Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fantasy > Andere Wesen

Sahra-Li und die Wiedergeburt des Dämons

von Freedom

1 2



Die Wiedergeburt

Seit diesem Tage lebten alle Schwangere Mütter in Angst um ihr Kind. Der Kaiser, der selbst die Schlacht gegen den Dämon miterlebt hatte ordnete an, dass jedes neugeborene Mädchen, bei dessen Geburt etwas magisches, oder seltsames passierte, auf der Stelle getötet wurde.
So fürchteten sich die werdenden Eltern auf die Geburt ihres so lang ersehnten Kindes. Alles flehen, verstecken oder Lügen half nichts. Immer standen Soldaten bereit, um das schreiende Mädchen zu töten. Es lagen mehr als vierzehn Generationen zwischen dieser Zeit und der kalten Schlacht zwischen Dämon und Menschen. Und seit dem werden Mädchen getötet, die irgendetwas Seltsames vorweisen. Sei es, bei der Geburt eine Sternschnuppe oder eine fühlbare Energiespannung. Immer weniger Kinder kamen auf die Welt. Die Menschen verkrafteten es nicht, mit der Gewissheit ein Kind das Leben zu schenken, das vielleicht schon bei dem ersten Luftholen das Leben lassen musste. Doch es gab auch Eltern, die es wagen wollten.
So wie der Vierzehnte Kaiser, nach der großen Schlacht. Sein einziges Kind. Er betete für einen Jungen.
Auch ein armer Mann und seine Frau hofften auf ein gesundes Kind. Ihnen war es egal, ob es ein Mädchen oder ein Junge wurde. Hauptsache sie konnten ihrem Leben noch einmal einen Sinn geben.

