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Kategorien > Fantasy > Soll mal ein Buch werden

Sally (3. Kapitel)

von *soulmate*

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Polizist seiner Gefangenen ins Gesicht. Mit tränennassen Augen und angstvollem Gesichtsausdruck schaute sie zurück.
Langsam und zögerlich lockerte er seinen Griff und ließ sie dann los.
Sally konnte sich nicht auf den Beinen halten, da ihre Knie immer noch zitterten, und sackte wieder auf den Boden.
Ihr Schluchzen wurde leiser.
„Hat sie deinen Kopf verbunden?“, fragte Leon dann mit ruhiger Stimme und steckte seine Pistole in den Halfter, der an seinem Gürtel hing.
Der Wärter nickte, soweit das möglich war.
Der Polizist schien immer noch verwirrt zu sein und zu überlegen, was jetzt zu tun war. Nach ein paar Augenblicken näherte sich dann seinem Kollegen, ging neben Sally in die Hocke und griff dem Wärter unter die Arme, um ihm aufzuhelfen.
„Komm, wir bringen dich erst mal zum Krankenwagen. Es hat mehrere Verletzte gegeben, darum steht schon einer draußen.“, erklärte er und stützte den Verletz-ten, „glaubst du, du schaffst es bis zum Ausgang?“
„Ja, ich denke schon.“, antwortete der Wärter und griff mit einer Hand an seine Stirn.
Mit vorsichtigen Schritten bewegten sie sich auf die Tür zu.
„Und du bleibst hier!“, sprach Leon noch mit fester Stimme, drehte sich dabei um und sah Sally streng in die Augen.
Hastig nickte sie.
„Gut, dann lass uns gehen.“ Langsam führte der Polizist den Verletzten durch die Tür.
Sally grauste es davor, allein zurückzubleiben.
Wer garantierte ihr, dass nicht noch jemand kam und sie mit einer Waffe bedrohte?
Hier war sie völlig ungeschützt.
Und was, wenn ihr wieder die Stimme versagen würde?
Sie sehnte sich so sehr nach einem Ort, an dem sie sich sicher fühlen konnte.
Da kam ihr ein Gedanke.
„Ähm...darf ich vielleicht...“, rief sie dem Polizist hinterher.
„Darfst du was?“ Leon drehte sich noch einmal misstrauisch zu ihr um.
„Darf ich zurück in meine Zelle gehen?“, fragte sie mit piepsiger Stimme.
Sally konnte sehen, dass der Wärter ein wenig schmunzelte.
Er musste wohl denken, dass sie eine brave Gefangene spielen wollte.
„Du willst....?“ Der Polizist schien immer verwirrter zu werden, „ähm...ja...natürlich...komm mit uns mit, ich zeig dir dann die Abzweigung.“
Eilig stand Sally auf und ging mit ein bisschen Abstand hinter dem Duo her.
„Sei nicht so misstrauisch, sie ist ein ehrliches Mädchen.“, hörte sie ein wenig später den Wärter flüstern.
„Klar, erzähl das doch dem Typen, den sie umgebracht hat.“, gab Leon barsch zurück und starrte dann stur nach vorne auf den Weg.
Sally kamen die Korridore überhaupt nicht bekannt vor, durch die sie gingen - sie war wohl vorhin zu aufgeregt gewesen, um irgendetwas wahrzunehmen - doch schließlich erkannte sie die Biegung, die zu ihrer Zelle führte.
„Da lang.“, kam dann auch schon Leons Befehl.
Sally nickte wieder und huschte dann schnell in den Gang und hinter die Biegung, wo die Beiden sie nicht mehr sehen konnten.
„Weißt du was?“, konnte sie den Wärter noch sagen hören.
Neugierig blieb sie stehen und stellte sich an die Wand, um noch ein wenig lauschen zu können.
„Was denn?“, fragte Leon mit offensichtlichem Desinteresse in der Stimme.
„Ich glaub nicht, dass sie es war.“, erklärte der Verletzte.
Sallys Herz machte einen Sprung.
Wie nett er doch war, ihr Wärter.
„Ach Matt, du bist vielleicht naiv.“ Leon schien seine Meinung wohl nicht zu teilen.
Dann entfernten sich die Schritte und Sally konnte die beiden nicht mehr hören.
„Matt“, murmelte sie und ein Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus, „er heißt Matt.“

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Kommentare

Mary schrieb am 2010-02-12 14:32:54:
BItte weiter >-< Ich liebe es!
Bis auf ein paar Rechtschreibfehler, total gut!
Ich freu mich auf den nächsten Teil!

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