Schattenmacht 25
von
Anariel, die Nomadin
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Stunden später, die Sonne ist schon lange untergegangen schwebe ich hoch über dem Fluss und blicke angespannt hinab. Zwischenzeitlich waren ich und Tamoran wieder in der Nefud, wo bereits Shanael und Uriel auf uns warteten. Die beiden hatten das Wesen in Rom ohne all zu große Probleme beseitigt und die drei Sandhexen leisteten in der Sahara ganze Arbeit. Den drei gelang es tatsächlich langsam aber sicher die Kreatur dort auszutrocknen. Worüber ich sehr froh bin.
Anschließend folgte ich meiner Aufgabe und reiste an mehrere verschiedene Orte um dort traurige Seelen zu trösten, wobei mich Tamoran wie ein Schatten begleitete.
Danach kehrten wir wieder in den Amazonas zurück um uns mit den Wesen dort zu beraten, wie wir am besten die beiden Kreaturen im Fluss zur Strecke bringen könnten. Nachdem auch Uriel und Shanael zu uns aufschlossen haben wir schnell einen annehmbaren Plan zusammengestellt. Und nun, nun schwebe ich hier hoch oben und warte darauf, dass es los geht. Erstaunlicherweise halten sich die beiden Kreaturen recht nahe beieinander auf, von daher haben wir es wirklich mit allen beiden auf einmal zu tun, was die Sache nicht einfacher macht. Andererseits müssen wir dann nicht befürchten von hinten angegriffen zu werden. Ein schweres Seufzen dringt mir aus der Brust.
Von meinem Aussichtspunkt so hoch über dem Fluss kann ich erkennen wie sich die Wesen des Dschungels am Rande des Flusses verteilen und ihre Plätze einnehmen. Die Wassersängerin hat ihren Platz ein gutes Stück oberhalb der Kreaturen im Fluss erreicht und ich kann spüren, wie sie ihre Gabe nutzt. Mit sanfter Stimme überredet sie den Fluss dazu kurzzeitig einen anderen Verlauf zu nehmen und damit den beiden bösen Wesenheiten den Schutz des Wassers zu nehmen. Wie wir es besprochen haben tut sie dies ganz langsam, so dass es am Anfang kaum auffällt um dann den Rest auf einen Schlag umzuleiten. Sobald dies geschehen ist, würden alle hier, die eine Feuergabe besitzen die Kreaturen angreifen. Wobei jene, die keine Flammen zur Waffe hatten den Angreifern den Rücken freihalten würden. Der Phönix verbirgt sich noch im nahen Wald. Er, oder besser gesagt seine Feuermagie, stellt neben Shanaels Gabe unserer beste Waffe dar. Die beiden würden sich zusammenschließen und versuchen die beiden Kreaturen aus der Luft schnell zu verbrennen. Wir hoffen sehr, das es uns gelingt sie regelrecht einzukesseln, so das es schnell geschehen kann.
Mein Blick schweift in die Dunkelheit um mich herum und ich entdecke bald Shanael, die lautlos in der Nähe im Kreis segelt. Uriel ist auch nicht weit und die Nachmahre fliegt auch hier oben herum. Tief unter mir kann ich Tamorans Resonanz wahrnehmen. Shanael hat ihm einen ähnlichen Ring wie den meinen mitgebracht, von daher wird auch er mitten im Geschehen sein. Ich hoffe das ihm nichts passiert. Sinnend betrachte ich meinen eigenen Feuerring. Ein weiteres Seufzen entflieht meiner Brust. Ich mag es nicht, dieses kämpfen. Es ist mir schlicht zuwider, aber irgendwie habe ich wohl auch die Verantwortung mich zu beteiligen. Als eine der wenigen kann ich diese Kreaturen schon vom weitem spüren.
Die Anspannung um mich herum wächst langsam, während nun endlich das Wasser weniger zu werden scheint und dann stockt mir der Atem. Eine der beiden Kreaturen taucht aus dem Fluss auf und zeigt sich. Sie ist gigantisch, noch größer als das Ding an den Oasen in der Nefud. Ein kalter Schauer jagt mir den Rücken hinab, während ich den amorphen, tintenschwarzen Körper mit den vielen Tentakeln unter mir in Augenschein nehme. Du liebe Zeit! Diese Dinger werden wirklich immer größer, denn dieses hier ist mindestens fünfmal so groß, wie das allererste in New York. Ein Stirnrunzeln zieht über mein Gesicht. Ist das wirklich noch nicht einmal zwei Wochen her? Mir kommt es bedeutend länger vor.
