Runenmeister - Stufe 3 - Dunkel
von
Zilfalon
1
2
Stufe 3 – Dunkel
Die Sonne brannte auf immergruene Wiesenfelder, die sich ueber mehrere Kilometer erstreckten, soweit das Auge reicht, nur gruen. Zwischendrin zerstoerten ein paar grosse Felsen, die aus den Ebenen ragten, das Bild. Die Ostgrenze der Wiesenebenen bildete eine Nord-Sued Gebirgskette, die sich mit vielen Windungen durch das Land zog. In einer dieser Windungen, die sich nach Osten hin bog, siedelten Menschen. Sie nutzten diese nach Norden, Sueden und Osten hin hochragenden Berge, als natuerliche Grenzen und Mauern der Stadt. Nach Osten zu der fast flachen Ebene grenzte eine Stadtmauer. In der Mitte befand sich ein grosses Tor, aus dem sich ein Weg geradewegs nach Westen richtete und die Wiesenebene in 2 Teile teilte.
Der Boden war heute sehr trocken und der Karren, der sich auf dem Weg zur Stadt befand, kam nur schwerlich voran.
Am Tor versperrte ein Wachposten dem Karren den Weg. Er hob die Hand und bat anzuhalten. Im voranlaufen zum Wagen klapperte seine Kettenweste, und das Schild, dass er auf dem Ruecken trug wibbte.
Der Kutscher zueckte, als ob er es erwartet haette, Papiere aus seiner Tasche neben sich.
Ein kurzer Blick genuegte und der Wachposten gab den Weg frei.
Isaac und Jon sassen in ihren seperaten Kaefigen und schauten auf die Stadtmauern.
“Hier kommen wir nie wieder raus!”, fluesterte Isaac Jon ins Ohr. Jon nickte nur.
Die Stadt glich einer wuestenhaften Orientstadt. Lehmhauser, ein und zweistoeckig, bei denen man den zweiten Stock von einer aussen begehbaren Treppe aus erreichen kann. Vor den Haeusern waren viele kleine Laeden aufgebaut, an denen Haendler den Einwohnern alles verkauften.
Nachdem sie das Tor passiert hatten fuhren sie geradewegs in die Stadt hinein. Je naeher sie dem Zentrum kamen, desto hektischer wurde das Treiben.
Die Jungs staunten nur und beobachteten die Menschen. Nie haetten sie sich traeumen lassen, dass sie mal in eine Stadt kommen in der so viel Menschen gleichzeitig wohnen.
Isaac fiel das Muster von dem schwarzen Stein wieder ein. Er packte sich an die Schulter aber hielt es dann fuer besser, es versteckt zu halten, denn er hatte das Gefuehl, dass ihm dieses Symbol das eingebrockt hatte, worein sie gerade geraten waren.
Die Strasse muendete in einen riesigen Platz in dessen Mitte ein riesiges Gebaeude stand, dass sie noch nie gesehen hatten. Es hatte einen runden Grundriss und drumherum versuchten viele kleine Haendler mit lauten Rufen auf sich aufmerksam zu machen und ihre Waren unter die Leute zu bringen. Jon und Isaac schauten nach oben, um das Dach des Gebaeudes zu sehen. Es war etwa 20 Meter hoch und hatte bestimmt einen Durchmesser von 50 Metern. Es brauchte wohl eine Weile drumherum zu gehen. In etwa mittlerer Hoehe des Gebaeudes war die aufschrift “Kolloseum” in lateinischen Buchstaben zu lesen. An einer Stelle des Kolloseums nach Sueden gerichtet, war eine lange Schlange von Menschen zu sehen. Sie bog sich etwa dreimal und reichte trotzdem bis rueber zur anderen Seite des Platzes.
Der Karren bog richtung Norden ab. Die Menschen nahe des Kolloseums schenkten dem Karren mehr beachtung nun.
Irgendwie daemmerte es Isaac langsam. Er befuerchtete eine Attraktion im Kolloseum zu warden, das katzenartige Raubtier, welches endlich das Haupt gehoben hatte, um sich umzusehen, dessen war Isaac sich sicher, war es jedenfalls.
“Glaubst du, wir muessen dort gegen Gladiatoren kaempfen?”, fragte Isaac.
