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Kategorien > Fantasy > Horror

Scarf

von shadow

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Scarf

Meine Geschichte beginnt nicht sehr spektakulär:
Ich wurde im Jahre 378 nach Tron geboren. Meine Mutter war nur eine einfache Bäuerin, trotzdem erzog sie mich wie einen Adeligen. Ich lernte Lesen und Schreiben, lernte einen Arachonda, eine riesige Echsenart, zu reiten und übte mich im Schwertkampf. Nur die Magie untersagte sie mir. Obwohl es das war, wofür ich geboren wurde, wollte sie nicht riskieren, dass ich in die Ränke und Intrigen der Magier hinein gezogen werde. Doch sie konnte mein Schicksal nicht abwenden. In meinem achten Lebensjahr kamen die Abgesandten des Königs und zogen mich als Rekrut für die Königliche Armee ein. Doch auf Schloss Feenfeuer sah man sofort meine Talente und ordnete mich dem mächtigsten Zauberer der damaligen Zeit als Lehrling zu. Nur mit viel Zähigkeit konnte ich die nächsten 12 Jahre überstehen. Mein Meister lehrte mich die Wege der Magie, ließ aber dabei die schwarze Kunst vollständig aus. Im 11. Jahr meiner Ausbildung wirkte ich bereits Magie, die das Können meines Meisters um weites überstieg, im zwölften begann ich das erste mal die Stimme in meinem Hinterkopf zu hören die mir prophezeiten, dass ich zu größerem bestimmt war.
Zuerst schenkte ich ihr nicht viel Beachtung doch es wurde mir immer mehr bewusst, dass ich von meinem Meister nichts mehr lernen konnte. Eines Abends,
ich war mittlerweile 21 ging ich durch die hallen des Schlosses, als ich ein merkwürdiges, ersticktes Schreien aus einer der kleinen Kammern, in denen normalerweise die Geräte des Gärtners aufbewahrt wurden, hörte. Ich stieß die Tür auf und sah, wie ein Soldat der Kaiserlichen Garde einer der Küchenmägde
das Keid vom Leib reißen wollte. Ich wurde wütend. Und die Wut machte mich mächtig. Ich weiß nicht wie ich solch einen schwarzen Zauber wirken konnte, doch die Wirkung war verheerend. Anstatt den Soldaten zu bändigen, ließ ich eine faustgroße Kugel aus Elementarenergie gegen seinen Brustpanzer krachen. Durch die darauf folgende Explosion wurde die Magd ebenfalls getötet und ich wurde vier Meter zurückgeschleudert. Als mir bewusst wurde, was ich gerade getan hatte, fing ich nicht etwa an, zu schlottern und zu bibbern, sondern bewunderte nur die Macht die mir dieser so kleine Wutausbruch verliehen hatte. Langsam wurde mir auch bewusst, warum mein Meister diese Art der Magie nie in seinem Unterricht erwähnt hatte. Sie war mächtig. Um es kurz zu machen: Auf dem Weg aus dem Schloss, denn dort konnte ich keine Minute länger bleiben, starben noch vier Wachen und ein kleines Kind, dass das Pech hatte mir in die Quere zu kommen. In den nächsten Monaten mied ich jede Art von Dorf und suchte die Einsamkeit. Ich studierte die versteckten und dunklen Künste der Magie. Ich braute Tränke aus Überresten von Tieren, unterwarf Tiere meinem Willen und schließlich beschwor ich meinen ersten Unterweltler, den ich Felando nannte. Ich ernährte mich von meinem eigenen Blut und Fleisch in dem ich durch Heilungszauber die Wunden die ich mir zufügte verheilen ließ. Ich wurde zur Bestie und in der Einsamkeit führte ich Selbstgespräche und eliminierte den letzten Rest des Guten in mir.
Ich erfuhr was es heißt, abgrundtief böse zu sein.
In Gestalt eines weißen Wolfes wagte Ich mich nach 7 Monaten wieder
in ein Dorf. Ich lief nachts durch die Straßen und suchte nach etwas essbarem.
Als ich ein weckgeschmissenes verschimmeltes halbes Huhn fand war ich sehr froh. Ich verschlang es und begann mit der schmerzhaften Transformation in mein wahres Ich. Ich mietete mich in einer Taverne ein und versprach dem Wirt
meine Schulden am Ende des Aufenthalts zu bezahlen. Doch ich war unvorsichtig. Ich weiß nicht wie, aber mein alter Meister, nun mein Gegner, fand mich in einer Schenke, ganz in der Nähe von meiner Unterkunft. Als er mir in die Augen sah, merkte ich, wie er zusammenzuckte, vielleicht weil er meine Wut gesehen hat. Wir bekämpften uns mit allen Mitteln. Ich schleuderte ihm Totenlichter und Elementarkugeln entgegen, doch der Erfolg war minimal.
Wir zerstörten zwar die Gegend im Umkreis von drei Meilen, doch niemand gewann die Oberhand. Schließlich dachte ich erneut an den Soldaten und an das Elend, dass ich selbst gewählt hatte. Ich machte meinen Meister dafür verantwortlich und mein Zorn stieg bis ins bodenlose. Durch die Konzentration dieser Wut, konnte ich einen Zauber wirken der so mächtig war, dass ihn wohl nie wieder jemand wirken wird. Mein Meister starb und als ich meine Hände in seinem Blut tränkte, kam mir ein Gedanke:

Ich bin mächtig.

Wie ein wahnsinniger lachte und schrie ich. Ich freute mich und weinte gleichzeitig. Doch ich wurde nicht gebrochen. Im Gegenteil. Diese Erfahrung machte mich härter und zäher denn je. Ich nahm das wenige, dass ich brauchte, um nicht wieder zum Kannibalen zu werden und brach auf um erneut in die Einsamkeit des Zornes zu gehen...

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