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Kategorien > Fantasy > Reise

Ring von Ijial - Teil 9

von Ciina

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Sie fuhren noch drei Tage und zwei Nächte, bis sie den Anfang des Windpasses erreichten. Dort hielten die Wagen und Pacile verabschiedete sich von Ako, Kaí, Luis und Ciina. Ihrer Tochter drückte sie zum Abschied eine Kette mit einem blauen Stein in die Hand.
„ Ich denke, du wirst ihn gebrauchen können!“, meinte sie und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Dann fuhr sie mit den Wagen weg. Ciina blickte ihr nach und seufzte. Sie legte sich die Kette an.
„ Danke, Mama!“, flüsterte sie und hob die Hand. Kaí beobachtete während dessen Ako, die vorsichtig ihr rechtest Bein belastete.
„ Kannst du gehen?“, fragte er sie schließlich. Ako sah überrascht auf und lächelte:
„ Ja, es wird schon gehen.“
„ Sag Bescheid, wenn du nicht mehr laufen kannst!“, meinte Luis und sah sie durchdringend an.
„ Okay, Jungs!“, grinste Ako und schulterte ihre Tasche. Kaí ging zu ihr und nahm sie ihr ab. Ako sah ihn empört nach:
„ Das ist meine!“
„ Ich will nicht, dass du schwer trägst. Nicht mit deinem Bein!“, rief Kaí über die Schulter und lief den Windpass entlang.
„ Und was ist mit mir? Nimmt mir keiner die Tasche ab?“, fragte Ciina.
Luis lächelte entschuldigend und ging Kaí nach.
„ Tja, Pech gehabt!“, grinste Ako frech und folgte den Jungs. Ciina sah ihr empört nach und rannte ihr hinterher.
„ Ich weiß gar nicht, warum die Jungs sich so anstellen. Du läufst doch ganz gut!“, zischte Ciina ihr zu.
„ Hmm, mich mögen sie halt!“
„ Mich auch.“, brummte Ciina, schwieg aber dann.
Der Windpass führte durch eine Schlucht, die von der Küste bis nach Maniam reichte. Kaí führte die andern drei in Richtung Osten. Es war ein eisiger Wind, der ihnen entgegen schlug. Bald schon zogen sich alle vier ihre Mäntel über. Ako begann gegen Mittag zuhumpeln und so schlug Kaí vor eine Pause zumachen. Während sie um ein kleines Feuer saßen, einen Becher warme Suppe tranken und ein Stück Brot aßen, öffnete Kaí den Kompass. Der Lichtstrahl schien nach Osten, allerdings in die Höhe. Ako folgte ihm mit dem Blick und hörte zu, wie Ciina sagte:
„ Ah, wir müssen also nach oben. Und wie?“
„ Nun, ich bin der Meinung, dass wir erst einmal den Windpass bis nach Maniam folgen und dann schauen, wie es weiter geht.“, meinte Kaí und klappte den Kompass zu. Ako kniff die Augen zusammen:
„ Leute, da kommt etwas auf uns zu!“
Am Himmel erschienen um die zehn schwarze Punkte, die mit jeden Augenblick größer wurden. Bald erkannte man, dass es die Vogelmenschen waren. Sie waren alle grau oder braun gefedert und anstatt Lippen hatten sie dunkle Schnäbel. Die Freunde standen neugierig auf und sahen die Vogelmenschen gespannt entgegen, als Kaí schrie:
„ Passt auf!“
Er stieß Ciina gegen Luis, so dass die beiden hinter einen umgefallenen Baumstamm fielen. Er selbst sprang nach rechts und zog Ako mit. Als die zu der Stelle sah, wo sie eben noch gestanden hatten, zitterte dort der Schaft einen Pfeils.
„ Dan…!“, begann Ako, doch Kaí ließ ihr keine Zeit sich zu bedanken. Er war wieder auf die Beine gesprungen und half ihr auf.
„ Da drüben ist eine Höhle. Versteck dich dort!“, rief er ihr zu.
„ Aber ich…!“, erwiderte Ako, dabei sackte ihr verletztes Bein weg und Kaí griff nach ihrem Arm um sie zu stützen.
„ Du kannst kaum stehen! Los, versteck dich!“, befahl er ihr und stieß sie Richtung der nahen Höhle. Dann drehte er sich um und hob die rechte Hand. In ihr lag ein kleiner Topas, den er in der Hosentasche immer mit sich trug.
