Sahra-Li und die Wiedergeburt des Dämons das mädch
von
Freedom
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an?“. Sie war vollkommen verwirrt. Es war nun auch nicht schwer zu erkennen, was sie in Wirklichkeit dachte und fühlte. Sie war so durcheinander, dass sie es nicht mehr vermochte ihre Gefühle hinter einer regungslosen und kalten Maske zu verstecken, wie sie es sonst immer tat. Sie konnte ihn Lächeln sehen. „es ist gut, nicht alles von sich preis zu geben. Aber glaub mir. Du kannst mir vertrauen.“ Nun lachte sie. „ihnen vertrauen?“, fragte sie ungläubig. „sie haben mir mehrere Tage hinterher spioniert, tauchen jetzt plötzlich auf und meinen ich kann ihnen vertrauen!“ er nickte wieder nur. „genau das Meine ich.“ Sahra-Li konnte es einfach alles nicht mehr glauben. Was wurde hier mit ihr gespielt?
„dein Vater ist geistig verwirrt, seit deine Mutter gestorben ist. Habe ich recht?“ das Mädchen wich einen Schritt zurück. Sie zeigte Schwäche. Das wusste sie. Doch es war ihr gerade egal. Dieser Mann…er traf sie an der empfindlichsten Stelle. „was soll das? Was wollen sie von mir?“, fragte sie eingeschüchtert. „Sahra-Li. Bitte. Ich möchte dir helfen.“ „helfen?“, sie wich einen weiteren Schritt zurück. Etliche Leute wollten ihr schon helfen. Sie in ein Kinderheim stecken. Weg von ihrem Vater und ihrer Heimat bringen. Doch bisher hatte sie es immer geschafft zu entkommen. „bitte Sahra-Li. Ich möchte dir helfen deine Träume zu verwirklichen. Ich habe dir gesagt, ich habe dich beobachtet. Und ich habe deine Wünsche erkannt. Du wünschst dir akzeptiert zu werden. Dass, du von all den Leuten nicht mehr angesehen wirst und sie nicht mehr hinter deinem Rücken tuscheln. Du wünschst dir, dass dein Vater wieder normal denken kann und in dir das sieht, was du bist. Habe ich recht?“.
Die Körperhaltung des Mädchens sackte in sich zusammen. Sie starrte nun mit hängenden Schultern auf einem Punkt auf irgendwo auf dem Boden. Der längere Pony verdeckte ihre Augen. Als sie aufsah, lag in ihrem Blick all das, was sie in ihren ganzen Lebensjahre lang empfunden hatte. Trauer, Endtäuschung, Hoffnung auf etwas Besseres, tiefste Verzweiflung, aber auch die Entschlossenheit, dass es immer noch etwas Besseres gab und dass sie es schaffen würde. Genauso, wie die Liebe, die sie all die Jahre lang für ihren Vater empfunden hatte. „das stimmt. Ich habe nicht vor mein ganzes Leben lang hier fest zuhängen und nichts aus meinem Leben machen zu können. Ich möchte allen beweisen, was in mir steckt. Doch…“, in ihren tiefen grün-blauen Augen sammelten sich Tränen. „ich kann ihn nicht alleine lassen. Es wäre sein Todesurteil. Außerdem, wer möchte schon ein solches Mädchen aufnehmen, dass noch nie in ihrem Leben eine Schule betreten hatte?“ Sie sah immer noch auf den Boden. Amagenon Mentara ging auf sie zu und hielt sie an den Schultern. Sie sah auf. Sie weinte nicht. Das war ihm klar. Er würde sie wohl nie weinen sehen. Dafür war sie zu stolz. „Sahra-Li. Hör mir zu. Ich werde deinen Vater heilen, wenn du mich zu ihm lässt. Er wird schlafen. Und wenn er aufwacht, wird er gesund sein. Wird nicht mehr Rauchen müssen um seine Probleme auszublenden und wird ein normales Leben führen können.“ Sie sah in an. Ihre Augen wurden ganz groß. „ihr…ihr könnt ihn heilen?“, in ihrer Stimme schwang voller Hoffnung in die Höhe. Er musste lächeln, als er bemerkte, dass sie ihn mit “ihr“ ansprach. Und so Unrecht hat sie damit gar nicht, dachte er in Gedanken. „ja. Ich kann ihn heilen. Wenn du mich zu ihm lässt und mir vertraust.“ Plötzlich wich sie zurück und sah in misstrauisch an „wo ist der Haken? Ihr werdet mir wohl kaum einfach so helfen.“ Er lächelte ein wenig. „du hast Recht. Ich schlage dir ein Geschäft vor. Ich heile deinen Vater. und dafür kommst du mit mir mit.“ Sie wich noch einen Schritt zurück. Das Misstrauen in ihrem Gesicht wuchs mehr und mehr. „also gut. Ich höre auf mit diesem Spiel. Ich sehe, es wirkt bei dir nicht. Du hast mich nicht angegriffen, wie es so viele andere gemacht hätten und du beschimpfst mich nicht nach all diesen Dingen. Ich spiele mit offenen Karten. Nonkill-kah schickt mich. Von seiner Schule der Inneren Kraft komme ich. Wir bilden Kinder aus. Sie entwickeln ihren Tierkampfstil und in besonderen Fällen auch eine eigene Technik. Wir bilden sie aus zu echten Numas. Du bist dazu berechtigt mit mir mit zu kommen. Und ich werde dich in die Schule der Inneren Kraft bringen und du wirst eine Kämpferin werden. Eine Numa. Und dein Vater wird gesund. Er wird dich besuchen kommen, sobald er wach wird und seine Gedanken an sein normales Leben geordnet hat. Wenn du willst. Es liegt an dir.“ Sie hatte ihn die Zeit über zweifelnd angesehen. Dann fragte sie: „ich komme einfach nur mit euch mit und werde zu einer Numa ausgebildet. Und mein Vater wird wirklich richtig gesund.“ Der Mann nickte. Er merkte, dass das Mädchen ihm noch nicht traute. Aber mehr konnte er nicht sagen. „ich verspreche es dir, Sahra-Li.“
Sie trat auf die Tür der Hütte zu und öffnete sie. „er ist am Schlafen…“, sagte sie leise.
Er folgte ihr. Zögerte kurz und trat dann ein. Hier befand er sich nicht mehr in seiner Welt. Es war die Welt des Mädchens, das sich um ihren kranken Vater kümmerte. Voller Erinnerungen…er registrierte den Duft von Kamille und anderen Kräutern, die an der Decke hingen, ebenso, wie die restlichen Erinnerungen, die an die Mutter erinnerten.
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