Sadistic diary Teil 2
von
Chou
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Eine neue Nacht, ein neues Opfer. Und wieder werde ich weder den Namen noch die Herkunft wissen. Nur das, was ich zu tun habe.
Ich gehe die Gänge entlang, begleitet von dem grellen Neonlicht. Vorbei an den vielen kleinen Zellen, die angefüllt sind mit jammernden Seelen, die noch auf ihre ultimative Qual warten und vorbei an den Experimenten meines Lehrers, die in Käfigen hockten und mich mit Furcht beobachten. Ihre verdrehten, verzerrten und verstümmelten Körper sind bloß noch ein schwaches Abbild dessen, was sie einmal gewesen waren. Sie alle waren vom Wahnsinn beherrscht, der eine mehr, der andere weniger. Mich begleitet leises Knurren und Fauchen, doch ein strenger Blick bringt sie schnell zum Schweigen. Sie wissen, dass sie keine Chance gegen mich haben und dass sie Strafe für Aufbegehren wesendlich Größer ist, als der kurze Moment des Triumphgefühls.
Ich stehe vor der Tür zu meinem Arbeitszimmer und atme tief ein. Die Neugier brennt in mir, was mich heute wohl erwartet. Ich öffne die Tür und aktiviere damit die Kamera, die den gesamten Raum beobachtet. Mein Lehrer ist interessiert an jeder Reaktion und jeder Regung. Leise schließe ich die Tür hinter mir und blicke zu dem blank glänzenden Metalltisch mit meinem heutigen Opfer. Wieder ist es ein Mann mittleren Alters, dieses Mal jedoch vollkommen bekleidet mit einem der dunkelblauen Anzüge, die alle Zelleninsassen tragen. Die Augen sind geschlossen und der Kopf ist kahl rasiert. Momentan schläft er, jedoch nicht mehr lange. Mein Blick schweift weiter zu dem kleinen Holztisch mit den Instrumenten und es fallen mir direkt mehrere Dinge ein, die man tun könnte.
Zuerst vergewissere ich mich, dass die Fesseln, welche das Opfer fixieren fest sind und sich nicht lösen lassen und dann greife ich zu der Spritze, die das Antinarkosemittel enthält, denn einen traumlosen, schmerzfreien Schaf darf es während der Prozedur nicht geben. Das Mittel schlägt schnell an und schon nach wenigen Minuten ist die Person wieder vollkommen bei Sinnen.
„Wo...wo bin ich? Wer sind Sie? Was mache ich hier?“
Fragen, immer wieder die gleichen Fragen. Manchmal mit mehr Angst in der Stimme, oder mehr Wut, doch die Wortwahl an sich ändert sich nie. Kräftiges Zerren an den Fesseln ergänzt die Fragen als Hintergrundgeräusch. Ich höre weder auf das eine, noch auf das andere. Ich konzentriere mich rein auf die komplizierten Handgriffe, die vor mit liegen. Schließlich gilt es keine, bzw. so wenige Fehler wie möglich zu machen. Ich betaste das Gesicht kurz, verschaffe mir einen Überblick, während ich mit weiteren Fragen, Rufen, sogar Beschimpfungen bombardiert werde. Anfangs, kurz nach Beginn der Lehrzeit, fällt es einem schwer darauf nicht zu reagieren, aber ebenso wie sich mit jedem Werk die Fingerfertigkeit und die Kreativität verbessert, lernt man die Flut von Worten an sich vorbei ziehen zu lassen und nur die vom Schmerz hervorgerufenen Laute tatsächlich wahrzunehmen. Ich gehe zu dem Tisch mit den Instrumenten und streife mir die Latexhandschuhe über. Eigentlich widerstrebt es mir, wie die zweite Haut jedes Mal aufs neue die tastbaren Eindrücke verfälscht, aber sie notwendig, da eine mögliche Ansteckungsgefahr zu groß ist. Das Rohmaterial kommt aus allen Schichten der menschlichen Gesellschaft und nicht jede Krankheit ist bloßem Auge erkennbar. Meine Finger gleiten über die verschiedenen Skalpelle und wählen ein recht langes, scharfes aus. Ich wende mich wieder meinem Opfer zu und halte kurz inne. Ein schönes Gesicht hat er zwar nicht, aber mein Entschluss steht fest. Ich stelle mich an das Kopfende des Metalltisches und blickte in die vor Angst weit aufgerissenen Augen. Das Opfer reißt den Kopf von einer Seite zur anderen. Wie dumm von mir und was für ein Anfängerfehler. Ich habe das Mittel zu Muskelentspannung vergessen. Mit dem Skalpell in der Hand gehe ich zurück zu den Instrumenten und ziehe eine Spritze mit der entsprechenden Flüssigkeit auf. Die Injektion erfolgt nur wenige Sekunden später direkt in den Hals. Die Gesichtsmuskeln werden dadurch nur zum Teil entspannt, aber alles, was die Bewegung des Kopfes ermöglicht ist nun außer Kraft gesetzt. Der Adamsapfel des Mannes zuckt und hüpft in dem letzten Ausmaß, welches die Droge noch zulässt. Die Augenlider sind halb geschlossen, das Opfer kann sie weder ganz öffnen noch ganz schließen. Ich richte den Kopf so aus, dass ich in der Lage bin von meinem Standpunkt aus gut alle notwenigen Partien zu erreichen. Dabei neige ich den Schädel zu mir, wodurch die Augen sich nun gänzlich öffnen. Ein krächzendes Geräusch entfährt dem leicht geöffneten Mund, mehr nicht. Ich setzte das Skalpell an der Kinnspitze an und fahre mit einer zügigen und genauen Bewegung die eine Seite der Gesichtskonturen