Schattenmacht 21
von
Anariel, die Nomadin
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dunkel, aber weder falsch noch verzerrt. Schreck sticht daraus hervor wie eine scharfe Kante. Es ist ein Dämon, erkenne ich jetzt. Einen Augenblick später stehe ich, wobei ich mich immer noch auf den Fremden stützen muss und kann ihm ins Gesicht sehen. Er sieht überraschend gut aus, mit dem kinnlangen, tiefschwarzen Haar, der dunklen Haut, den spitz zulaufenden Ohren, den nichtmenschlichen, bernsteinfarbenen Augen mit der mandelförmigen Pupille und den markanten Gesichtszügen. Der große Mann mit dem schlanken, durchtrainierten Körper sieht mich verblüfft an. “Du bist das letzte Licht.” Seine Stimme klingt überrascht, ja beinnahe erschrocken. Beim sprechen hat er spitze, scharfe Eckzähne offenbart. Ich nicke perplex. “Und du ein Dämon,” stelle ich fest, “sag kannst du Feuer als Waffe benutzen?” Meine Stimme klingt schwach und schrill vor Panik.
Der Dämon runzelt die Stirn und fragt dann prompt weshalb ich das wissen will.
Wie zur Antwort ertönt oben auf der Düne ein triumphierendes Gekreische und ein Blick nach oben zeigt mir, das die Kreatur mir gefolgt ist. Erschrocken bemerke ich, dass ich den Ring nicht mehr benutzen kann, da ich all meine verbliebene magische Energie darauf verwandt habe, das Gift der Kreatur in meinem Körper zu neutralisieren.
Mir wird erneut kurz schwarz vor Augen und ich sinke gegen den Mann, der mir aufgeholfen hat. Instinktiv hält er mich aufrecht, während er zu dem Ding oben auf der Düne hinaufstarrt. “Vergiss meine Frage,” murmelt er halblaut, “und halt dich einfach gut fest.” Bevor ich fragen kann, was er meint, hat er mich auch schon auf seine Arme gehoben, wendet sich um und beginnt in einem überraschenden Tempo loszurennen. Hinter uns erklingt das sich entfernende Schreien der Kreatur, doch der Dämon hält nicht inne, sondern läuft noch ein gutes Stück weiter. Hoch oben auf einer weiteren Düne wendet er sich wieder um und blickt angespannt zurück. “Hartnäckig, das Vieh,” knurrt er, ”sieh hin, es kriecht unter dem Sand, als würde es schwimmen.” Ich folge der Aufforderung und erkenne, das der Mann recht hat. Die Kreatur bewegt sich wirklich unter dem Sand. Er runzelt die Stirn. “So werden wir es auf jeden Fall nicht los und einfach so verschwinden sollten wir auch nicht. Diese Dinger machen einem in letzter Zeit das Leben öfter schwer. Saugen alles aus was sie erwischen.” Er sieht mich scharf an. “Warum hast du gefragt ob ich Feuermagie habe?” “Weil, “ antworte ich ,” man sie so töten kann, mit Feuer.” Meine Augen weiten sich, als ich eine Idee habe. Ich hebe die Hand und streife den Ring ab um ihn den Dämon zu zeigen. “Kannst du mit so etwas umgehen?” Erstaunt betrachtet er das Stück. “Ein Feuerring,” stell er fest, “ich habe nicht Feuer als Waffe, aber Hitze. In Verbindung mit diesem Ring kann ich wohl einen kleinen Feuersturm entfachen.” Die Kreatur ist mittlerweile schon wieder sehr nahe. Ich kann kaum glauben, wie schnell sich dieses Wesen unter dem Sand bewegt hat. Der Dämon lässt mich mit der rechten Hand los, hält mich aber mit dem linken Arm noch fest, so dass ich mich weiterhin an ihn lehnen kann. Auffordernd streckt er mir die Rechte hin, damit ich ihm den Ring überstreife und nachdem das getan ist, reckt er sie der Kreatur entgegen. Mit einigen guttural klingenden Worten, die ich nicht verstehe, ruft er seine Kräfte auf und schickt unserem Verfolger einen Schwall aus Hitze entgegen. Dann ruft er die Macht des Ringes dazu und tatsächlich entfesselt er damit eine lange, breite sehr heiße Flamme, von der die Kreatur mitten im Angriff getroffen wird. Schreiend und sich winden verbrennt sie nur wenige Meter vor uns.
