Salz in den Augen
von
Sharks
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Der bittere Beigeschmack im Munde lässt sie ihren Traum der kurzen Nacht schnell vergessen. Er verdirbt die Morgenstunde und auch den restlichen Tag. Widerwillens begibt sie sich in den Raum der Zeitlosigkeit. Gefangen wird sie in den Verlies ohne einen einzigen Lichteinfall. Es fällt schwer mit den Augen das wahre zu erkennen. In der Ahnungslosigkeit schreitet sie hinfort. Mit zitternden Gliedmassen versucht sie die Hülle ihrer Selbst fortzubewegen. Die Masse in der Bewegung lässt sich schwer kontrollieren. Unaufhaltsam geht sie ihren Weg und bahnt sich ihren Pfad in die Tiefe. Ängstlich und verwirrt versucht sie ihren Körper am Seil hinauf zu ziehen, doch es fehlt einfach das Gegengewicht. Ein noch tieferer Sturz ereignet sich. Reglos, scheinbar tot liegt sie da! Der Wind verweht ihre Spuren doch sie weiß, dass sie den Weg gegangen ist. Mutlos liegen wir da und beobachten sie. Die Zeit zieht nicht an ihr vorbei. Sie hält inne und vermag keinen Schmerz zu lindern. Es sind die Stiche der Bienen, die ihr die Gewissheit rauben. Das taube Gefühl was sie trostlos erscheinen lässt und das Salz in ihren Augen, was ihr das verborgene unersichtlich erscheinen lässt. Unerahnte Kräfte fast sie ihren letzten Willen ein jedes Mal zusammen um den Weg hinauf zu gelangen. Die entgegen gestreckte Hand fehlt. Noch nicht ein mal ein laues Lüftchen hört sie das Lied der Hoffnung singen. Die Kräfte schwinden doch nicht die Zeit der Ahnungslosigkeit. Unaufhörliches Hämmern, Stechen und Hitze machen ihr zusätzlich zu schaffen. Schleppend bewegt sich den Abgrund entlang und sucht den Weg zu dir. Fragend geht sie den unerahnten Weg in die womöglich falsche Richtung. Der Wind der Vergängnis weht von Norden und in ihr Gesicht. Obwohl sie an ihre Grenzen gelangt, bittet sie ihm ihre Stirn mit vollem Bewusstsein. Nicht ohne einen Kampf geht sie von dannen. Die Kraft, woher nimmt sie die bloß, obwohl alles schmerzt und unmöglich erscheint. Die Erinnerung an die Sonne wärmen ihre erschlafften Muskeln und brennen dein Bild auf ihre Haut. In jeder Sekunde denkt sie an deinen Anblick. Durch ihre Vorstellungsvermögen hört sie deine Stimme. Doch der Wind verweht deinen Geruch aus ihrer Nase.
Der Abend bricht herein. Blind bewegt sie sich fort. Der Puls in irren Adern erstarrt in den Moment als sie den Halt und den Boden verliert. An einem dünnen Ast hängt ihre Hoffnung. Der Kampf des Überlebens lässt ihren Körper erglühen und ihren Atem verstummen, um die letzten Reservern aus dem inneren zu ziehen. Auf einmal spürt sie eine Veränderung, der Himmel öffnet sich und die Sonne scheint wieder auf sie ein. Sie gibt ihr Kraft und trocknet ihre Augen. In dem Moment scheint es so als würde sie neue Energien aufnehmen können. Doch es sind nicht die gleichen Strahlen, wie zu vor und alles weil sie wieder einmal den Mond ansah.
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Kommentare
sina franke schrieb am 2007-10-14 20:03:42:
sehr ergreifend. wunderschoen. irgendwie fabelhaft und doch ziemlich verwirrend. ein sehr schoenes stueck. ich werd emehr von dir lesen. ganz klasse
liebe gruesse
sina
ps. paar fehler sind dir in den text geschlichen, ist aber weiter nicht tragisch
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