Schattenfell
von
CuChulllain
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tille überflutete das Dorf.
Geier zerrten an den Leichen der Dorfbewohner und die Raben, riesige schwarze Schatten, kreisten entschlossen am Himmel. Der alte Mann konnte sie kaum sehen, denn der stickige Rauch verbarg sie vor ihm. Er war schon zu alt. Hatte zu viel in seinem Leben erlebt um jetzt in Panik und Trauer zu verfallen. Mitten in den verkohlten Resten, bedrängt vom Wind, der ihm den Geruch nach verbrannten Fleisch und den längst vergangenen Schreien entgegen schleuderte, kniete er und sah sich im Angesicht der Wahrheit. Er wusste, es war nur ein Tropfen auf einem heißen Stein, ein Korn in einer Wüste, eine Träne im Meer ,ein Blatt an einem Baum, ein Lächeln auf der Welt...
Und doch, noch ehe das dumpfe Schlagen von Hufen auf hartem Boden verhallte und das Wiehern der Pferde verebbte, wusste er, das es an der Zeit war, das zu tun was ihm gelehrt wurde. Er richtete sich auf...spürte die Hitze nicht, die ihn umgab wie ein Kokon, sah nicht die verkohlten Reste von ehemals wunderschönen Bauernhäusern, roch nicht den beißenden Rauch, bemerkte nicht die die zum Zerreißen gespannte Stille. Die Reiter waren zurückgekehrt, aus den Tiefen der Unterwelt, aus der endlosen Dunkelheit. Skrupellos metzelten sie die Dorfbewohner nieder, egal ob Kinder oder Frauen. Die Reiter, die schwarzen Ausgeburten der Unterwelt, schlimmer als der Teufel selbst. Ja...sein Weg hatte sich wieder mit ihnen gekreuzt, mit den Reitern Sfawnirs!
Es war ein schlechter Tag. Graue Wolken zogen über den Himmel und ein leichter Nieselregen setzte ein. Und noch immer konnte ich den Dunst von verbranntem Holz riechen. Unweit von mir ging mit schleppenden Schritten ein alter Mann. So grau wie die Wolken am Himmel waren seine Kleider. Ein Schlapphut tief ins Gesicht gezogen und ein weiter Mantel, der alle körperlichen Konturen verbarg und ihm bis zu den Schienbeinen reichte, ließen ihn aufgrund des Wetters fast mit seiner Umgebung verschmelzen. Gebeugt und mit zittrigem Arm stützte er sich schwer auf einen knorrigen Holzstab, der mit ungewöhnlichen Schnitzereien versehen war. Nur seine Augen störten sein unscheinbares Äußeres. Hellblaue Augen, so eisig kalt und stechend, dass immer wenn ich in seine Augen sah, das Gefühl hatte ,dass er tief in meine Seele blickt, jeden meiner Gedanken liest, ein Blick der mich überall erschaudern ließ. Ein Leben ohne ihn könnte ich mir nicht vorstellen. Denn er ist ein Teil meines Lebens. Ohne ihn würde meine Seele zerbröckeln, mein Herz zerspringen, mein Leben vergehen. Ich liebte ihn. So wie ein Sohn seinen Vater liebt, wie ein Geistlicher seinen Gott. Und so zogen wir weiter. Hinter uns die Ruinen eines Dorfes, neben uns, ob zu meiner rechten oder linken Seite, kahle Felswände, deren Gestein durch den Lauf der Zeit und der Witterung so glatt georden waren, dass kein sterbliches Wesen sie je erklimmen könnte. Und vor uns lag ein Weg der aus Kindern Erwachsene machte und aus Hoffnungen Entsetzen gebar. Ein Weg der beschritten werden musste damit ein alter Mann erlöst, ein junger Mann befreit und die Welt gerettet werden konnte.
Habe ich eigentlich schon erwähnt warum ich euch dies erzähle?
Nein?
Weil ich der einzige bin, der die Wahrheit kennt und der einzige, der sie niederschreiben konnte, bevor die Zeit, der schlimmste Feind aller Geschöpfe, seinen Tribut forderte. Genannt werde ich Schattenfell und mein Gefährte, der alte Mann trägt den Namen Questro.
