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Kategorien > Fantasy > Soll mal ein Buch werden

Sally (9. Kapitel)

von *soulmate*

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9. DIE ARBEIT RUFT


Der Hahn krähte.
Wie typisch, schließlich waren sie hier auf dem Land.
Sally öffnete langsam die Augen und lächelte zufrieden. Der Hahn war schon auszuhalten, wenn das bedeutete, dass sie in diesem wunderbaren Bett schlafen durfte. Sie drehte sich um, so dass sie zum Fenster sehen konnte. Die Sonne war gerade dabei, aufzugehen.
Es würde ein herrlicher Tag werden.
Sie wusste zwar nicht, wie spät es war, doch der Sonne nach zu urteilen, musste es noch sehr früher Morgen sein. Die anderen schliefen bestimmt alle noch.
Genüsslich streckte sie sich und legte sich dann auf den Rücken, die Arme hinter dem Kopf gekreuzt.
Neuer Tag, neues Glück, sagte sie sich und ließ dann den letzten Abend noch einmal Revue passieren.
Nach dem Essen hatte sich die Familie zerstreut. Vater Paul hatte sich dem Flachbildfernseher gewidmet, Tony war lesen gegangen, Katy hatte einen Anruf von einer ihrer Freundinnen bekommen und Mutter Megan hatte sich mit dem kleinen Henry beschäftigt.
Sally liebte zwar kleine Kinder, doch sie brauchte immer erst eine Weile um sich mit ihnen vertraut zu machen. Im Moment wusste sie noch nicht, wie sie mit dem Jüngsten der Familie umgehen sollte. Darum hatte sie auch die Einladung von Mrs. Green, doch auch mit dem Kleinen zu spielen, dankend abgelenkt. Soweit war sie noch nicht.
Außerdem hätte das nur wieder alte Erinnerungen hervorgerufen. Es war ja noch gar nicht so lange her, da war Anni auch noch so klein gewesen.
Daher hatte Sally sich in ihr Zimmer zurückgezogen und wirklich ein Buch aus dem Bücherregal gelesen. Nicht gerade Shakespeare, aber eines, dessen Titel halbwegs spannend klang.
Spät abends hatte Katy ihr dann noch einen Pyjama vorbeigebracht, damit sie andere Klamotten zum Schlafen hätte. Sie war ein wirklich aufmerksames Mädchen.
Das Einschlafen war ihr letztendlich schwergefallen, doch nach eineinhalb Stunden hin und her wälzen, war es ihr schließlich doch noch geglückt.
Jetzt fühlte sie sich ausgeruht und fit für den vor ihr liegenden Tag.
Mal sehen, was sie heute so erwartete.
Freudig sprang sie aus dem Bett und lief erst einmal zum Fenster hinüber.
Die Sonne lachte ihr ins Gesicht und die Aussicht über die Felder war einfach atemberaubend. Wie alles sprießte und wuchs....das Wunder der Natur.
Sally seufzte und verharrte einen Augenblick vor der Glasscheibe.
Dass sich alles so für sie zum Guten wenden würde, hätte sie niemals auch nur zu träumen gewagt.
Doch nun stand sie hier, im Hause dieser liebenswürdigen Familie, und war fast wieder frei.
Fast....das, was sie am Meisten wollte, konnte sie nicht haben. Anni konnte nicht bei ihr sein. Aber egal was es kosten würde, sie würde Anni so schnell wie möglich wieder zu sich holen und dann niemals wieder loslassen.
Sie gehörten zusammen, das stand fest.
Plötzlich klopfte es an der Tür.
Sally fuhr vor Schreck zusammen, fing sich jedoch sofort wieder und rief: „Ja, bitte?“
„Hast du den Hahn nicht gehört?“, kam die Antwort mit Katys Stimme von draußen.
„Äh, doch, wieso?“ Sally war leicht verwirrt.
„Ja es ist sechs Uhr, Zeit zum Aufstehen.“, trällerte Katy weiter.
Sally riss die Augen auf: „Sechs Uhr?“
„Ja, jetzt komm schon, die Anderen sind schon alle mit dem Frühstück fertig und auf dem Weg nach draußen.“
Sally schluckte.
Nach draußen....wieso nach draußen?
Was war denn draußen?
Da sie noch am Fenster stand, warf sie einen schnellen Blick nach unten. Gerade kamen Antonia und Megan in blauen Latzhosen aus der Tür und machten sich geradewegs auf den Weg zum Stall.