nach, bis etwa zur Mitte der Stirn. Dann wiederhole ich den Handgriff auf der anderen Seite. Das Skalpell ist sehr scharf und zeichnet Anfangs nur feine rote Linien auf die Haut. Aus der Kehle vor mir ertönt ein Ächzen. Es hat etwas gedauert, bis das Gehirn den brennenden Schmerz registriert hat. Mit zwei schnellen Schnitten entferne ich die nutzlosen Augenlider. Bei meinem letzten Versuch, das Gesicht vollständig zu entfernen, waren sie eine Problemstelle beim Abziehen gewesen. Das sollte mir nicht erneut passieren. Vorsichtig hebe ich den Rand des Schnittes am Kinn an und beginne dort damit die Haut abzulösen. Sobald das bereits abgelöste Stück groß genug ist ziehe ich es mit einem starken Ruck und einem nass klingenden Ratschen herunter. Es bedarf nicht nur Kraft für diese Aktion, sondern auch Geschick. Einen gewissen Winkel gilt es einzuhalten, ebenso wie eine möglich gleichmäßige Zugkraft und Geschwindigkeit. Stöhnen und Schreien schallt mir entgegen, die Augen rollen in den Höhlen und das Opfer zerrt panisch an den Fesseln. Ich betrachte indes das Gesicht in meinen Händen. Es ist beinahe perfekt. An der Rückseite hängen noch ein paar Muskelfetzen, doch die lassen sich sehr leicht entfernen. Behutsam lasse ich das Hautmaterial in einen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter gleiten und greife zu der Spritze mit dem nächsten Giftcocktail. Der nächste Schritt ist sehr gewagt und ich bezweifle, dass mein Opfer ihn bis zum Ende durchstehen wird, aber auch solche Rückschläge muss man verkraften lernen. Nicht immer erfährt das Opfer das Maximum an Schmerz. Um die Kopfhaut von dem Schädel zu entfernen benutze ich ein Messer mit einer größeren Klinge, als der des Skalpells. Zuerst ritze ich ein paar Felder hinein, welche das Ablösen erleichtern sollen. Viel Druck brauche ich dafür nicht. Das Messer ist nicht merklich stumpfer als das Skalpell. Tränen sammeln sich in den lidlosen Augen und rinnen, mit Blut gemischt die nicht mehr vorhandenen Wangen hinunter, bis sie auf die glatte Tischoberfläche tropfen. Dieses hier ist ein recht ruhiges, schweigsames Exemplar, wer hätte das gedacht. Es bedarf mir nur wenige Schnitte und schon liegt der Schädel blank, aber noch blutverschmiert vor mir. Einen Teil des übrig
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Kommentare
Dustin schrieb am 2008-02-16 19:25:00:
Wow nich meine richtung stehe nich auf folterstories aber wenn ich drauf stehen würde wärst du mein lieblingsautor! Echt gut!
patty schrieb am 2007-08-31 23:33:46:
Also ich bin mir nicht im Klaren, wie man so welche Geschichten schreiben kann. Ich find es einfach nur eklig und abartig und weiß was ich noch alles. Also meine Geschichtskategorie ist es nicht, aber ich muss es ja auch nicht lesen. Wenn ich so was gut fände, würde ich sagen, das hast du echt richtig toll hingekriegt! Aber es ist wirklich nichts für mich. Schreib ruhig weiter so ne stories für deine Leser ;) Weiter so
jasmin schrieb am 2007-03-07 17:43:42:
das ist wirklich komisch mir wurde beim lesen richtig schlecht aber trotzdem konnte ich sie nicht weg machen sondern musste zuende lesen muss sagen respekt das du auf so geschichten kommst
LENA schrieb am 2006-12-26 21:01:27:
ich bin mal wieder begeistert von deiner neuen geschichte.hier gehst du auch schon mehr auf die schmerzen des opfers ein.sehr schön. man kann die schmerzen fast selber fühlen und steckt in der haut des schülers.ein schönes gefühl...wüsste jetzt nur noch gerne mehr über den lehrer.
gruss lena
Cleopatra O9 schrieb am 2006-10-12 15:28:53:
Also ich finde es echt eklig. Ich glaub ich muss kotzen. :SSS Wie kannst du sir solche geschichten ausdenken ??
Diese geschichte ist krasser als die erste. Aber dennoch fidne ich sie cool :)
Equinox schrieb am 2006-07-13 12:01:46:
Ich hätte nach dem ersten Teil nicht gedacht, dass sich das ganze noch steigern ließe... tja, wieder einmal eines besseren belehrt... Aber als Fehlschlag hätte ich es nicht bezeichnet... Ich finde, es lag mehr an der Versuchsperson an sich, als an deinem Schüler.
Nicht gerade eine Gute-Nacht-Geschichte, aber dennoch sehr fesselnd!
Minni Schnucki schrieb am 2006-06-03 19:37:09:
IIEE! Das is aber eklig! Aber richtiger Psycho!! Gefällt mir! ;-)
Sehr geheimnisvoll, wie wär's wenn du den Leser nicht so leer dastehen lässt? Ein bisschen mehr Detail wo er das macht, warum er das macht und was es sich mit dem Lehrer auf sich hat. Also, nicht zu viel erzählen, aber so, dass man auch mal mehr Informationen bekommt!
MfG,
Minni.
Leanyka schrieb am 2006-06-03 18:46:06:
Ich weiß nicht, widerlich und ekelhaft, bei der bloßen Vortellung, abstoßend, sodass man sich am liebsten abwenden möchte, doch auch auf eine eigenartige, geradezu perverse Art faszinierend. Erinnert mich etwas an Tattoo.
lg Leanyka
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