Sahra-Li und die Wiedergeburt des Dämons der erste
von
Freedom
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Der erste Tag
Amagenon und Sahra-Li schritten gleichzeitig über die geschwungene Brücke. Die meiste Zeit waren sie schweigend gegangen. Doch nun konnte es das Mädchen kaum aushalten. Sie zeigte auf alle möglichen Dinge. Leuchtende Steine am Flussufer, ein trainierender Kämpfer in der Ferne, glitzernde Schmetterlinge, die ihren Weg kreuzten. Amagenon war erstaunt, wie wenig das Mädchen von der Welt bis her gesehen hatte. Sie hatte wirklich noch viel zu lernen. „nun Sahra-Li. Ich beginne mit der ersten und wichtigsten Regel.“ Er sah, wie schwer es ihr viel, den Blick von all diesen neuen Dingen abzuwenden und ihn anzusehen. „du wirst hier das richtige Kämpfen lernen. Wenn du reif genug bist, wirst du auch das töten lernen…“. Sie schluckte. Er erklärte weiter. „doch es ist Gesetz an dieser Schule, dass diese Kraft nie leichtfertig, gegen Freunde oder Schwächere eingesetzt wird. Merke dir dies gut.“ Sie nickte. „gut. Dann, die nächste Regel. Wenn du von diesem Grundstück hinunter willst, also über die Brücken, dann musst du dich bei deinem Meister abmelden. Es ist oft genug passiert, dass sich ein Schüler überschätz hatte und auf eigene Faust die Welt erkunden wollte. Zum Glück konnten wir ihn noch vor dem Zerfleischen retten…“ „und…“, sie sah zu ihm auf. Sie ahnte bereits die Antwort, fragte aber trotzdem. „und wer ist mein Meister?“ er lächelte. „ich bin es.“ Sie nickte wieder. „muss ich euch denn Meister nennen?“ „manche tun es. Du musst es aber nicht. So wie du mich ansprichst tun es nur wenige. Es ist aber in Ordnung.“ Jetzt lächelte auch sie. „gut. Dann will ich euch weiter so ansprechen Amagenon Mentara.“ Er lachte.
Sie gingen weiter. Nun erblickte man auch immer mehr Kinder. Viele übten in einer Gruppe, oder alleine Techniken oder Angriffe. Manche saßen auch auf der grünen Wiese und unterhielten sich. Er merkte, wie sie merklich nervöser wurde, jedoch versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, wie die Menge der Kinder sie beunruhigte. Er ging schweigend weiter. Er achtete ihren Stolz. Er würde sie nicht behandeln, wie ein kleines Kind.
Dann sahen sie die Schule der Inneren Kraft. Ein großes Tor war geöffnet. Sie schritt mit großen Augen hindurch. Nun befanden sie sich in einen großen Hof. Blühende Kirschbäume ließen ihre Wurzeln wuchern. Ein Brunnen mit Trinkwasser stand in der Mitte. Auch hier sah man überall Kinder und Erwachsene. Er wies auf eine Tür zu ihrer Linken. „du kannst erst einmal etwas essen, während ich dem Meister melde, dass du angekommen bist.“ Ihr schien der Gedanke nicht zu gefallen, dass er sie hier in der Menge zwischen den Fremden alleine ließ. Darum sagte er, als sie durch die Tür in einen großen Raum kamen, in dem Tische und Stühle standen: „ich werde dir etwas zu Essen bringen. Setz dich schon einmal. Ich komme gleich wieder.“ Ihr Blick glitt zögernd über die Menge der Kinder, die an verschiedenen Tischen in Gruppen saßen, aßen, lachten und scherzten. Keiner saß alleine. Doch davon ließ sie sich nicht einschüchtern. Sie schritt auf einen Tisch zu, an dem keiner saß und setzte sich mit dem Rücken zur Wand. Sie musterte die Kinder. Die meisten waren etwa in ihrem Alter. Fünfzehn, sechzehn Sommer hatten sie wohl erlebt. Doch auch ältere und um einiges jüngere Kinder waren da. Auch musterte sie vorsichtig die Mädchen. Sie trugen Kleider, kombiniert in Farbenfrohen Stoffwechseln. Auch Hosen und Hemden trugen viele. Die Haare trugen sie offen, oder in verschiedene Zöpfen gebunden. Sie fiel auf durch ihren Arbeiterinnendutt, doch sie fiel auch so schon auf. Sie trug schmutzige Klamotten und man musste sich nicht mit den Verhalten der Menschen auskennen, um zu merken, dass sie neu und fremd war. „hier.