Die Nacht war kalt und stürmisch. Regen ließ den Fluss in der Nähe über die Ufer schwappen.
Nebel stieg vom nassen Boden auf und nahm Menschen die Sicht, die sich noch in ihre Häuser flüchteten.
Eine ärmlich aussehende Holzhütte stand alleine auf einem kleinen Hügel. Vor der Tür bewegten sich die ausladenden Äste drei noch junger Schwarz-Pappeln.
Die Hütte bestand aus drei Räumen. Einem kleinen, indem das Ehebett stand, ein kleines Badezimmer und einen größeren Raum, indem ein Holztisch und ein Ofen standen. Drei Leute befanden sich gerade in dem Schlafraum. Um genau zu sein waren es eigentlich sogar Vier. Eine einzelne Kerze erhellte den Raum mit ihrem orange-gelben Licht. Eine wunderschöne Frau lag auf dem aus Weiden geflochtenen Bett. Ihr weißes Hemd war verschwitzt und ihre dunkelblauen Haare klebten ihr im Gesicht. Ein großer, kräftiger Mann stand an ihrer Seite, hielt ihre Hand und redete ihr Mut zu. Doch auch in seinem Gesicht stand der Schweiß. Jedoch nicht aus Schmerzen, sondern aus Angst. Angst diese Leben zu verlieren. Auf dem Grundstück der Hütte standen noch zwei Männer. Ihre silbernen Rüstungen glänzten orange, wie der Schweiß auf den Gesichtern der werdenden Eltern. Doch in ihren Gesichtern zeigten sich keine Regungen. Sie hatten schon so viele Geburten erlebt. So viele blau angelaufene Gesichter gesehen, so viele Mütter sterben erlebt, zu viele Väter dem Wahnsinn verfallen und viel zu viele Kinder hatten sie töten müssen. Doch dies wurde von ihnen erwartet. Dass sie auf jedes kleinste Zeichen Magie achteten und das Kind töteten. Nur das Kind. Oder auch die Eltern, wenn sie versuchten sollten, sie dabei aufzuhalten. Diese Erwachsene waren fügig gewesen. Er hatte ihnen die Tür geöffnet und sie mit schnellen Schritten in die Schlafkammer geführt. Der Kaiser hatte es wieder gewusst, dass ein Kind geboren wird und hatte sie losgeschickt. Sie, wie immer sie. Nun standen sie hier. Einer achtete auf den Himmel und die äußere Umgebung, der andere auf die Mutter, das sich regende Kind, den Vater und das Innere der Hütte. Dann schrie die Frau noch einmal auf. Verzweifelt bäumte sie sich auf. Der Soldat registrierte es, ohne sich zu regen. Es war eine normale Geburt. Alles war wie bei den anderen Geburten, deren Kinder sie nicht getötet hatten. Die Frau schrie und litt unter den Schmerzen. Doch sie gab nicht auf. Sie wollte ihrem Kind das Leben schenken.
Dann schrie sie ein letztes mal den Namen ihres Mannes und wurde stumm.
Der Mann erstarte. Er sah auf das Kind das dort vor ihm lag. Es hatte die Augen geschlossen. Genau wie seine Mutter. Der Soldat öffnete den Mund um sein Beileid auszusprechen, als das Kind die kleinen Lippen öffnete und tief Luft holte. In diesem kurzen Moment sah der Soldat etwas, was ihn verunsicherte. In diesem Atemzug wechselte die Flamme der weißen Kerze von orange-gelb zu blau-schwarz. War es eine Illusion gewesen? Er war sich nicht sicher. Der Mann löste das Messer von seinem Gürtel und schnitt die Nabelschnur durch. Eine einzelne Träne rinn ihn über das Gesicht. Er nahm das nun schreiende Kind, wickelte es unbeholfen in eine Decke und nahm es in den Arm. „sieh nur. Das ist deine Mutter.“, flüsterte er und strich mit seiner freien Hand über die Lippen seiner toten Frau. Das Kind hörte auf zu schreien. Es war ein Mädchen. „Bauer“, sagte der Soldat leise um die Gefühlsregung des Mannes nicht zu brutal zu unterbrechen. „das mit deiner Frau tut mir Leid. Sie hatte nicht genügend Kraft.“ Der Mann schüttelte nur den Kopf. „Kehel-ha war stark.“ Der Soldat war es leid diese Wörter auszusprechen, doch er musste es tun. Nur durch diese grausame Tat konnte die Menschheit beschütz werden. „doch dein Kind…“ geschockt sah der Mann ihn an. Das Kind presste er schützend an sich. „ich muss dein Kind töten. Es besteht die Gefahr, dass in ihm der Dämon beiwohnt.“ Er lockerte sein Schwert, das in seiner Halterung hing. Der Mann wich ein Stück zurück. „nein“, flüsterte er. Und noch einmal lauter sagte er: „nein! Ihr tötet ohne Sinn die Neugeborenen. Irgendwann wird es auf dieser Welt nur noch alte Weiber geben, weil ihr all die jungen Dinger tötet!“ und wieder leiser werdend flüsterte er heiser: „nimmt mir nicht mein Kind, wenn ich schon meine Frau verloren habe.“ Der Soldat hasste diesen Moment und seinen Auftrag. Es war schlimmer diesem gebrochenen Mann in die Augen zu sehen, der seine einzige Hoffnung, seinem Leben einen Sinn zu geben, an sich drückte, als einen kämpfenden Mann auf dem Schlachtfeld zu töten. Doch er zog sein Schwert. „gib mir das Kind und du wirst nicht zuschauen müssen.“ Der Mann schrie gequält auf und trat noch einen Schritt zurück. Der Soldat hatte es nicht schwer diesem verzweifelten Mann das Kind zu entwenden. Er legte es vor sich auf den Boden. Er musste sich zusammen reißen, als er das Schwert mit der Spitze nach unten auf die kleine Brust des Säuglings richtete, um keinen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Er hatte es schon so oft getan. Doch jedes Mal schmerzte es ihn und ließ sein Gewissen und Herz schwerer werden. Der Mann war an der Wand zusammen gesunken. Er bat leise zu dem Soldaten, betete zu Gott und flehte das Kind ihm zu verzeihen. Der Soldat straffte sich. Der Mann hatte bereits so eine feste Bindung zu dem Kind aufgebaut…es lag vor ihm auf den Boden und starrte ihn aus seinen großen tiefen blau-grünen Augen an. „verzeih mir“, flüsterte er, dann stieß er das Schwert hinab auf die kleine Brust, die sich so schnell hebte und senkte.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. „HALT!“ das Schwert stoppte. Wenige Millimeter über der Stelle, wo das aufgeregte kleine Herz seine Schlägen tat.
Der Soldat stolperte zurück. In der Tür

1 2

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.