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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Schattenmacht 25

von Anariel, die Nomadin

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noch wie mir die Beine nachgeben und dass der Engel mich mit einem besorgten Ruf auffängt. Dann falle ich nur noch in die bodenlose Schwärze einer Bewusstlosigkeit.


Tief und tiefer falle ich, hinein in eine bodenlose Schwärze. Irgendwann scheine ich langsamer zu werden, obwohl hier Geschwindigkeit keine Rolle spielt. Schließlich schwebe ich sachte wie eine Feder in die Tiefe um dann meine Abwärtsbewegung ganz einzustellen.
Langsam drehe ich mich um mich selbst, aber ich kann nichts sehen. Um mich herum gibt es nur die Schwarze Finsternis, doch ich weiß dass ich keine Angst haben muss. Sie ist nicht kalt diese Dunkelheit und auch nicht verzerrt oder falsch. Im Gegenteil, ich fühle mich geborgen. Aber wo bin ich denn? Wie kam ich her? Verflixt was ist denn nun schon wieder los?
Ich würde zu gerne etwas sehen.
Als wäre der Gedanke ein Auslöser kann ich nun etwas sehen. In der Ferne, obwohl hier Entfernungen anscheinend keine Rolle spielen, so habe ich das Gefühl es wäre weit weg. Dort sehe ich nun eine Gestalt mit riesigen dunklen Schwingen, die wie die der Nachtmahre geformt sind und ebenso transparent wirken. Einen Moment später wird mir klar, das sie nicht dunkel sondern beinahe durchsichtig sind, so dass ich nur die Dunkelheit dahinter wahrnehme.
Sie nähert sich der Mitte dieses Ortes, auch wenn ich nicht begreifen woher ich weiß, dass es die Mitte und diese Gestalt weiblich ist. Dort angekommen glüht sie plötzlich in hellem, blendenden Silberlicht auf, das ihre Konturen scharf nachzeichnet. Was für ein seltsames Wesen ist das nur? Wer ist sie? Wo kam sie her? Ich habe das Gefühl, dass ich dies eigentlich wissen sollte. Doch woher nur?
So fremdartig sie auch ist, ich finde sie wunderschön. Das Licht wird immer heller und dann scheint es aus ihr heraus zu explodieren. Die Materie, die sie mit sich herumgeschleppt hat löst sich von ihren Konturen und zerfällt zu tausenden Funken. Woher weiß ich, dass sie Materie mit sich herumgeschleppt hat?
Die Gewalt der Lichtexplosion verwandelt die Bruchstücke in glühende Splitter, die fortgeschleudert werden. Wie eine Sternenexplosion, so sieht es aus und die Gestalt ist ihr Mittelpunkt.
Auch mich ergreift die Druckwelle und treibt mich ein Stück vor sich her, der Raum um uns dehnt sich ein großes Stück aus. Aus der Ferne, weit hinter mir ertönt ein gellender Schmerzschrei, doch als ich meinen Blick wende kann ich niemanden sehen.
Verstört wende ich mich wieder um, doch um mich herum ist wieder Dunkelheit, der Funkenregen ist vorbei. Doch diese Dunkelheit ist nicht mehr so tief wie zuvor. Überrascht erkenne ich, das ich mich nun in der Mitte befinde. Wie ich dort hin gekommen bin, weiß ich aber nicht. Ich bin nicht allein, doch nun kann ich mich nicht mehr bewegen.
Eine wundervolle Frauenstimme erklingt dicht neben meinem Ohr. Die Stimme ist unglaublich klangvoll, weich, fließend und voller Melodie. Jedes einzelne Wort wirkt, als wäre es ein Lied. “Ich habe ihn verletzt,” sagt sie,” aber ich wollte das nicht. Ich wusste nicht das er da war und als ich es erkannte, hatte ich bereits all die Materie, die sich bei meiner Reise durch das große Chaos an mich geheftet hat, von mir gestoßen. Einer der Funken hat ihn getroffen und nun sind sie beide verloren gegangen im Chaos. Ich wusste lange nicht, ob er noch lebte. Aber dann habe ich ihn wieder gefunden.” Ich begreife die Worte, aber nicht so wirklich ihren Sinn. “Wer spricht da zu mir?”
Ein Lachen antwortet mir und mir wird bewusst, dass ich meine Gedanken ausgesprochen habe. “Das ist unwichtig.” Erneut umfängt mich diese unglaubliche Stimme mit Wärme und Freundlichkeit. “Viel wichtiger ist es, dass du weißt, was geschieht. Durch das Chaos streift ein dunkles, bösartiges Wesen von schrecklicher Kälte. Es findet Welten, nistet sich dort ein und verdirbt sie ganz langsam, während es dort schläft. Schließlich ist sein unterbewusstes Tun so weit gediehen, dass es erwacht. Es sucht sich einen Partner, in den es eindringt, ihn aber nicht unterwirft. Es entsteht eine Symbiose. Danach beginnt es die Welt willentlich zu verändern, derenthalben bedient es sich Wesenheiten die es geschaffen hat und die die Welt allein durch ihre Anwesenheit verändern. Es nährt sich von der Welt bis nichts mehr übrig bleibt außer einem dunklen, kalten, verzerrten, bösen Ort. Dann zieht es weiter, taucht erneut ein in das große Chaos und findet eine neue Welt.” Die Göttin, denn nichts anderes ist es, das hier mit mir spricht, hält kurz inne, während ich langsam das gesagte begreife. Erschrocken ziehe ich den Atem ein. “Ja,” meint sie leise, “es ist genau das, was nun in deiner Welt geschieht. Aber es gibt einen Weg das böse Wesen aus dem Chaos aufzuhalten. In diese Welt wurden sieben Siegel gelegt, fünf davon in die der Menschen, eines an das Ende der Welt, einen Ort der gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Welt der Lebenden existiert. Das siebte Siegel aber, das allererste wurde in die damals neu entstandene Hölle gelegt. Es ist dieses Siegel, das als erstes geöffnet werden muss! Nur wenn dieses Siegel geöffnet wurde können auch die anderen geöffnet werden. Wie es geht steht in dem Buch, letztes Licht, Hoffnung dieser Welt! Finde das Buch, suche die Siegel, öffne sie und am Ende tanze und leuchte wie noch nie zuvor und wenn du auch noch den verlorenen Funken gefunden hast, dann kannst du das Wesen aus dem Chaos vielleicht sogar vernichten!” Erschrocken fahre ich zusammen.
Nein das muss eine Verwechslung sein! Sie kann unmöglich mich meinen!
“Ich bin doch nur ein Mensch, der aus der Welt genommen wurde!” Mein Ruf hallt durch den Raum um uns und erneut lacht die Göttin. “Nein,” meint sie freundlich, “du bis viel, viel mehr. Aber das wirst du noch selbst herausfinden.” Ihre Stimme wird leiser und ich kann mich bewegen. Erneut ist undurchdringliche Finsternis um mich herum. Wo ist sie hin?
Suchend sehe ich mich um, doch ich kann nichts mehr sehen. “Suche das Buch,” dringen ihre Worte noch einmal leise zu mir, “finde die Siegel, öffne sie.” Dann ist nur Stille um mich, bis mich ein anderes Geräusch aufhorchen lässt. Irgendjemand ruft nach mir. Ärgerlich schüttle ich den Kopf. Ich will noch nicht fort hier, doch die Stimme wird immer aufdringlicher.
In meinen Kopf beginnt sich alles zu drehen und dann nehme ich das Gewicht meines eigenen Körpers wahr. Blinzelnd öffne ich die Augen und sehe einem überaus erschrockenen Uriel ins Gesicht. “Hoffnung? He da bist du ja wieder! Geht es dir gut?” Erneut blinzle ich. “Was....” ich muss mich räuspern, da mir die Stimme versagt. “Was,” versuche ich es erneut, “ist passiert?” Uriel lächelt erleichtert. “Du bist einfach umgekippt.” Seine Stimme ist immer noch voller Sorge, was mich die Stirn runzeln lässt. Vorsichtig setze ich mich auf und fahre mir benommen durchs Gesicht. Dann lasse ich meinen Blick schweifen und bin erstaunt über die Versammlung um mich herum.

