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Kategorien > Kinder Geschichten > sonstiges

Samantha und das Ende vom Regenbogen

von Frankie

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Samantha lebte mit ihren Eltern in einer Kleinstadt mit kleinen Häusern und ebenso kleinen Vorgärten. Ihre Welt spielte sich in dieser monotonen Umgebung ab, und sie träumte von einem Land in ihrer Fantasie, wo der Horizont endlos war und hohe, schneebedeckte Berge in den Himmel ragten. Dort schillerte ein Regenbogen in bunten Farben und sie fragte sich immer, was sich wohl am Ende des Regenbogens befand.
Nun Samantha war ein elf jähriges Mädchen, das sich gerne in ihre Traumwelt flüchtete um dem tristen Grau des Alltags zu entkommen. Sie malte oft Bilder diese Bilder aus ihrer Fantasie, und war eigentlich immer ein glückliches Kind gewesen. Ihre Eltern liebten Samantha über alles, und sie fühlte sich bei ihnen auch geborgen und verstanden.
Besonders ihren Vater hatte sie in ihr Herz geschlossen, weil sie mit jedem Problem zu ihm kommen konnte. Er half ihr bei den Hausaufgaben und verbrachte jede freie Minute mit ihr. Er behandelte sie wie einen kostbaren Schatz und sie spürte, dass sie geliebt wurde. Es war so, als wenn die Sonne für sie immer scheinen würde, wie in ihren schönsten Träumen.

Doch dann zogen dunkle Wolken auf und verdunkelten den Himmel. Eines Abends, als sie im Bett lag, hörte sie wie sich ihre Eltern anschrieen, und lauthals stritten. Sie hielt sich die Ohren zu und es ängstigte sie. Schließlich lief sie zu ihnen und sagte verstört.
„Papi, Mami, warum schreit ihr euch denn so an?“ Samantha war den Tränen nahe und ihre Mutter versuchte sie zu beruhigen.
„Komm Sammy, geh wieder ins Bett. Wir haben nur etwas laut geredet, aber es ist jetzt gut.“ Ihre Mutter brachte sie dann wieder ins Bett, und versuchte ihr die Angst zu nehmen.
Für Samantha war aber nichts mehr in Ordnung und ihre kleine heile Welt, fiel plötzlich in sich zusammen. Sie weinte Tränen der Verzweiflung und hörte immer noch, wie sich ihre Eltern stritten.
„Bist du jetzt endlich zufrieden. Deine Tochter, die du mal als Tochter anerkannt hast, ist völlig aufgelöst und total verängstigt. Geh doch zu deiner Freundin. Wir halten dich nicht, aber denke immer dabei an Sammy. Die liebt und braucht dich…“
So klang es laut durch den Flur, bis eine Tür knallte und Samanthas Vater das Haus verlies.
Samanthas Mutter hörte ihre Tochter immer noch weinen und ging zu ihr. Sie hielt sie ganz fest in ihren Armen und versuchte sie zu trösten. Für Sammy war es so, als würde der Himmel weinen, und bittere Tränen der Hoffnungslosigkeit verdunkelten ihr junges Herz.
„Mami. Wo ist Papi denn hin? Kommt er nicht mehr wieder?“ schluchzte sie völlig aufgelöst und konnte sich überhaupt nicht mehr beruhigen. Ihre Mutter hielt sie ganz fest in ihren Armen, denn sie wusste, das Samantha sie jetzt brauchte.
„Ganz ruhig meine Kleine. Das kommt schon wieder in Ordnung. Denk immer daran, du bist für uns das Wichtigste, und wir werden dich immer lieben, egal was auch passiert.“ Sie strich ihr zärtlich durch ihr Haar und darauf hin schlief sie bald ein.
In ihren Traum kehrte sie wieder an den Ort zurück, wo es keine Ängste und Zweifel gab, sondern nur Liebe und Glück.

Dort waren sie wieder, ihre Berge und die immergrünen Wiesen, mit den schönsten Blumen in allen Farben.
Über die Wiese lief sie, mit ihren Eltern und sie hielten sich alle drei an ihren Händen. Samantha sagte freudestrahlend.
„Da der Regenbogen. Ich möchte endlich wissen, was sich an seinem Ende befindet.“ Also rannte sie so schnell wie sie konnte dort hin. Da lagen dann die schönsten Spielsachen. Puppen, Bauklötze und eine Eisenbahn. Samantha war einfach nur unendlich glücklich und ihre Augen strahlten hell wie die Sonne an diesem fantastischen Ort.
„Das ist alles für dich Sammy. Ich liebe dich doch.“ Sagte ihr Vater und nahm sie in den Arm.
„Danke Papi, ich liebe dich doch auch.“ Sagte Samantha überglücklich.