“Genau dasselbe dachte ich auch gerade.”, meinte Jon. Sie fuhren zu einem eingezaeunten Areal an der noerdlichen Seite des Kolloseums, an der auch einige Wachen postiert waren. Ein mannshohes Gitter unter dem Vorsprung am Gebaeude lies skein durchkommen in den Bereich. Als der Karren langsam sich dem Gatter naeherte, wurde das Gittertor aufgeschlossen und die Wachen oeffneten das Tor. Im vorbeifahren salutierten sie, als ob sie den Fahrer kannten. Der Karren blieb innerhalb des Gatters stehen und der Kutscher stieg ab. Er bewegte sich auf den dunklen Durchgang zu, der in das Innere des Kolloseums fuehrte.
Jon und Isaac schauten sich um. Die Wachen orderten mit Handzeichen einige Laufburschen an den Karren zu entladen und in die vorgesehenen Raeume zu bringen.
Waehrend die Burschen die Kisten und Faesser vom Laderaum nahmen und wegbrachten, wandten sich die Wachen Isaac und Jon zu. Sie blockierten jeden Fluchtweg um die Kaefigtuer und einer von ihnen oeffnte mit einem Schluessel den Kaefig. Jon und Isaac wurden hinausgebeten und Fesseln angelegt. Mit vorgehaltenem Speer wurden sie ausbeordert und in das Gebaeude reingefuehrt. Sie wurden getrennt durch die Gaenge gefuehrt, 2 Wachen vor und 2 Wachen hinter ihnen, wobei das Ziel beider Gruppen zu einer Zelle fuehrte.
Beides wussten, dass es keinen Sinn machte sich zur Wehr zu setzen, denn sie wurden grob am Arm gepackt und in die dunkle Zelle geworfen. Sie spuerten, dass einfach zu viel Kraft gegen sie verwendet werden konnte. Nachdem sie die die Tuer verschlossen hatten marschierten die Soldaten auch schon davon.
Jon liess sich auf den staubigen harten Steinboden fallen und seufzte. Isaac griff sich an die Schulter, zog seinen Aermel hoch um das Symbol zu betrachten.
„Du bist also der Grund fuer die Aufregung hier!“,.
Isaac erschrak zurueck. Jon zuckte instinktiv zusammen. Beide hatten die dunkle Gestalt in der Ecke nicht bemerkte, die gerade auf einem Stueck Brot rumkaute.
Ein schlanker Kerl, im besten Alter, stand langsam auf. Seine Bartstoppel verrieten, dass er schon laenger als einen Tag hierdrin sitzt. Er wankte leicht, war sich unsicher auf den Beinen, und kam dann nahe an Isaac heran. Isaac ging ein paar Schritte zurueck, aber er folgte ihm und zog ihn seinen kurzen Aermel hoch.
„Interessant!“, sagte er leise mit einer faszination in der Stimme. Dann fing er an zu lachen.
„Jetzt verstehe ich was hier los ist.“, sagte er bestimment, nahm die Hand von Isaac weg und ging leicht vergnuegt in seine Ecke zureuck.
„Was wissen Sie darueber? Was ist das?“, fragte Isaac.
Der Kerl nahm einen guten Bissen von seinem Brot, und er genoss es sichtlich. Dann lehnte er sich nach vorne.
„Du hast keine Ahnung was das ist?“, fragte er.
Isaac schuettelte nur den Kopf. Sein Gegenueber musste schmunzeln.
„Nun, du hast eine Rune, aufgenommen, absorbiert, einverlaibt, eine symbiose begonnen, was auch immer man dazu sagen kann.“, zaehlte er auf.
„Und was heisst das?“, fragte Isaac weiter.
„Zunaechst mal nur, dass du empfaenglich bist und sie nutzen kannst. Nur ob du sie auch beherrschst, ist eine andere Sache. Das aktivieren von Runen, ist nicht ungefaehrlich, und haengt mit viel Verantwortung zusammen. Viele scheitern am zweiten.“, erklaerte er.
„Was muss ich tun?“, fragte Isaac, obwohl er sich nicht sicher war, ob er verstand was er sagte und ob er der Sache gewachsen war.
„Meiner Erfahrung nach, hast du eine Beschwoerungsrune absorbiert.“, sagte er mit wackeligem Ton, als ob er sich doch nicht sicher waere.
„Ihrer Erfahrung?“, stutzte Jon.
Er
1
2
Kommentare
Zilfalon schrieb am 2007-06-14 16:05:00:
Klaro. 4. Kapitel wird in den naechsten Tagen geschrieben.
YOHO schrieb am 2007-05-26 12:05:25:
Ich hoffe du schreibst weiter ;-)
Kommentar hinzufügen