schreib schnell weiter! ich möchte wissen woher sie sich kennen
LG

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