Leider holte sie der graue Alltag am nächsten Tag wieder ein. Für Samantha war das alles sehr schwer, denn sie dachte ihr Vater würde niemals zurückkehren. Traurig saß sie in ihrem Zimmer und beobachtete die spielenden Kinder. Die Sonne schien und der Tag lud zum rausgehen ein, aber über Samanthas Seele lag ein dunkler Schatten. Sie hatte Angst, das nichts mehr so sein würde wie vorher.
Am späten Nachmittag kam dann ihr Vater zurück. Samantha lief freudig zu ihm hin, und er nahm sie in den Arm. Mit leuchtenden Augen sagte sie.
„Papi, da bist du ja. Ich dachte schon du kommst nicht wieder.“ Sagte sie euphorisch.
Doch dann ließ er sie los und schaute sie mit ernster Miene an.
„Ich kann nicht bleiben Kleines. Du wirst es ja sowieso erfahren. Deine Mutter und ich, wir trennen uns.“ Sie schaute ihn völlig verwundert, mit großen Augen an.
„Aber wieso denn? Habt ihr euch denn nicht mehr lieb? Ich verstehe das alles nicht.“ Sagte sie und der freudige Ausdruck, wich langsam wieder aus ihrem Gesicht.
„Sei nicht traurig Samantha. Du bleibst für mich immer das Wichtigste in meinen Leben, und wir werden uns so oft wie möglich sehen.“ Versuchte er ihr zu erklären. Aber Samantha hörte gar nicht richtig zu und umklammerte ihn mit ihren Armen. Theatralisch sagte sie.
„Bitte Vati, bleib doch bei mir. Ich will nicht das du gehst.“ Ihre Augen bekamen einen feuchten Glanz, und sie war wieder den Tränen nahe.
„Tut mir Leid Kleines.“ Dann packte er ein paar von seinen Sachen zusammen, stieg ins Auto und fuhr los.
Samantha rannte im hinterher und schrie völlig verzweifelt.
„Bleib doch hier Vati. Ich brauche dich doch…“ Samantha konnte mit der ganzen Situation überhaupt nicht umgehen, und verstand ihren Vater nicht. Dunkle Wolken zogen auf und erfüllten ihr junges Herz mit Trauer. Sie konnte es nicht verstehen. Er war doch immer ihr großer Held gewesen, wie ein Ritter in der stählernen Rüstung, der alle Gefahren dieser Welt von ihr fernhielt. Und dann machte er so was.
Es verging einige Zeit bis Samanthas Vater sie am Wochenende mal besuchte. Die Beziehung zwischen ihrer Mutter und ihm, war auf dem absoluten Nullpunkt angekommen. Sie blickten sich nur kurz an und Daniela, Samanthas Mutter sagte.
„Ich hab dir ein paar Sachen eingepackt. Du kannst dieses Wochenende bei deinem Vater verbringen.“ Es lag eine eisige Stimmung in der Luft und Samantha war natürlich die Leidtragende. Wie es die Kinder so oft bei einer Trennung waren.

Sie gingen in einen Vergnügungspark und Samantha war glücklich wieder mit ihren Vater zusammen zu sein. Sie leckte an einem Eis und sie schaute ihn mit großen Augen an.
„Vati, willst du dich mit Mami nicht wieder vertragen?“ fragte sie ihn zaghaft.
„Ich würde es gerne, mein Kind. Ich habe bloß einen Fehler gemacht und ich weiß nicht, ob sie mir verzeihen kann.“ Samantha sah ihn liebevoll an und sagte.
„Bestimmt wird sie das. Es wäre so schön, wenn alles wieder so wie früher werden würde.“
Natürlich wünschte Samantha sich das mehr als alles andere auf der Welt. Doch sie ahnte nicht, wie unbarmherzig, das Schicksal zuschlagen sollte…

Es vergingen einige Wochen und Samanthas Vater war gerade auf dem Weg zu ihr

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Kommentare

jana schrieb am 2007-02-13 17:42:05:
ich find die geschichte klasse

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