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Sam & Sam - Kapitel 1

von Cukoo

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Kapitel 1 - Mein Leben
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+Vor einem Jahr+
In einer ruhigen Nacht saß ich gelangweilt in meinem Zimmer, las eine Jugendzeitschrift und hörte Musik. Dazu grummelte mein Bauch, ich war totmüde und alles tat mir weh!
Wir hatten an diesem Tag in der Schule drei Stunden Sport und die Lehrer hetzten uns gnadenlos. Eigentlich wollte ich schlafen, doch diese schrecklichen Schmerzen ließen mich nicht in Ruhe. So blieb ich einfach wach und versuchte mich von dieser Mühsal abzulenken. Leider gelang mir das nicht so ganz, doch zu meinem Glück ließ die Rettung nicht lange auf sich warten.
Es klopfte zaghaft an der Tür und mein Bruder lugte durch den schmal geöffneten Türspalt.
„Darf ich reinkommen?“ Ich nickte. „Wie geht es dir?“, fragte er vorsichtig, als hätte er gewusst, wie ich mich fühlte.
„Nicht gut. Ich kann nicht schlafen. Die Schmerzen sind zu stark.“, jammerte ich. Das war jedoch ein Fehler – ich hatte wohl vergessen wie empfindlich und sensibel Sam war, wenn es um mich ging.
„Schmerzen? Wo? Soll ich“, „Nein!“, wandt ich ein. „Du musst keinen Notarzt rufen, Samy. Es sind nur Bauchschmerzen. Und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass sie vom Sport heut kommen.“
„Oh! Vom Sport - na gut.“ Ich sah deutlich die Sorge in seinen Augen. Obwohl ich abgestritten hatte, dass es etwas Ernstes war, hatte Sam wohl die Befürchtung, ich könnte morgen nicht mehr aufwachen. „Soll ich dir eine Wärmflasche holen? Oder ein heißes Bad einlassen?“ Ein heißes Bad wäre gar nicht mal so übel.
„Das würdest du tun?“, fragte ich.
„Natürlich!“ Er sprang sofort auf und lief aus dem Zimmer. Kurz darauf hörte ich das Wasser rauschen.
Sam machte sich ständig Sorgen um mich. In letzter Zeit war es besonders stark und ich wusste nicht warum. Es gab keinen Vorfall, keinen Auslöser – soweit ich das mitbekommen hatte – der ihn dazu veranlasst hätte, so um mich zu bangen. Ich ging ins Bad zog mich aus und stieg in die Wanne. Nebenbei hörte ich, wie Sam in der Küche mit Geschirr klapperte.
Nach einer Weile kam er mit einer Tasse Tee, wobei er sich etwas seltsam verhielt. Er wirkte gehemmt, obwohl er sonst viel und gern redete und ein lockerer Typ war. Er sah mich nicht einmal an und stand etwas unbeholfen in dem grellen, kleinen Badezimmer. Ich bedankte mich für den Tee und betrachtete genau. Ich suchte Hinweise in seinem Gesicht, in seinen Augen. Seine seidigen Wangen – ich liebte sein Gesicht – ertranken nach kurzer Zeit fast in seiner Röte. Ich nippte vorsichtig an meinem Tee, ohne von Sam wegzuschauen. Ich fragte mich, warum er nicht raus ging, wenn ihm so unbehaglich war. Vielleicht sollte ich einfach die Stille brechen, dachte ich mir.
„Ich hatte dich noch gar nicht gefragt wie die Deutsch-Klausur heute lief.“
Er fasste sich mit seiner rechten Hand an seinem linken, schlaff herunterhängenden Arm und murmelte irgendwas von „Gut... Vielleicht eine 2... hatte viel gelernt...“.
„Du hast also ein gutes Gefühl?“, hakte ich nach.
„ Ja, also. Ja, ganz gut.“ Ich runzelte die Stirn. Immer mehr hegte ich das Bedürfnis ihn zu fragen, warum er hier überhaupt noch stand. Ich konnte sein Verhalten keineswegs deuten.
Als ich meinen Tee ausgetrunken hatte und aus der Wanne steigen wollte, eilte Sam mit einem knappen „Okay!“ aus dem Bad.
So gingen wir wohl beide an diesem Abend mit einem seltsamen Gefühl ins Bett. Nur wusste ich nicht, was los war.