Erleichtert atmen wir beide auf. Dann plötzlich wird der Dämon ernst. “Sie hat dich verletzt, nicht wahr?” Er sieht mich traurig an und ich nicke. “Ja, hat sie, aber ich werde mich nicht verwandeln.” Ich lächle über sein erstauntes Gesicht und fahre erklärend fort. “Ich kann es anscheinend heilen, aber nur ganz am Anfang. So habe ich auch einen Freund davor gerettet sich zu verwandeln.” Der Mann hebt überrascht die Augenbraue. “Du bist dir sicher?” Ich nicke erneut. “Ja, aber das heißt nicht, das es nicht mehr wehtun würde. Ich habe nur das Gift in meinem Körper neutralisiert, zu mehr reichte meine Kraft nicht mehr aus.” Er nickt verstehend. “Du musst viel Magie in dir haben, denn das ist das erste was sie aus einem heraussaugen und das verdammt schnell.” Er blickt wieder zu dem Häuflein Asche, das der Wind langsam verweht, dann sieht er mich wieder an und ein Lächeln zuckt über seine Züge. “Ich bin übrigens Tamoran.” Auch über mein Gesicht zieht nun ein Lächeln. “Hallo Tamoran, schön dich kennen zulernen. Ich glaube ich schulde dir etwas.” Jetzt öffnet sich das Lächeln des Dämonen zu einem breiten, amüsierten Grinsen. Mit einer schnellen Bewegung hat er mich wieder hochgehoben. “Ich bringe uns wohl besser erst einmal hier weg, irgendwo hin wo ich dich absetzen kann und dann will ich mir dein Bein ansehen.” Ich halte mich an ihm fest und sehe ihn dankbar an. “Danke, Tamoran,” meine ich mit ernster Stimme, “vielen Dank. Du hast mir eben das Leben gerettet.” Erneut grinst der Mann auf diese anziehende Weise. “Gern geschehen.” Mit diesen Worten dreht er sich um und läuft mich tragend los.
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Kommentare
Anariel schrieb am 2008-04-10 22:44:44:
Huhu Jeiy,
schön das es dir noch gefällt. Hmm...das werden jetzt schon bald mehr Dämonen und andere übernatürliche Geschöpfe. Schön langsam wirds dann nämlich dramatischer werden.
Hmm...ja satan, also vom Wesen her sehe ich ihn tatsächlich so, vom Aussehen her hab ich kein echtes Bild von ihm, also hab ich das klassische genommen.
Ja, man sollte Lucifer nicht unterschätzen. Ich möchte zudem in dieser Geschichte erreichen, dass man bei ihm nicht so recht weiß...sich nicht sicher ist, bis zur Aufklärung. Du weißt ja wie sehr ich zweispältige Charaktere mag.-grins-
Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-04-10 16:43:08:
Hi Anariel,
Oh, nun kommen also doch auch mal Dämonen vor! Hab mich schon gefragt wie lange es noch dauern wird, bis du welche einfügst ^^ Und dann kommen gleich zwei auf einmal und ich bin auch echt froh, dass du Satan so darstellst, so seh ich ihn nämlich auch immer (zumindest so ähnlich ^^).
Was mir auch gefällt ist, dass du wieder sehr stakr verdeutlichst wie gefährlich Lucifer eigentlich ist. man sollte ihn wirklich nicht unterschätzen ^^
Mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2008-04-10 15:58:51:
Hallo Jadestein,
freut mich, das auch du diese Geschichte toll findest.
Hmm...mit dem Dämonen habe ich auch noch so einiges vor. Lasst euch überraschen. -grinst-
Mit liebem Gruß
Anariel
Jadestein schrieb am 2008-04-10 14:05:13:
Hallo bin begeistert von deiner Geschichte. Den Dämon find ich jetzt schon cool. Hoffe es geht bald weiter.
BB
Jadestein
Anariel schrieb am 2008-04-10 12:04:43:
Hallo Dragoneye,
das freut mich, dass dir die Story gefällt.
Der nächste Teil ist schon in Arbeit und dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
Mit liebem Gruße
Anariel
Dragoneye schrieb am 2008-04-10 10:03:21:
Hollo ich bins wieder.
Ich finde die story einfach ginial..
Schreib schnell weiter. Bin schon gespant was Uriel zu dem Dämon sagen wird!!!
Bis bald
Dragoneye
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