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Kategorien > Fantasy > Andere Wesen

Sahra-Li und die Wiedergeburt des Dämons aufbruch

von Freedom

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Der Aufbruch in ein neues Leben

Er ging durch die Tür in das Zimmer, aus dem ein ruhiges Schnarchen zu hören war. Er merkte, dass das Mädchen ihm folgen wollte. „es tut mir Leid Sahra-Li, doch ich muss dich bitten draußen auf mich zu warten. Ich muss hohe Magie anwenden. Wenn du dich in dem Haus befindest, könnte es sein, dass es auch Auswirkungen auf dich hat. Und diese wären dann Negativ.“ Sie blickte von unten zu ihm herauf. Sie war nicht wirklich klein, doch trotzdem nicht so groß, dass sie ihm bis zu den Schultern reichte. Sie schien darüber nachzudenken, ob sie wieder sprechen sollte. Nickte dann jedoch, blickte noch einmal auf ihren schlafenden Vater, drehte sich um und ging hinaus. Nun vertraute sie ihm zumindest ein wenig. Er schloss die Tür nach dem sie gegangen war, schloss die Augen und konzentrierte sich.

Es war fast eine Stunde verstrichen, als er die Tür wieder öffnete. Er blickte sich auf. Das helle Licht der späten Sonne blendete ihn. Er ließ die Tür angelehnt. Wo war das Mädchen? Er blickte sich um. Nirgends konnte er eine Spur von ihr entdecken. Er ging auf die Bäume zu, hörte das Wispern der Blätter im Wind und sah nach oben. Da saß sie. Auf einem der mittleren Äste, mit dem Rücken an die alte Rinde gelehnt. War sie es wirklich? Fragte er sich. Gewiss, sie war Begabt und als er ihr in die Augen sah, sprang sie leichtfüßig hinunter. Es waren an die zwei ein halb Meter gewesen. Der Meister hatte Recht. Sahra-Li war besonderst. Sie stand nun vor ihm und blickte ihn an. Ob sie es wirklich sein konnte? Sie musterte ihn, um scheinbar irgendetwas in seinem Gesicht zu sehen. Vielleicht etwas wie Reue, Schuldgefühle oder Ähnliches, was darauf hinwies, dass er sein Versprechen ihr gegenüber gebrochen hatte. Doch sie schien nichts zu finden, denn sie schritt wortlos an ihn vorbei auf die Hütte zu und verschwand darin.
Da lag ihr Vater. Menho-lank. Sie wusste vieles über ihn. Wie er vorher gewesen war. Vor ihrer Geburt. Dass er einst ein starker, kluger Mann gewesen war, dem Familie und ein glückliches Leben wichtiger als Geld und Ansehen im Kaiserhaus waren.
Doch dann dachte sie daran, wie sie ihn kannte. Nicht aus den Erinnerungen einer Anderen. Er war abgemagert durch seine Sorgen und dem Drogenrausch. Es war immer schwerer geworden ihn zum Essen zu bewegen. Seine vorher so strahlend grüne Augen waren zurückgesunken und ständig von einem weißen, bis hin zu einem rötlichen Nebel überzogen. Auch sein Denken hatte sich verändert. Sie fragte sich, wie er es geschafft hatte sie als kleines Kind groß zu ziehen. Er dachte selber wie ein Kind…wenn er denn überhaupt dachte. Doch zwischen drin… da war sein altes Ich wieder da. Dann waren seine Augen klarer, genauso wie seine Gedanken. Es war die Zeit, in der er sich an frühere Dinge erinnerte. Wie das mit dem Wasservorrat. Auch das Lesen hatte er ihr in dieser Zeit beigebracht.
Und da lag er nun auf dem alten Weidenbett. Seine Atmung ging ruhig. Seine Brust hob und senkte sich stetig und langsam. Doch das war es nicht, was Sahra-Li so in denn Bann zog. Es war sein Gesichtsausdruck.
„und, was meinst du? Habe ich mein Versprechen bis jetzt gehalten?“. Sie zuckte zusammen. Amagenon Mentara hatte den Raum betreten, ohne dass sie es bemerkt hatte und stand nun neben ihr. „ich...ich habe ihn noch nie in meinem Leben so ruhig schlafen sehen. So…normal.“ Sie merkte wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. Schnell blinzelte das Mädchen sie weg. Sie ging zu dem Bett und zog dem Erwachsenen die Decke höher. „von nun an wirst du dich um dich selber kümmern müssen. Irgendwann werde ich dich wieder sehen. Ich fange nun an mein Leben zu leben. Meine Träume zu erfüllen. Mein eigenes Leben…Glück sei mit dir, Vater.“. Dann wand sie sich um und ging nach draußen. Auch Amagenon ging, nachdem er noch ein weiteres Schutzzeichen über den Schlafenden gelegt hatte.
„was tust du da?“, fragte er das Mädchen. Es kniete vor etwas auf dem Boden. Er hörte ein reißendes Geräusch und trat näher heran. Auf dem Boden lag ein Buch. Es war auf der letzten Seite aufgeschlagen. Sauber war eine Seite herausgetrennt. Dann stand Sahra-Li auf, klappte vorsichtig das Buch zu und lag es auf den Tisch. Nun nahm sie ein angespitztes Stück Kohle und fing an etwas auf das Blatt Papier zu schreiben. „ich hinterlasse ihm eine Nachricht. So viel bin ich ihm Schuldig. Ich schreibe ihm wo ich hingehe und was ich vorhabe. Auch danke ich ihn. Für alles, was er mir beigebracht hat…und dass er nicht aufgegeben hat.“ Der Mann nickte. Dann sagte er: „ich hätte nicht erwartet hier ein Buch vorzufinden.“ Sie lächelte, während sie weiter schrieb. „es ist auch das einzige Buch im ganzen Haus. Es ist das Tagebuch meiner Mutter. Ich fand es als sechs Jährige und bat meinen Vater, als er einmal bei Besinnung war, mir lesen beizubringen. Schreiben brachte ich mir selbst bei. Aus diesem Buch erfuhr ich, wer meine Mutter und wer mein Vater gewesen war, als er noch bei klarem Verstand und sie noch am Leben war. Hieraus erfuhr ich auch meinen wahren Namen. Jeden Tag hatte sie eingetragen. Bis hin, zu dem Tag an meiner Geburt. 243 Tage.“ „243?“, fragte er nach „du bist einen Monat zu früh geboren worden?“. Sie nickte, während sie den Brief faltete. „so wie es in dem Buch steht, schon.“ Sie legte den Brief neben das Buch, nahm einen Mantel von einem Haken an der Tür und sah ihn an. „ich bin dann soweit.“ „das ist alles?“ traurig lächelte sie. „ja. Das ist alles. Mein Hab und Gut trage ich und Essen kann ich nichts mitnehmen. Vater hätte sonst zu wenig hier.“ Amagenon nickte. „nun denn. Lass uns aufbrechen.“
Sie gingen schweigend bis an den Fluß, bis zu einer Brücke. Dort blieb Sahra-Li stehen. „nun fängt mein eigenes Leben an.“, sprach sie zu sich selbst. Dann gingen sie weiter.