Nervös streiche ich mir ein lose Strähne hinter das rechte Ohr und warte weiterhin. Meine Haut kribbelt als hätte ich Ameisen darauf, oder vielleicht auch darunter. Alles in allem fühle ich mich, als würden wir alle heute in die Schlacht ziehen, was ja in gewisser Weise wirklich so ist. Der Wasserpegel sinkt immer weiter und legt nun auch die zweite der Kreaturen frei. Seltsam diese beiden Wesen scheinen näher zusammengerückt zu sein. Ahnen sie womöglich den bevorstehenden Angriff, oder bilde ich mir das nur ein? Erneut streiche ich mir die widerspenstige Haarsträhne zurück und blicke mich angespannt um. Tief unter mir, im Gebüsch und Dschungel kann ich die lautlose Anspannung der Geschöpfe dort wahrnehmen, die den Kreis um diese beiden bösen Wesenheiten immer enger ziehen. Mir kommt es vor als würde sich die Zeit wie zäher Kaugummi dehnen und aus den Minuten Stunden machen. Verflixt, ich will das endlich hinter mir haben!
Als wären meine Gedanken der Auslöser gewesen erklingt nun der hohe, helle Schrei der Wassersängerin, der uns ankündigt, dass sie nun den gesamten Fluss umleitet. Beinahe schlagartig sinkt der Wasserspiegel unter uns auf ein Minimum und innerhalb weniger Sekunden beginnen beide Kreaturen wütend zu kreischen. Verwandelte Wesen tauchen um sie herum auf und der Kampf beginnt mit einer Heftigkeit, die mich zu Tode erschreckt. Nur wenige Augenblicke danach habe ich keine Zeit mehr zum nachdenken, denn auch ich selbst bin in die Kämpfe verstrickt.
Mittlerweile habe ich das lange Kampfmesser von Shanael angenommen und der Engel hat mir gezeigt wie ich damit umgehen muss. Zu meiner eigenen Überraschung habe ich ein natürliches Talent dafür und innerhalb weniger Stunden gelernt mich damit recht effektiv zu wehren. Nun benutze ich es ohne darüber nachzudenken um mir die fliegenden verwandelten Wesen vom Leib zu halten, ebenso wie ich meinen Ring benutze. Uriel ist dich bei mir und verschafft mir immer wieder kurze Ruhepausen um die Feuermagie auf die beiden Kreaturen zu lenken.
Erneut lenke ich einen der dünnen, im hellem Rot leuchtenden Strahlen in eines davon und brenne ein Kopfgroßes Loch in den amorphen Körper. Dann muss ich aber auch schon wieder ablassen um einer weiteren fliegenden Kreatur auszuweichen. Von zwei anderen Seiten nähern sich mir nun auch zwei weitere verwandelte, fliegende Geschöpfe. Kurz beende ich meine Levitation und falle einige Meter in die Tiefe bevor ich die magische Energie in meinem Körper wieder konzentrieren kann und erneut schwebe. Der riskante Akt hat aber den gewünschten Effekt, denn meine Angreifer sind zusammengestoßen und haben sich ineinander verkrallt. Ein Feuerball von Shanael lässt sie zuckend verbrennen. Verwirrt frage ich mich woher plötzlich all die verwandelten Wesen hergekommen sind. Ich konnte einige spüren, aber gewiss nicht so viele.
Uriel, der von einem Wesen verfolgt wird, das entfernte Ähnlichkeit mir einem Greif hat, kommt im schnellen Flug auf mich zu. Geistesgegenwärtig richte ich die Magie meines Ringes auf seinen Verfolger, der daraufhin kreischend abstürzt. Die wenigen Momente, die der Engel braucht um zu mir zu kommen, kann ich für
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Kommentare
The Shadow schrieb am 2008-04-23 17:45:20:
Einfach fantastisch, mehr kann man da nicht mehr dazu sagen.
Bitte schnell weiterschreiben.
LG
The Shadow
Anariel schrieb am 2008-04-21 19:20:39:
Hallo Mareike,Yuriko, jess und Jeiy,
es freut mich sehr, dass euch meine Geschichte so gut gefällt. Schön das ich euch damit anscheinend so fesseln kann.
Der nächste Teil ist schon in Arbeit.
Mit leibem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-04-21 16:56:53:
Sehr Actiongeladen diesmal! ^^
wieder mal wirklich gut und diese Vision/Traum/Erscheinung am Ende hat mir auch echt gut gefallen! Immer weiter so ^^ Mehr kann ich auch eigentlich gar nich sagen ^^
Diese Gesichte ist einfach nur genial!
Mfg
Jeiy
jess schrieb am 2008-04-21 15:36:43:
die geschichte ist voll toll!^^ freue mich schon auf die nächsten fortsetzungen!!!!=) lg jess
Yuriko schrieb am 2008-04-21 15:10:10:
das wird ja immer spannender !!!
schreib bloß schnell weiter...!!!
Mareike schrieb am 2008-04-21 14:50:56:
Oh diese Geschichte ist einfach der Hammer!
Ich verschlinge sie regelrecht und komme einfach nicht davon los.
Wie immer nur eine Bitte, schreib schnell weiter!
LG
Mareike
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