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Kategorien > Fantasy > Zwischen zwei Welten

Schattenmacht 1

von Anariel, die Nomadin

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((Vorwort der Autorin: Nun ist es also wieder geschehen, eine Geschichte, die eigentlich als Kurzgeschichte gedacht war, verselbständigt sich und will länger werden, als geplant. Zu viele Ideen türmen sich in meinen Gedanken und es wäre Schade sie nicht weiterzuschreiben.
Schattenmacht ist die Fortsetzung meiner drei zusammengehörenden Kurzgeschichten"Die Wächter"," Die Trostspendende" und "Hoffnung". Man könnte diese Drei also nun ohne Problemme als vorgeschichte zu Schattenmacht sehen und lesen. Zudem ist es auch ein Experiment, denn bisher habe ich noch niemals eine lange Geschichte aus der IchPerspektive und zudem in der Gegenwart verfasst. Nun denn, Kommentare und Meinungen sind mir hierzu sehr willkommen.
Und nu viel Spaß beim lesen.
Mit liebem Gruße
Anariel)))


Schattenmacht



New York --- Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts

Ich stehe hoch oben, auf einem dieser himmelhohen Gebäude und blicke furchtlos in die Tiefe hinunter. Es regnet und mein dunkler Umhang mit der großzügigen Kapuze ist mittlerweile schwer von Feuchtigkeit. Bald nachdem ich aus der Welt genommen wurde, hatte ich mir diesen Umhang angeeignet. Jemand hatte ihn in einem Park vergessen und mir kam er gerade recht.
Auch wenn ich von der Zeit unberührt bleibe und weder Hunger, noch Durst verspüre. Auch wenn ich Kälte oder Hitze nur noch wahrnehme, wenn ich mich darauf konzentriere, so gibt es in der Welt immer noch Dinge, die mich berühren können. Regen gehört dazu. Es ist nicht gerade angenehm in nassen Kleidern herumzuwandern, auch wenn ich nicht mehr krank werden kann. Von daher habe ich mir diesen vergessenen Umhang genommen, als ich ihn entdeckte.

Es ist schon seltsam. Einerseits bestehe ich außerhalb der Welt, andererseits aber bin ich auch irgendwie in ihr. Nun man könnte es am besten so erklären, das ich nicht mehr länger in der Welt der lebendigen Menschen verweile. Ich brauchte damals einige Zeit um mich an diese seltsame Existenz zu gewöhnen, aber mittlerweile ist es ganz normal für mich. Ich vermisse auch kaum etwas aus dem Leben, außer vielleicht ab und an mal jemanden zum reden. Aber auch das ist nicht weiter tragisch. Einsamkeit hat mir noch nie etwas ausgemacht. Aber ob ich mich an diese modernen Erfindungen, wie etwa Automobile und Hochhäuser, gewöhnen werde können, das weiß ich nicht. Die Welt ist um so vieles schneller und schnelllebiger geworden. Da kann man sich als solch ein zeitloses Wesen, wie ich es mittlerweile bin, schon manchmal seltsam vorkommen.

Ich trete einen weiteren kleinen Schritt zum Rand des Hochhausdaches und blicke neugierig hinab. So viel Licht und das mitten in der Nacht. Es versetzt mich immer noch in erstaunen und ich frage mich, wie ein Mensch in solch einer Umgebung überhaupt zur Ruhe kommen kann. Sie ist so laut geworden, diese Welt und so schrill und hektisch. Ich frage mich, wie es wohl in weiteren hundert Jahren aussehen würde. Ein leises Seufzen löst sich von meinen Lippen. Langsam habe ich es satt, hier oben auf den Engel, der mich hier her brachte, zu warten.

