Rote Tränen
von
Keks
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- Rote Tränen -
Stimmen.
Das Brummen eines Autos.
Krankenhausgeruch.
Hektik.
Yana öffnete die Augen und sah sich um. Sie konnte nichts erkennen, dennalles war verschwommen und ihr war schlecht. Der Kopf tat ihr weh. Trotz des trüben Blickes konnte Yana zwei Sanitäter erkennen und sie sah Tim neben sich hocken.
„Tim?“, murmelte sie.
Tim lächelte angestrengt und rief den Sanitätern zu: „Sie wacht auf.“
Die Sanitäterdrehten sich zu Yana um und begannen an ihr herumzuhantieren.
Einer der beiden – er hatte kurze braune Haare, eine Brille und braune Augen – sprach sie an.
„Wie geht es dir?“
Yana antwortete nicht. Sie verstand nicht, was sie hier sollte und warum sie hier war.
Sie lag auf einer Liege in einem Rettungswagen, soviel war ihr schon klar. Doch warum?
„Yana wie geht es dir? Bist du okay?“, fragte Tim mit Nachdruck.
„Was ist passiert?“, murmelte Yana und sah sich verdutzt weiter um, in der Hoffung, der trübe Blick würde verschwinden.
Sie wollte sich aufsetzen, doch die Sanitäter drückten sie zurück auf die Liege.
Keiner klärte sie auf. Sie hantierten noch immer an Schläuchen und Geräten rum und sprachen miteinander.
„Nimm die Schläuche aus ihrer Nase, sie scheint in Ordnung.“
„Schalt den EKG aus.“
Yana sah Hilfe suchend Tim an, der ihr sofort alles erklärte.
„Ich hab dich in einer Seitenstraße gefunden. Du bist mit Blut vollgesaut und hast dich nicht bewegt und hast auch nicht auf meine Rufe reagiert. Deshalb hab ich einen Krankenwagen gerufen. Mann, du machst vielleicht Sachen, was ist passiert?“
„Ich.. mir geht’s gut, ich hab nur...“
Schlagartig schossen ihr die Bilder von Shiara, Kassiopeia und Chris in den Kopf.
Sie verstummte.
„Was ist?“, wollte Tim sofort wissen.
„Nichts, ich...“
Wieder verstummte Yana und dann brach sie in Tränen aus.
Die Sanitäter drehten sich sofort zu ihr um und versuchten sie zu beruhigen und herauszufinden, was los war.
„Was ist los?“, fragte der mit der Brille.
„Stimmt was nicht? Hast du Schmerzen?“, fragte der andere, welcher grau-schwarze Haare, blaue Augen, ein recht schmales Gesicht und ein Kinnbärtchen hatte.
Yana konnte nicht antworten.
Der Wagen hielt an, die Türen öffneten sich und Yana wurde samt Liege aus dem Wagen herausgezogen. Tim sprang mit aus dem Wagen. Yana wurde ins Krankenhaus geschoben und dann in einen Aufzug. Sie suchte durch die verschwommenen Bilder nach Tim, doch scheinbar war er nicht mit in den Aufzug gestiegen.
Yana weinte noch immer, als sie in einen OP-Saal geschoben wurde.
Dieser Saal kam ihr bekannt vor. In diesem Saal waren ihre Eltern gestorben.
Eine Ärztin kam angelaufen. Sie hatte eine Spritze in der Hand. Yana wurde zappelig, hektisch und hysterisch.
Sie schrie förmlich, konnte ihr Weinen nicht stoppen.
„Bitte keine Spritze, nicht! Nein!“
Auf einmal spürte sie einen Stich in ihren Arm. Kurz darauf wurde sie ruhig. Sie hörte auf zu schreien, zu zappeln, zu weinen...
Sie schlief ein.
Als sie wieder aufwachte, lag sie in einem gemütlichen Krankenhausbett mit blauen Laken und Betttüchern. Sie setzte sich auf. Ihr Kopf war schwer und er brummte und an ihrem Arm war ein Pflaster, unter dem eine Tropfnadel verschwand. Sie blickte sich um und erkannte am Fenster einen Mann. Es war der Sanitäter aus dem Krankenwagen.
Yana ließ sich wieder in die Kissen fallen. Das Geräusch rief den Sanitäter auf den Plan und er drehte sich um.
„Du bist wach“, sagte er mit freundlicher Stimme.
„Tja, kann man nichts machen“, brummte Yana.
Sie wäre lieber gestorben.
„Wollen wir uns mal unterhalten?“, fragte er.
„Worüber?“
„Über das, was passiert ist.“
„Das kann ich nicht erzählen. Sie glauben es mir sowieso nicht.“
Der Sanitäter kam zu Yanas Bett und setzte sich auf einen Stuhl daneben.
„Warum sind Sie überhaupt hier und nicht in ihrem Krankenwagen?“, fragte Yana herzlos und patzig.
„Ich hab jetzt frei.“, antwortete er freundlich, als häter er Yanas Tonfall überhört und er lächelte sanft.
„Und warum wollen Sie mit mir reden?“
„Ich bin nicht nur Sanitäter, sondern auch Seelsorger musst du wissen. Ich möchte dir helfen.“
„Dann holen sie meine Familie und lassen Sie mich in Ruhe, ich haben Ihnen nichts zu erzählen.“
„Hast du bestimmt, aber du willst nur nicht.“
„Sag ich doch. Außerdem frag ich mich, was Sie das angeht, dass ich meinen Freund in meinen Armen hab sterben lassen.“
Sie verstummte und wieder rannen Tränen über ihre Wangen. Am liebsten hätte sie geschrien, getobt und um sich geschlagen, doch anscheinend wirkte die Beruhigungsspritzenoch immer. Sie hatte keine Kraft, hektische Bewegungen zu machen und das brachte sie noch mehr zum Weinen.