Oh Gott, der Stall.
Tiere, Bestien, Scheusale!
Würde sie den heutigen Tag überhaupt überleben?
„Katy?“, rief sie, ohne den Blick vom Stall zu nehmen, „was machen wir heute?“
„Komm endlich raus, dann erklär ich dir alles in Ruhe, ansonsten komm ich rein.“ Catherine wurde ungeduldig.
Sally schluckte abermals und schlürfte dann langsam Richtung Tür. Ihre Füße fühlten sich an, als wären sie aus Blei. Keinesfalls wollten sie Sally aus diesem Zimmer tragen, geschweige denn auf den Hof.
Mühevoll legte sie die Hand auf die Türklinke und öffnete schließlich.
Auch Katy war in Latzhosen. Sogar darin sah sie noch sexy aus. Mit verschränkten Armen sah sie Sally in die Augen.
„Niemand hat mir gesagt, wann ich aufstehen soll.“, rechtfertigte sich Sally und hielt Katys Blick stand.
Ein paar Sekunden sahen sich die beiden Mädchen schweigend an. Dann ließ Katy die Arme sinken und ein Lächeln umspielte ihre Lippen.
„Stimmt ja, tut mir Leid. Woher solltest du das auch wissen?“ Mit diesen Worten packte sie Sally am Arm und zog sie hinter sich nach unten ins Esszimmer.
„Wir fangen heute mit etwas Leichtem an. Wir verpflegen die Pferde.“, begann sie zu erklären, als sie angekommen waren.
Dann ging sie durch die Tür am Ende des Zimmers und tauchte ein wenig später mit zwei Tellern in der Hand wieder auf.
Sally rutschte das Herz in die Hose.
„Pf....Pf....Pferde?“, stotterte sie und bekam dabei weiche Knie.
„Ja, unsere Süßen. Wir haben leider nur drei, doch sie sind alle wunderschön und brav. Sie tun niemandem etwas. Wir haben sogar manchmal Urlauber hier, die auf ihnen reiten.“ Katy stellte die Teller auf den Tisch und kontrollierte dann, ob der Rest der Familie die Auswahl an Frühstück noch stehen gelassen hatte. Zufrieden nickte sie schließlich und setzte sich auf den selben Platz wie am Abend zuvor.
„Gleich drei davon?“ Sallys Stimme überschlug sich fast.
Wäre eins denn nicht genug gewesen?
„Ja, zwei Quater Horses und einen Lipizzaner.“ Katy griff nach der Erdnussbutter und öffnete sie mit einem gekonnten Handgriff.
Sallys Panik wich ein wenig einem Anflug von Verwirrung.
„Wie?“, fragte sie dann und runzelte die Stirn, „keine normalen Pferde?“
Katy tauchte gerade ihr Messer in das Glas, als sie innehielt und Sally mit ernstem Blick musterte.
Auch Sally sah Katy erwartungsvoll an.
Auf einmal prustete Katy los, so dass ihr beinahe das Erdnussbutterglas aus der Hand gefallen wäre. Sie lachte so laut und ausgelassen, als hätte sie soeben den Witz des Jahrhunderts gehört. Ihr kamen sogar die Tränen und ihre Hände begannen zu zittern, weshalb sie das Glas schließlich auch abstellte. Sie lachte und lachte und legte sich schließlich vor Lachen die Hände auf den Bauch. Beinahe wäre sie vom Stuhl gekippt.
Angesteckt von Katys Lachen, prustete dann auch Sally los, obwohl sie nicht so Recht wusste, warum, doch das Gefühl, so ausgelassen und sorglos zu lachen, als gäbe es nichts anderes mehr auf der Welt, war einfach herrlich.
Das Lachen der beiden Mädchen dauerte ein paar volle Minuten, bis sich Katy schließlich die Tränen aus den Augen wischte und schön langsam wieder zu sich kam.
„`Keine normalen Pferde?` fragt sie.“ Sie hatte immer noch Mühe, nicht von Neuem loszukichern.
Auch Sally fing sich wieder einigermaßen: „Ja, frage ich, was ist daran so witzig?“
„Das sind zwei der weitverbreitetsten Pferderassen der Welt und du fragst, ob das keine normalen Pferde sind.“ Katy grinste immer

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Kommentare

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Mary schrieb am 2010-04-05 19:26:21:
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