Sally (6. Kapitel)
von
*soulmate*
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eine Gefangene küssen und sich zu ihr in die Zelle stehlen, wenn man eigentlich noch im Krankenhaus bleiben sollte. Wenn das jemand mitbekam, würde Matt bestimmt seinen Job verlieren.
Sie machte ein paar Schritte rückwärts, weg von ihm.
„Vielleicht solltest du lieber wieder gehen.“, murmelte sie und sah zu Boden.
Matt sagte nichts mehr.
Es war wieder still in der dunklen Zelle.
Nach einer Weile, in der beide über die verwirrende Situation nachgedacht hatten, fand Matt seine Stimme schließlich wieder.
Ganz leise stellte er seine Frage:
„Willst du, dass ich gehe?“
Nun konnte auch Sally die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Nein, wollte sie rufen, nein, bleib! Geh nicht weg! Ich brauche dich! Doch aus ihrem Mund kam kein Ton.
Sie wollte ihm auf keinen Fall schaden.
Sie hatte schon genug angerichtet. Das reichte für ein ganzes Leben.
Matt räusperte sich.
„Nun gut, dann...wünsche ich dir...viel Glück bei dieser Familie. Sie soll sehr nett sein. Man hat schon öfter Jugendliche in diese Gegend zu verschiedenen Familien geschickt. Also...du wirst das schon schaffen.“
Mit diesen Worten drehte er sich um, schlüpfte wieder durch den Spalt hinaus, verschloss die Tür sorgfältig und ging mit festen Schritten in der Dunkelheit davon ohne sich noch ein weiteres Mal umzudrehen.
Sally stand wie erstarrt immer noch auf dem selben Fleck.
Sie wollte nicht glauben, was gerade passiert war.
Er war ihr so nah gewesen, und dann....
Er war hier hergekommen, nur wegen ihr. Er wollte sie sehen, sie fühlen, sie...küssen.
Warum hatte sie nicht verhindert, dass er ging?
Wieso hatte sie nichts gesagt?
All ihre guten Gründe schienen sich nun in Luft aufgelöst zu haben.
Was blieb, war nur Verzweiflung.
Die Tränen flossen immer weiter und ihre Knie begannen zu zittern.
Jetzt war er weg, endgültig.
Schließlich fiel Sally auf die Knie und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen.
Sie weinte und weinte und konnte sich gar nicht mehr beruhigen.
Ihr Herz schmerzte in ihrer Brust.
Wieso hatte sie nichts gesagt?
Wieso?
Sie schluchzte und ihr ganzer Körper bebte. Dann legte sie eine Hand auf die Stelle, unter der ihr Herz pochte, und fühlte die gleichmäßigen, festen Schläge.
Es war eindeutig, es wollte ihr etwas sagen.
Sally versuchte, ihre zitternden Lippen zu beruhigen, um auszusprechen, was sie dachte zu fühlen, denn nur dann würde sie merken, ob es wahr oder nur ein Irrtum war.
„Ich liebe dich.“, flüsterte sie ganz leise, so dass auch jemand, der genau neben ihr auf dem Boden gesessen wäre, sie nicht hören hätte können.
Es waren diese drei kleinen Worte vor denen sie sich so gefürchtet hatte, und jetzt spürte sie, dass sie wahr waren.
Ihr Herz sagte es ihr.
Sie hätte es ihm sagen können.
Vielleicht wäre er geblieben.
Doch nun war es zu spät.
Er war weg, und Sally war, mit ihrer Gewissheit, ihn aufrichtig zu lieben, allein zurückgeblieben.
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Kommentare
!! schrieb am 2010-11-28 03:05:10:
Du hast so gut angefangen.Aber dann dieses Kapitel -.-
zuviel Romantik und zu unglaubwürdig!!
Mary schrieb am 2010-03-11 21:10:06:
Och, das ist so süß! BIn voll gespannt was sie angestellt hat! Bitte schnell weiter! ;)
Moon Dancer schrieb am 2010-03-11 14:39:40:
ich finde die story so schön!! schnell weiter schreiben=)
lg
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