„ Geist der Winde, ich rufe dich. Bitte gebe mir deine Kraft!“, rief er und um seine rechte Hand begannen Winde zu wehen. Er hatte sie mit Hilfe des Brotes beschwört. Diese Winde warf er gegen die Pfeile, die die Vogelmenschen auf sie abschossen. Ako hatte währenddessen die Höhle erreicht und lehnte sich dort gegen die Wand. Sie beobachtete, wie Kaí zu Ciina und Luis eilte, die immer noch hinter dem Baumstamm lagen. Hinter ihm schlugen die Pfeile der Vogelmenschen ein. Ein Pfeil schlug nahe bei Ciina ein, so dass sie erschrocken aufschrie. Luis und Kaí sahen sie besorgt an und achteten eine Weile nicht auf die Vogelmenschen. Ein Pfeil streifte Luis an der Schulter und ein weiterer verfehlte Kaí knapp. Kaí griff nach seinen Rucksack und zog einen Saphir heraus.
„ Geist der Luft, ich rufe dich. Erhebe dich gegen unsere Feinde und schütze unsere Freunde!“, rief er und warf den Stein in die Luft. Er schwebte kurz und begann zu pulsieren. Ako sah, wie sich Steine vom Boden lösten und nach oben flogen. Dann merkte sie, wie sanft ein Wind sie berührte, aber sofort verschwand die Berührung und Ako sah, die Pfeile der Vogelmenschen drei Meter über den Boden auf der Stelle schwebten. Ciina und Luis standen nun ebenfalls auf und Ciina sah entsetzt auf ihren Rock, der, wo ihn ein Pfeil getroffen hatte, zerrissen war.
„ Das werdet ihr mit büßen!“, schrie sie den Vogelmenschen entgegen und schloss die Augen. Ihr Mund bewegte sich lautlos und der Wasserstein, den sie von ihrer Mutter bekommen hatte leuchtete auf und bald schloss das Licht Ciina ganz ein. Schließlich hob sie die Hand und rief:
„ Aqua Aero!“, und ein Wasserstrahl schoss in den Himmel und traf drei Vogelmenschen, die sich vor Schreck nicht mehr in der Luft halten konnten und in Richtung Erde fielen. Doch der Luftschutz, den Kaí erschaffen hatte, fing sie auf.
„ Verschwindet!“, rief Ciina und schickte ihnen noch einen Wasserstrahl. Er traf noch einmal die drei und unter lauten Gekreische flogen sie in den Himmel. Die anderen Vogelmenschen folgten ihnen. Ciina lachte triumphierend. Kaí hob währenddessen den Schutz auf, der Saphir fiel auf den Boden und ein Dröhnen schwoll an. Luis sah die rechte Wand hinauf und sah, wie eine Gerölllawine den Abhang herunter stürzte. Auch Ciina und Kaí bemerkten die Lawine und mit einem Sprung nach hinten retteten sie sich vor den ersten Steinen, die auf sie herunter stürzten. Staub wirbelte hoch und bald sahen Ciina, Kaí und Luis die Hand vor Augen nicht mehr. Hustend liefen sie rückwärts aus der Staubwolke. Schweigend hörten sie, wie das Dröhnen der Lawine verklang und sahen, wie die Staubwolke legte. Die Lawine hatte die halbe Schlucht verschüttet. Ihre Rucksäcke waren mit braunem Staub überzogen und das Feuer war schon während des Kampfes erloschen. Ciina hob ihre Tasche hoch und klopfte sie ab.
„ Was wohl die Lawine ausgelöst hat?“, fragte sie laut und blickte auf das Geröll vor sich.
„ Wahrscheinlich die Kampfgeräusche und unsere Magie.“, meinte Kaí und nahm die anderen Taschen hoch.
„ Sagt mal, wo ist denn Ako?“, fragte Luis und sah sich um.
„ Sie hat sich in der Höhle da ver…“, Kaí brach ab. Die Höhle, in die er Ako geschickt hatte, war verschüttet.
„ NEIN!“, schrie er und stürzte auf das Geröll zu. Verzweifelt begann er einige Steine weg zurollen.
„ Ist Ako darunter?“, fragte Luis und kam zu ihm.
„ Ja, ich habe sie in eine Höhle geschickt, damit sie keinen Pfeil abbekommt. Hoffentlich geht es ihr gut!“, bat Kaí und versuchte einen großen Felsen weg zuschaffen. Luis kam ihm zu Hilfe. Doch

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Kommentare

_ schrieb am 2012-04-02 10:54:51:
geht es noch weiter?

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