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Kategorien > Abenteuer > Fantasie

Savinas Reise

von Miska

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Kapitel 1



Es war ein herrlicher, frischer Frühlingsmorgen und die Sonne stand noch tief am Himmel. Man konnte deutlich das fröhliche zwitschern der Vögel vernehmen, welche sorglos von einem Baum zum anderen flogen.
Savina, die Tochter eines einfachen Bauern, stand mit einem gefüllten Korb voll Wäsche vor der Weide ihres Vaters. Sie blickte den noch schwachen Sonnenstrahlen fröhlich entgegen und wünschte sich so frei zu sein wie die Vögel in den kräftigen Bäumen. Ihre Mutter hatte ihr und ihrer Schwester Elara befohlen die Wäsche zu waschen und sich um die vier Pferde zu kümmern.
Savina liebte die Arbeit auf dem Hof, doch sie sehnte sich danach, genau wie ihr Bruder Tharis, einmal nach Athen zu reisen und die Gladiatoren zu bewundern. Sie hatte gehört, dass es dort viele bunte und fröhliche Menschen gibt mit verschiedenen Kulturen. Dort gibt es Feste mit Musik und tanzenden Menschen, dachte sie sehnsüchtig.
„Gehst du zum Fluss und wäscht die Wäsche?“, fragte ihre jüngere Schwester, „dann gehe ich zu den Pferden.“ Savina erwachte aus ihren Gedanken und nickte. Eigentlich wäre sie lieber zu den Pferden gegangen, anstatt den schweren Korb den ganzen Hügel runter zum Fluss zu tragen. Aber sie wollte ihre Schwester nicht immer so belasten.
Es ist schön hier, dachte Savina als sie die Sonnenstrahlen auf den glitzernden Fluss sah. Erschöpft legte sie den Korb beiseite und hielt ihre nackten Füße ins leicht kühle Wasser des rauschenden Flusses.
Gedankenversunken nahm sie das Stück Seife und begann die Wäsche zu reinigen. Sehnsüchtig dachte sie an ihren älteren Bruder Tharis, welcher jetzt wahrscheinlich in Athen in irgendeiner Taverne sitzt und sein Frühstück geniest. Er hatte oft hier gesessen und geangelt.
Er war immer sehr ruhig und träumerisch wie Savina, Elara hingegen war von Natur aus ein praktisches, fröhliches und offenes Mädchen.
Tharis hatte das Elternhaus im letzten Sommer verlassen und schrieb seit dem gelegentlich einen Brief aber er versprach diesen Sommer uns zu besuchen.
Plötzlich hörte sie eine alte Frauenstimme ihren Namen rufen.
„Savina! Komm Kind, wir wollen nun die Wäsche zusammen aufhängen. Du weißt doch das dein Vater darauf besteht das wir zusammen Frühstücken, also los beeil dich!“ Schreckartig stand sie auf, steckte rasch die Wäsche in den Korb und ran den Hügel hinauf.

Beim Frühstück herrschte Stille, nur ihr Vater erzählte von der harten Arbeit die ihm heute noch bevorstand und dass er sich Sorgen um seine Ernte machte. Ihr Vater war ein zäher, stattlicher Mann mit einem grauen Vollbart.
Oft erschreckte Savina vor der Stimme ihres Vaters, aber ihr Vater war ein lustiger alter Seemann. Ihr Vater war früher Steuermann auf einem großen Segelschiff gewesen, bis er sich doch für das Familienleben entschied. Aber Savina entdeckt immer noch das Glitzern in den Augen ihres Vaters, wenn dieser abends vor dem Feuer sitzt und an die alten Zeiten denkt. Die anderen in ihrer Familie scheinen es nicht zu bemerken, aber sie kann dafür manchmal fast seine Gedanken hören.
Nein, vor ihrem Vater muss man keine Angst haben, eher vor ihrer Mutter. Sie war streng und selbstsicher. Aber nicht weil sie es so wollte, sondern weil sie es sein musste. In einem Haushalt mit vier Personen und mehreren Tieren musste einer den Kopf bewahren und das war nun mal sie.
„Savina, denk daran heute noch deine Schulsachen zu packen.“ merkte ihre Mutter an. Dreimal die Woche ging Savina zur Schule ins nächste Dorf. Immer dann wenn ihr Vater seine Waren auf dem Markt verkaufen ging. Eigentlich war es nicht üblich, dass ein Mädchen zur Schule ging. Aber ihre Mutter hatte schon vor Jahren darauf bestanden. Elara hingegen wollte absolut nichts mit der Schule und den Jungs dort zu tun haben und so ging nur Savina dort hin. Früherer war Tharis immer mitgekommen, aber er war seit dem letzten Sommer fort.

Nach dem Frühstück ging Savina los um ein Paar Früchte im Wald zu suchen. Es war ziemlich warm und schwül an dem Tag, dennoch lief sie munter und gutgelaunt durch den schattigen Wald. Manchmal konnte man sogar ein leises Lied aus ihrem Mund hören. Plötzlich hörte sie Geraschel um sich herum. Erschrocken drehte sie sich um und erkannte eine im Schatten stehende alte Frau, welche zerflederte Kleiderreste trug und mit Federn an ihrem Köper bedeckt war. Sie sah nicht besonders sauber aus und sie schien ein wenig verrückt zu sein. Sie hatte ungepflegte, kurze, strohige, dunkle Haare und einen wüsten Blick. Savina war zuerst erschrocken über diesen Anblick und wollte losrennen, doch sie blieb stehen, fasziniert von einer solchen Fremdartigkeit.

