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Kategorien > Aus dem Leben > Alltag

Sascha- Across the country without friend

von Nicolas Giese

1

"Man sieht sich!",sagte Sascha traurig.
"So ist es.",erwiederte seine Mutter mit trauriger Miene. Ihre Stimme schien zu
weinen und jedes Körperteil zuckte leicht. Ihre Augen wurden feucht. Langsam perlte
ihr eine Träne die Wange runter und hinterließ eine feuchte,glänzende Spur.
Energisch wischte Sie sie weg. Sie wollte nicht mehr an die Einsamkeit denken, jene
schwarze Gestalt,die Sie von innen auffrieß,jene Gestalt, die Schäden im Geist und
Schmerz in der Seele hinterließ. Es war ihr seit der Trennung zu einem schweren
Leiden geworden, mit jeder Stunde Einsamkeit fühlte Sie, wie sie dem Tod immer näher
kam. Stück für Stück und unaufhaltsam.
"Lass dich nicht ärgern",versuchte sie die gespannte Atmosphäre ein bisschen
aufzulockern. Wenn du wüsstest .......,dachte Sascha. Ihm lag ein Stein auf der
Brust,welcher jeden Atemzug zur Last werden ließ. Sie hörten ein Donnergrollen aus
der ferne. Es klang bedrohlich. Das Wetter passte genau zu Sascha`s Stimmung,Regen
wie die Tränen und Gewitter wie der Schmerz beim Abschied. Sascha schritt langsam
und nachdenklich in Richtung Bus. Seine Gedanken überschlugen sich. Zum einen wollte
er auf die Klassenfahrt nach England,er hatte 4 Jahre darauf gewartet, doch zum
anderen wollte er nicht wieder gemobbt,beschimpft,beleidigt werden. Und das würde er
garantiert. Sein Klassenlehrer hatte ihn mit seinen größten Mobbingfans in eine
Gastfamilie gelost. Er dachte wohl, dass Sie mich so besser kennenlernen,dachte er.
Er hatte ein flaues Gefühl im Magen.
Auf einmal rempelte er Nicky an, er war so in Gedanken versunken gewesen,dass er
nicht mehr aufgepasst hatte. Nicky . Einer seiner größten Mobbingfans. Sein
Lieblingsspruch war: "Es kann nur einen geben." Er zeigte Sascha immer wieder
deutlich,wie sehr er ihn hasste. Warum nur? Warum? Und Nicky wird in der folgenden
Woche sein Zimmergenosse sein.
Nicky drehte sich langsam,wie in Zeitlupe um und schaute Sascha kühl und eiskalt in
die Augen. Seine Augen waren von Hass erfüllt. Es war dieser Blick, der mehr sagte
als 1000 Worte. es war ein abfälliger, und doch zugleich strenger Blick wie bei
einem ungezogenen Kind. Dieser Blick war es,der Sascha immer wieder zum Verzweifeln
brachte. Es schien ihm immer so, als würde sich Nicky gerade Foltermethoden für ihn
ausdenken, Foltermethoden für einen langsamen,schmerzvollen Tod.
Nicky sah an Sascha herunter. Seine grünen,miesen Augen wanderten langsam an ihm
herunter und er wusste,was sich Nicky gerade dachte. Schon oft hatte er in einer
Beleidigung Sascha`s Kleidung runtergemacht.
Doch Nicky schaute ihm wieder in die Augen. Da war er wieder,dieser böse Blick. Das
konnte Sascha nicht mehr ertragen und schaute schnell zur Seite um seinem Blick
auszuweichen. Seine Augen glänzten und ihm wurde heiß. Er zwinkerte oft,damit sich
die Tränen zurückhalten. Es klappte. Als er wieder nach vorne schaute,sah er,wie
Nicky bereits einstieg. Sascha wollte ihm hinterher, aber er machte mit Vinzenz
"vor-vor" und Sascha konnte sich nicht zu ihnen setzen.

2.

Sascha setzte seinen Fuß auf die Türschwelle. Er hielt sich mit beiden Händen am
Rahmen fest und zog sich in den Bus. Seine Augen wanderten umher. Sein Blick
fixierte sich auf den Platz hinter Nicky&Vinzenz. Sascha fühlte sich schon so sehr
zerstört, dass es ihm, so dachte er,egal wäre,wenn sie ihn weiter mobben würden. Und
das würden Sie garantiert. Seine Essensvorräte legte er gut sichtbar auf den Platz
neben sich. Und das Essen stimmte die meisten seiner Mobbingfans milde. Wenn Sie
etwas abbekämen. Nur Nicky ließ sich nie umstimmen. Immer wenn Sascha etwas Süßes
verschenkte, hörte er laut und deutlich das nette Wort "Schleimbeutel" durch den
Raum klingen.

Er wusste, dass sich keiner zu ihm setzen würde. Das war allein Nickys Schuld.
Dauernd redete er schlecht von mir und machte mich nieder,oft in meiner Gegenwart.
Tai und Michael möchten mich, aber weil Sie nicht wollten, dass Nicky Sie auch
schlechtmacht, redeten Sie immer nur mit mir, wenn Nicky gerade nicht da war. Sie
redeten mit mir, erzählten mir Witze, ließen mich Hausaufgaben abschreiben und
behandelten mich gut. Das war für mich Beweis genug. Vor der Versammelten Klasse,
hatte er mal gesagt, dass er nicht mein Freund ist, aber Ich wusste sofort, dass es
nicht stimmte. Es sprach zuviel dagegen. Das war nur ein Witz von Tai. Da bin ich
mir sicher. Deswegen hatte ich nicht das gesicht verzogen, war nicht eingeschnappt
und hatte nicht geweint. Nein, von Beleidigungen und Witzen über mich habe ich noch
nie geweint, grübelte er.

Fortsetzung folgt...............

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