Vor wenigen Stunden war dieser Engel, Uriel, in dem kleinen Dorf, in dem ich mich derzeit aufhielt aufgetaucht. Ich war etwas erstaunt ihn so bald wieder zu sehen. Er bat mich ihn zu begleiten, er wolle mir etwas zeigen, aus dem er selbst nicht so ganz schlau würde, aber ich würde es vielleicht. Neugierig geworden lies ich zu, das er mich hochhob. Nur zögernd schlang er seine starken Arme um mich, gerade so als befürchte er, das er dafür bestraft werde. Aber nachdem ich meine Arme fest um seinen Hals gelegt hatte und er mich sicher in seinen Armen wusste, schwang sich der Engel mit mir in die Lüfte empor.
Ein Lächeln gleitet über mein Gesicht. Der Flug mit Uriel war sehr aufregend gewesen. Es war das erste mal, das ich flog und ich genoss es sehr.
Engel sind seltsame Wesen, finde ich. Sie können von einem Moment zum anderen verschwinden und sie können aber auch fliegen. Den Menschen, jedenfalls den lebenden, erscheinen sie als normale Menschen und ihre Schwingen sind für sie unsichtbar. Wenn sie sich aber in die Lüfte erheben dann verschwinden sie ganz aus der Wahrnehmung der Menschen. Ähnlich verhält es sich mit den Dämonen, von denen manche Flügel besitzen und manche eben nicht. Auch sie können mit nur einem Gedanken den Ort wechseln, wenn sie wollen.
Auch ich kann mich auf diese ganz besondere Weise fortbewegen und gelange so von Ort zu Ort. Ich weiß nicht ob ich diesen Schritt zwischen Hier und Dort so mache, wie es die Engel tun, oder doch eher wie die Dämonen, oder ob es schlussendlich sowieso ein und das selbe ist. Ich jedenfalls muss den Ort kennen, an den ich hingehen möchte. Oder es muss dort eine starke emotionale Resonanz geben, damit ich hinfinde. So finde ich auch immer wieder den Gefallenen, denn ich kann SEINE starke Sehnsucht spüren, sobald ER diese Welt betritt.

Ich lasse meinen Blick schweifen und sehe dann wieder in die Tiefe vor mir. Ein neuerliches Seufzen schleicht sich über meine Lippen. Langsam habe ich diese Warterei wirklich satt.
Nachdem ich also mit Uriel geflogen bin, setzte mich der Engel, mit der Entschuldigung, er müsse noch etwas erledigen, auf diesem Dach ab. Dann tauchte er im Sturzflug zwischen die Häuserschluchten hinab und ich blieb zurück. Und nun stehe ich hier, im Regen, auf dem Dach eines Hochhauses, in einer gigantischen, lärmenden, kalten, grauen Stadt, in der ich noch niemals war, und warte. Ich runzle die Stirn leicht und beschließe noch genau bis zur vollen Stunde zu warten. Wenn Uriel bis dahin nicht wieder auftaucht, dann würde ich diesen Engel suchen gehen. Eine weitere, große Lärmquelle ganz in der Nähe lässt mich zusammenschrecken. Dann sehe ich eine große Flugmaschine, die entfernt an eine Libelle erinnert. Das Ding fliegt in einem recht geringen Abstand an mir vorbei und hält dann auf ein großes Gebäude zu. Irritiert sehe ich dem Hubschrauber nach. Ich hatte gehört, das es diese Dinger gab, aber bisher habe ich sie nur von weitem gesehen.
Die Kirchturmglocke läutet leise, ich kann sie hören. Die volle Stunde ist angebrochen und Uriel noch immer nicht zurückgekehrt. Nun denn, dann würde ich diesen Engel also suchen gehen. Mein Blick schweift noch einmal in die Tiefe vor mir, dann trete ich mit einem Schulterzucken in die leere Luft hinein und beginne sanft dem Erdboden entgegen zu schweben. Levitation ist eine weitere meiner Fähigkeiten, die mir verliehen wurde, nachdem ich aus der Welt genommen wurde. Vielleicht hatte ich sie auch schon davor und nur keine Ahnung davon. Das weiß ich nicht. Allerdings ist die Fähigkeit, wie ich zugeben muss, sehr, sehr praktisch.

Minuten später setze ich sanft auf dem Asphalt auf und blicke mich um. Fast sofort muss ich einem Lebenden ausweichen, der beinnahe mit mir zusammenstößt.
Er würde nicht wirklich mit mir zusammenstoßen, sondern durch mich hindurch laufen, aber das Gefühl dabei ist für mich alles andere als angenehm und die Lebenden fühlen sich auch

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-03-10 21:51:41:
Vielen Dank Jeiy,

Hmm das Aussehen hab ich mir aus den zwei Geschichten von dir gezogen, die ich mir übrigens kopiert und ausgedruckt habe, weil ich heute nachmittag ganz altmodisch mit Papier, Kuli und Kaffe bewaffnet auf Blakonien geschreibst habe. Is schon wieder ne halbe Seite fertig, die Ideen sprudeln geradezu.Oh, schön, ich darf sie also selbst benennen.
Nun denn, und schon ist mir ein Name zugeflogen.