„Was suchst du so tief im Walde, Kleines?“ fragte die alte Frau mit tiefer kratziger Stimme.
„ Ich suche ein Paar Früchte, aber wer sind sie?“ Die alte Frau ging einen Schritt auf sie zu.
„Bitte erschrecke dich nicht, mein Name ist Archhilda aber du kannst mich Archi nennen.
Ich lebe schon seid langem in diesem prächtigen Wald.
Ich höre was er sagt und ich kommuniziere mit den Tieren des Waldes“ erzählte die alte Frau.
„ Aber, aber wie ernähren sie sich denn und wo schlafen sie? Haben sie keine Angst hier draußen ganz alleine?
Fühlen sie sich nicht einsam?“ durchströmte es Savina´s Kopf.
Die alte Frau schmunzelte vergnügt
„Du stellst viele Fragen mein Kind, geh jetzt nach Hause und erzähle niemanden von mir. Ich muss jetzt jagen gehen, leb wohl.“ Und so schnell sie gekommen war, so schnell war sie verschwunden.
Savina stand noch einige Minuten da und wunderte sich über das eben geschehende. War das nur ein Traum? Fuhr es ihr durch den Kopf.






Kapitel 2



Nach einigen Tagen war es endlich so weit. Tharis kam auf seinem Pferd auf den Hof der Eltern geritten. Mutter sprang sofort auf und rannte nach draußen. Alle rannten ihr hinterher und da stand er, Tharis war daheim.
Alle umarmten ihn und fielen sich um den Hals.
Mutter begann zu weinen, wie damals als er fort ging, aber diesmal vor Glück. Savina umarmte ihren Bruder herzhaft und wollte unbedingt alles von Athen wissen.

Als Tharis endlich angekommen war und seine Sachen ausgepackt hatte kam er langsam zur Ruhe.
Er setzte sich ins Wohnzimmer und alle saßen um ihn herum. Dann begann er von Athen und den ganzen Wundern und Erfahrungen die er auf seiner Reise erlebt hatte zu erzählen.
Er hatte in Athen Arbeit gefunden in einer kleinen Schmiede als Lehrling.
Zudem hatte er ein kleines Zimmer gefunden. Er war zwar nicht reich in Athen geworden aber er konnte überleben.

Abends als Savina im Heubett lag, dachte sie wie so oft an die alte Frau aus dem Wald. Sie war neugierig geworden, es gab so viele verschiedene Arten zu leben dachte sie.
Plötzlich hörte sie etwas knistern
„Wo willst du hin, Elara?“ fragte sie Ihre Schwester.
„Sei still! Ich schleich mich heute Nacht raus. Ich treffe mich mit Baras, du kennst ihn nicht“ flüsterte ihre Schwester leise. Savina erkannte ihre kleine Schwester gar nicht wieder, aber so klein war sie auch gar nicht mehr

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Kommentare

Sandy schrieb am 2008-05-29 16:58:53:
bhoa, die geschichte ist der hammer!! freu mich auf die fortsetzung *fg*
du hast echt das zeug zur schriftstellerin!!
steffi (livia) schrieb am 2007-03-12 17:33:47:
woe,ich find die geschichte voll schön. ich frage mich wann du die fortsetzung rein stellst? :-)

apropo: wenn du hilfe mit den namen brauchst, kannst du mich ja fragen allerdings nur wen du wilst.
hast du lokalisten? msn? icq???? schreib bei meinen kommentaren eine ehrliche antwort

ciao, $tacy
steffi (Livia) schrieb am 2007-03-11 17:21:35:
gib mir noch etwas zeit sie richtig durchzulesen. Aber was ich bisher überflogen habe, kommt mir schon ganz gut vor.
aber wenn ich sie gelesen habe schreib ich dir ganz bestimmt ein kommentar rein.
Jenanan schrieb am 2007-02-27 14:18:51:
Die Geschichte ist sehr toll.Nur schade das du keine Namen Gefunden hast,aber sonst find ich die Geschichte
SUPER!!! Hoffentlich kommt bald das Ende.
Autorin Jennifer Wessels schrieb am 2007-02-14 18:23:39:
Danke für eure Kommentare. Ich habe schon weiter geschireben doch mehr und mehr merke ich das aus dieser Story fast ein Buch geworden ist. Natürlcih werde ich euch auch das Ende einstellen wenn ihr noch nicht müde vom Lesen seid
Linda schrieb am 2007-01-23 15:26:42:
Ein sehr schöne Geschichte... Hoffe du stellst die Fortsetzung bald rein...
Lolo schrieb am 2007-01-12 03:08:41:
Freu mich schon auf die Fortsetzung°°
Hendrik schrieb am 2006-12-26 11:40:05:
Gute Sroey, bitte weiter schreiben

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