“, Sahra-Li schreckte auf. Sie hatte nicht bemerkt, dass Amagenon wieder neben ihr stand. Er hatte ein Tablett vor sie gestellt. Sie dankte ihm leise und musterte das Essen. Es war gesund. Keine Frage. Er setzte sich nach kurzem Warten ihr gegenüber. „ess“, forderte er sie auf. „die Tage hier werden ansträngend werden. Du musst essen, wenn du bei Kräften bleiben willst.“ Sie blickte immer noch prüfend auf ihren Teller. „stimmt was nicht? Sahra-Li?“ sie sah auf. „für wie viele Tage muss ich es mir einteilen?“ erstaunt blickte er sie an. „einteilen? Für gar keine. Du kannst alles jetzt essen. Und morgen früh gibt es auch Essen. Mittags gibt es auch etwas, und Abend wird genau so gegessen.“ Sie blickte erst wieder ihn an und dann ihren Teller „so viel? An einem Tag?“ verwundert sah sie sich um. „wieso muss ich dann nichts dafür zahlen. Müssen alle nichts zahlen?“ er schüttelte den Kopf. „nein.“, meinte er. „Meister Nonkill-kah stellt es euch allen frei zur Verfügung. Er erwartet nur als Gegenleistung, dass ihr für das Gute kämpft und eure Träume verwirklicht.“ Sie sah sich noch einmal bewundernd um. „wow…“, flüsterte sie. Dann fing sie an langsam etwas zu essen. „ess langsam und nicht zu viel, wenn es dein Magen nicht gewöhnt ist.“ Er stand auf. „ich komme nachher wieder.“ Sie nickte und dankte ihn ein weiteres Mal. Sie beobachtete ihn, als er den Raum verließ. Nur, damit wir unsere Träume verwirklichen können, dachte sie. Was für ein gütiger Mann…
Dann aß sie langsam weiter. Jeden Bissen genießend. So viel hatte sie noch nie an einen Tag gegessen.
Die Anderen beobachteten das fremde Mädchen neugierig, misstrauisch und freudig. Sie standen in Gruppen zusammen und tuschelten. „was meinst du? Welchen Tierstil hat sie wohl?“, fragte einer der Älteren seinen Freund an seiner Seite. Dieser Blickte abermals zu dem fremden Mädchen herüber. „ich weiß nicht. Sie scheint ziemlich schüchtern. Was soll eigentlich dieser Dutt? Vielleicht so etwas wie Otter oder ein Vogel…“ da mischte sich eine Gruppe von Mädchen ein, die ihr Gespräch belauscht hatten. „der Dutt ist eine alte Arbeiterinnenfrisur.“, erklärte ein schlau aussehendes Mädchen. „ich glaube eher, sie hat etwas völlig anderes als Tierform.“, meinte ein Anderes. „ich tippe auf etwas kleines, schnelles. Wie zum Beispiel eine Wüstenmaus. Die Viecher können ziemlich gemein sein.“ Der Junge, der zuerst gesprochen hatte zuckte mit der Schulter. „gut möglich. Ich vermute aber eher auf etwas größeres, wie ein Bär, oder so etwas.“
Auch in den anderen Gruppen wurde diskutiert. Über dieses und jenes. „wie glaubst du ist sie so drauf?“ „keine Ahnung. Sie ist vielleicht etwas zurück haltend. Meinst du nicht auch?“ „ja“, lachte einer „aber wenn du sie erst einmal kennen gelernt hast, macht sie dich platt.“
„was ist denn mit der los?“ „sie scheint neu zu sein.“
„irgendwie scheint sie verstört, meinst du nicht auch?“
Sahra-Li wusste, dass man über sie sprach. Sie aß schweigend weiter und lies die Leute reden. Sie hatte wieder einmal, wie so oft, ihre Maske aufgesetzt. Starr schaute sie auf ihren Teller, oder sah ab und zu auf.
Dann kam Amagenon Mentara wieder an ihren Tisch. „also Sahra-Li. Gut, du hast ja alles gegessen. Wenn du mir jetzt bitte folgst?“ sie erhob sich und folgte ihn durch eine der
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Kommentare
elfentaenzerin@gmx.de schrieb am 2007-10-20 23:15:19:
Hallo Freedom !
Du hast dir wirklich viel Mühe mit deiner Geschichte gegeben. Ich hoffe es gehtmit Sahra-Li bald weiter. Liebe Grüße
Elfentaenzerin
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