„Wieso hast du ihn sterben lassen?“, fragte der Sanitäter locker, als wäre es etwas völlig alltägliches und bot Yana ein Taschentuch ab, welches sie dankend annahm.
Sie trocknete sich die Augen und fuhr fort.
„Seine Ex-Freundin hat ihn umgebracht, weil er nichts mehr von ihr wissen wollte. Ihre exakten Worte waren: ‚Wenn ich dich nicht kriege, kriegt dich keine!’ Dann hat sie ihn einfach so umgebracht.“
„Wer ist diese Ex-Freundin?“
„Kann ich nicht sagen.“
„Du musst. Sie muss dafür bestraft werden, wohl möglich ins Gefängnis...“
Yana unterbrach ihn.
„Oh ja, das wird sie. Verlassen Sie sich darauf.“
Sie verstummte kurz, hustete, dann sagte sie: „Dafür werde ich persönlich sorgen, glauben Sie mir.“
Der Sanitäter schien entsetzt.
„Du musst das die Polizei machen lassen. Vielleicht tust du ihr was an, wofür du selber verknackt werden kannst.“
„Werde ich nicht, das versichere ich Ihnen.“
Stille trat ein, keiner sagte ein Wort. Doch dann fragte der Sanitäter: „Wie heißt du? Yana?“
„Ja, warum?“
„Ich heiße Ross. Und spar dir das ‚Sie’. Ich bin auch erst achtzehn.“
Yana brach wieder in Tränen aus.
„Hab ich was falsches gesagt?“
„Nein, ich... er... er war auch fast achtzehn... und er...“
„Du bist mir keine Rechenschaft schuldig, ich dachte nur, ich hätte etwas falsches gesagt.“, besänftigte er Yana.
„Tut mir leid,“ sagte Yana und wischte sich wieder die Augen. „Ich kann es nur nicht fassen, was da passiert ich, wissen Sie?“
„Hey, was hab ich zu dem ‚Sie’ gesagt?“, meinte er und lächelte.
Auch Yana konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen und meinte: „Sorry. Ich versuch es mir mal zu merken.“
Sie war sich sicher, diesen Kerl nach dem Gespräch nie wieder zu sehen. Eigentlich schade, dachte sie, er schien sehr sympatisch. Kurz darauf hasste sie sichfür diesen Gedanken. Chris war eben erst gestorben und dachte schon an andere Kerle, die sie ganz nett fand...
„Also, aber du kannst nicht einfach Rache nehmen, das muss die Polizei machen.“
„Glauben Sie... ich meine... glaub mir, die Polizei kann bei DER Person nicht viel anrichten. Las mich mal machen, ich schaff das schon.“
Yana verstummte.
Ross sah sich im Raum um.
Yana beobachtete ihn. Er hatte ein hübsches Gesicht, seine Augen gefielen ihr. Doch davon wollte sie jetzt noch nichts wissen. Ihr fiel ein, dass sie ihn nach ihrer Familie gefragt hatte.
„Kannst du
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Kommentare
Johanna schrieb am 2009-11-12 20:26:17:
hm,ich finde die geschichte auch recht gut,wobei ich " nemo" zustimmen muss;die geschichte rast förmlich :D trotzdem mag ich sie.und:viel spaß noch beim schreiben:)
lg johanna
keks schrieb am 2007-04-10 18:30:03:
hey leute
erst mal danke für die vielen kommentare ^^
natürlich übe ich noch weiter, und ich bin im moment dabei das buch ein klein wenig zu verändern, da die handlung nun wirklich zu schnell voran geht. wahrscheinlich wollte deshalb auch bisher kein verlag das buch. mal sehen wie es weiter geht. übrigens hat sie versucht sich umzubrigen... allerdings erst am ende des kapitels und da schafft sie es auch. aber am anfang ist die story ein wenig anders. ich würde vorschlagen dass du (Nemo) das noch mal n bissel aufmerksamer ließt ;-) wobei kritik natürlich immer noch erwünscht ist ^^
lg keks
Nemo schrieb am 2007-02-23 20:58:39:
ich finds ganz gut, aber die story geht zu schnell voran, würd ich mal sagen (meine meinung).
ich glaube nicht das jemand der versucht hat sich umzubringen (hat sie doch, oder ? ^^° *zu faul war weiterzulesen*) so... offen reagieren würde.
und dein schreibstil ist zwar gut, aber nicht besonders mitreißend. üb weiter ^^ !
Imea schrieb am 2007-01-18 16:41:47:
Hallo Keks!
Ich kann mich den anderen beiden auch nur anschließen. Die Geschichte war einfach nur super. Ich wurde richtig gefesselt =)
Schreib weiter so!!
Lg
Imea
Steffi schrieb am 2007-01-05 11:49:41:
Ich finde du hast die Geschichte auch super gechrieben ich finde sie total toll und spannend, mach weiter so!!!
Silke schrieb am 2006-12-08 17:34:57:
ich finde deine geschichte echt super. du hast talent. ich war total gefesselt und habe die story in einem zug gelesen...
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