Es war Herbst, als wir uns aufmachten den Spuren der Reiter Sfawnirs zu folgen. Die Reiter Sfawnirs waren die schlimmsten Dämonen von denen ich je gehört hatte. Sie waren nämlich nicht nur fähig zu hassen, zu betrügen oder zu zerstören, sondern auch zu lieben. Glaubt mir die Liebe ist mächtig und in den Händen der Reiter eine schreckliche Waffe. Die Liebe als Waffe zu benutzen empfinde ich als Sakrileg und dies will ich versuchen zu verhindern. Genau deswegen bin ich wie der alte Mann auf der Suche nach ihnen um Vergeltung zu üben. Vergeltung für gebrochene Herzen, für zerrissene Familien und zerstörte Leben.
Questros Ziel war eine kleine Bergstadt, nicht unweit meines Geburtsortes Donâmus. Noch meilenweit von der Stadt entfernt wurden die Zeichen von Zivilisation sichtbar. Baumstümpfe ragten in den Himmel, brackiges Wasser floss träge in kleinen Bächen und Flüssen dahin und die Pfeifkonzerte übermütiger Vogelkolonien, die lautstark beratschlagten wer den nun als erstes den Störenfried attackierte und verscheuchte, verebbte langsam.
ie Dämmerung brach herein und die Welt tauchte in Dunkelheit. Nachdem Questro das große Eichenholztor des äußersten Walles der Stadt passiert hatte, wurde es mit einem lauten Scharren von Innen mit einem schweren Riegel verschlossen. Ich hatte nicht genügend Zeit zwischen Questros passieren der Stadt und das Schließen der Tore gehabt. Mit einem wütenden Knurren umrundete ich den ganzen Wall mit der Hoffnung eine eventuelle Schwachstelle zu finden, um doch noch in die Stadt zu gelangen. Wie es der Zufall wollte fand ich die besagte Stelle, bloß war sie nicht richtig nach meinem Geschmack.
So leicht wie eine Libelle in den Himmel flog, so kletterte ich einen Felsbrocken der einem stattlichen Drachenkopf glich, empor. Hier oben, keine 15 Menschenschritte von dem Wall entfernt, stand ich nun. Eine schwarze Gestalt in der Nacht, stehend vor dem Gesicht des Vollmondes und mit einem selbstmörderischen Plan im Kopf. Ich wusste wenn ich jetzt weiter über mein Vorhaben nachdenken würde, dann würde mich der Mut verlassen.
Mit bebendem Körper und jeder zum zerreißen gespannter Faser meiner Muskeln, sprang ich vom Felsbrocken in Richtung Wall. Wie ein riesiger Vogel zerteilte ich die Luft. Adrenalin schoss durch mein wildes Blut, ich fühlte mich so frei, so ungebunden.
Abrupt endete mein kolossaler Sprung als ich mit einem hässlichen Knirschen gegen den steinernen Wall klatschte.
Ich wanderte durch Finsternis. Es war nicht kalt, eigentlich spürte ich gar nichts. Aber wo war ich und warum konnte ich fliegen? Ich drehte mich schnell um meine eigene Achse. Immer schneller und schneller. Warum hörte das nicht auf ? Jetzt wurde mir übel.
Grelles Licht riss Zacken und Löcher in die Schwärze. Ich übergab mich. Langsam kroch die Angst in meine Knochen, warum konnte ich mich nicht erinnern. Wer war ich und wo war ich?
Mir wurde wieder übel. Würgend übergab ich mich, aber wohin? Aus meiner Angst wurde Panik. Ich bekam Schweißausbrüche und unkontrollierte Zuckungen. Das grelle Licht verschwand, schillernde Farben umgaben mich, bis sich mein Blick langsam wieder normalisierte. Jetzt stürzten die Erinnerungen wie Platzregen auf mich ein. Schattenfell das war mein Name. Der steinerne Wall. Questro. Aber wo war ich jetzt?
Ich fing an zu schwitzen, war ganz nass vor Schweiß. Nass? Jetzt endlich schaffte ich meine Augen aufzureißen. Eine Blauschattierung wich der nächsten, mir wurde immer kühler, Panik und Urängste überfluteten mich. Ein wildes Knurren drang tief aus seiner Kehle. Ich wollte
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Kommentare
Lurz schrieb am 2008-01-16 18:16:37:
Wow
Die Geschichte an sich ist eher Durchschnitt, aber der Stil...
Anfangs wollte ich dich bitten auch was von mir schreiben aber gegen deine ist meine Schreibweise mickrig..
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