Die Sonne war bereits untergegangen und der Mond Akkala-ru leuchtete hell über ihren Köpfen, als Amagenon stoppte. „wir machen nun Rast. Morgen müssen wir nun noch einen halben Tag weiter. Dann sind wir da.“ Sahra-Li nickte müde. Sie war noch nie so lange an einem Stück gelaufen. Aber sie hatte sich nicht beschwert. Nun merkte sie, wie die Müdigkeit sie fast zu übermannen drohte. Sie sah sich um. Sie befanden sich auf einer Lichtung, auf der der große Mond sein Licht scheinen ließ. Der Boden war mit Tannennadeln und Ästen bedeckt. Aber ganz in ihrer Nähe entdeckte sie einen Baum, dessen Äste kräftig und ganz für ihrem Vorhaben geeignet zu seien schienen. „leg dich schlafen Sahra-Li“. Sie schien erst irritiert, dass jemand von ihr verlangte schlafen zu gehen. Natürlich, dachte Amagenon. Sie war es nicht gewohnt dass jemand ihr sagte, was richtig war. Doch dann nickte sie und ging auf einen Baum zu. Sie sprang in die Luft und hielt sich an einen der unteren Äste fest. Dann hangelte sie sich weiter hinauf, bis sie sich knappe drei Meter über dem Boden befand. Dort auf dem Ast rollte sie sich zusammen. Amagenon blickte erstaunt zu ihr auf. Dann setzte er sich selbst auf den Boden und

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