Am nächsten Tag war er schon ein wenig lockerer.
Wir gingen am frühen Nachmittag zur Bandprobe. Sam's Band hieß „Alrun“ und war schon sehr erfolgreich. Die Mischung aus Rock und Pop und ihre bewegten realen Songs machten die vier richtig beliebt ins unserer Gegend.
Auf dem Weg plauderten wir über belanglose Dinge und jetzt - auch etwas ausführlicher - über die Deutsch-Klausur. Nach der Aktion im Bad am gestrigen Abend gedenke ich erst gar nicht zu fragen. Wahrscheinlich würde das die gelassene Stimmung zerstören.

Wir traten durch die große metallische Eingangstür einer stillgelegten Schokoladenfabrik und gingen zügig durch die riesige leere Halle zu einer etwas tiefer gesetzten kleinen Tür, die zum Keller führte – der Proberaum.
Die Jungs hatten ihn hübsch und gemütlich hergerichtet. Ein warmer Orangeton mit verschnörkelten Mustern zierte die Wände mit ein paar Bildern vergangener Auftritte der Band. Der Boden war mit einem weinroten Teppich ausgelegt. Allerdings wurden dort leider schon sämtliche Flüssigkeiten verschüttet. Somit sah der Teppich nicht mehr ganz so ansehnlich aus. Rechts neben der Tür stand ein schwarzes weiches Sofa, das jedes mal sehr einladend aussah – darauf bin ich schön öfters mal weggetreten, was die Jungs nicht gerade erfreute, wenn sie mir etwas neues vorspielen wollten. Ein paar Meter vor dem Sofa war ein kleiner Podest, worauf Schlagzeug, Gitarren- und Mikrofonständer platziert waren - es war eine kleine Bühne die für das richtige Feeling sorgen sollte. Rechts neben Sofa und Bühne befand sich dann das WC, worin sie auch den kleinen Campingtisch verstauten, den sie vor das Sofa stellten, wenn sie wieder etwas feiern wollten. Links des Raumes stand ein kleiner blauer Schrank, indem wohl jede Menge kleine unwichtige Dinge seinen Platz fanden. Weiter daneben stand der geliebte Kühlschrank, der viel Süßigkeiten und Alkohol enthielt. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie man betrunken proben konnte. Fast jeden Samstag tranken und probten sie.
Die Band stellte mir an diesem Tag einen neuen Song vor. Ich hielt dann jedesmal als Publikum her - ich bin die erste, die jeden neuen Song hört.
Heute wollten sie einen Song spielen, der von Sam geschrieben wurde.
Ich hatte ihn oft dabei beobachtet, wie verzweifelt er über einen Haufen von Papier hing und irgendwelche Zeilen hinkritzelte. Und ich sah ihm wirklich gern dabei zu. Trotz seiner Ungeduld beim Schreiben, hatte er immernoch ein zielstrebiges Glitzern in seinen blauen Augen, was mir sehr gefiel. Oft bemerkte er mich nicht, wenn ich in seiner Tür stand – in diesen Momenten machte ich mich selbst bemerkbar und versuchte jedesmal über seine Schulter zu schauen, um zu sehen, was er da schrieb. Nur das spürte er und ließ seine Unterlagen schnellstens verschwinden.
Welche Momente ich aber am meisten genoss, waren die, in denen er sang. Seine Stimme war einzigartig, samtig und liebevoll. Er steckte viel Gefühl in die Musik. Er lebte die Musik. Und ich liebte ihn dafür, weil er einfach so voller Leben war. Jeder Tag mit ihm war das Kostbarste, was mir mein Leben schenken konnte. Ohne ihn war es einfach... kein Leben! Er war alles was ich brauchte. Ich glaubte manchmal sogar, nichts mehr essen und trinken zu müssen, wenn er bei mir war. Natürlich würde mein Körper rebellieren. Aber ich denke, mein Herz und meine Gefühle wären so viel stärker gewesen. Nur war das eben ein total hirnrissiger Gedanke. Aber genau so fühlte ich.
Jedoch fragte ich mich immer wieder, ob Sam auch so fühlte. Ich spürte

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Kommentare

Diana schrieb am 2009-10-12 16:25:59:
Sau cool du solltest auf jedenfall weiterschreiben,dass kannst du sau gut
und die geschichte ist auch cool ich freu mich schon auf die Fortsetzung!
sarah schrieb am 2009-09-22 21:36:41:
ich finds spannend wann kommt die fortsetzung?
Nella schrieb am 2009-09-01 10:01:50:
Du musst unbedingt weiter schreiben. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung :)

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