Na dann laß dich mal überraschen und nochmal vielen Dank fürs CharakterIdee leihen.

Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-03-10 17:01:12:
Na aber natürlich leihe ich dir meinen Charakter! Die Geschichte, die ich bisher über sie geschreieben habe ist ja auch noch nicht so umfangreich von daher ist das ja auch machbar ^^
Also, sie sollte ja eigentlich ein nebencharakter aus einer anderen Geschichte von mir darstellen, da war ich mir aber selber noch nicht sicher bei und wenn du sie jetzt übernimmst lassen wir das besser ^^ Das heißt sie ist noch namenlos, du kannst deiner Fantasie also freien lauf lassen und sie gerne bennen! ^^
Zu ihrem Aussehen ist nicht ganz so viel zu sagen, ich hab sie mit langen, dunkelroten Haaren beschrieben und ihr grüne Augen verpasst ^^
Zu ihrem Charakter noch: Ich hab sie mir auf jeden Fall immer als ziemlich selbstbewusst vorgestellt, sie lässt sich nicht viel erzählen und ist eigentlich eine Einzelgängerin ^^ Außerdem hab ich sie ja immer als 'Lucifers Engel' beschrieben, sprich, sie müsste auch ein gefallener Engel sein, aber das ist ja noch nicht wirklich festgelegt. Sie könnte sicherlich auch eine ganz andere Rolle spielen.
Also, bin gespannt, was du da noch so draus machst! ^^ Freu mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung.
Mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2008-03-10 12:19:50:
Hallo zhara,

freut mich, das es dir gefällt. Fortsetzung ist schon in Arbeit.

Meine liebe Jeiy,

genau das habe ich auch.-lacht- Es ergab sich plötzlich, das sich diese beiden Geschichten, also Meine und Deine verbinden liesen. also dachte ich, warum denn nicht.-grinst-
Ja es war meine Absicht, zumindest als ich zum Ende von diesem Teil kam.
Wenn du mir deinen Charakter leihen möchtest, nehme ich das gerne an. Eine kurze Beschreibung zu ihrem Aussehn und Wesen bzw Charakter wär nicht schlecht. Ist aber kein Muss, also nur wenn du willst.
Ich fände es auch toll, wenn ich bzw wir das hinbekommen.

Hallo The Shadow,

Freut mich, das auch dir die Fortsetzung gefällt.

Mit liebem Gruße
Anariel
The Shadow schrieb am 2008-03-09 22:50:26:
Die Fortsetzung ist wirklich gelungen.
Vor allem bin ich jetzt gespannt was ihr der Engel zeigen wollte und wer der andere Engel ist.

LG The Shadow
Jeiy schrieb am 2008-03-09 14:29:14:
Ja, ich bins wieder Anriel! ^^
Also, als ich das Ende dieser Fortsetung gelesen habe, musste ich ja fast schon lachen. Es ist so, als hättest du nun unsere beiden Geschichten miteinander verbunden! Die Situation passt ja wirklich fast haargenau auf meine Geschichte! Als würde es eine große sein, die man aus zwei verschiedenen Sichten erzählt bekommt ^^ Fand ich wirklich interessant und falls das deine Absicht gewesen war: Hast du gut hinbekommen! ^^ Ich würde dir meinen Charakter auch gerne leihen, meinen Engel Lucifers ^^ und falls du eine Beschreibung von ihr haben willst, gebe ich auch dir auch gerne eine. Ich fände es auf jeden Fall toll, wenn sich unsere Geschichten (und damit auch unsere eindeutig ähnlichen Musen) miteinander verstricken würden! ^^
Mfg
Jeiy
zhara schrieb am 2008-03-09 13:07:26:
Hi anariel, das hört sich wirklich spannend an und es dir gut gelungen in der ich perspektive zu schreiben. feu mich schon auf eine fortsetzung deine zhara.

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