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Kommentare

The Shadow schrieb am 2008-04-23 17:45:20:
Einfach fantastisch, mehr kann man da nicht mehr dazu sagen.
Bitte schnell weiterschreiben.

LG
The Shadow
Anariel schrieb am 2008-04-21 19:20:39:
Hallo Mareike,Yuriko, jess und Jeiy,

es freut mich sehr, dass euch meine Geschichte so gut gefällt. Schön das ich euch damit anscheinend so fesseln kann.
Der nächste Teil ist schon in Arbeit.

Mit leibem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-04-21 16:56:53:
Sehr Actiongeladen diesmal! ^^
wieder mal wirklich gut und diese Vision/Traum/Erscheinung am Ende hat mir auch echt gut gefallen! Immer weiter so ^^ Mehr kann ich auch eigentlich gar nich sagen ^^
Diese Gesichte ist einfach nur genial!
Mfg
Jeiy
jess schrieb am 2008-04-21 15:36:43:
die geschichte ist voll toll!^^ freue mich schon auf die nächsten fortsetzungen!!!!=) lg jess
Yuriko schrieb am 2008-04-21 15:10:10:
das wird ja immer spannender !!!
schreib bloß schnell weiter...!!!
Mareike schrieb am 2008-04-21 14:50:56:
Oh diese Geschichte ist einfach der Hammer!
Ich verschlinge sie regelrecht und komme einfach nicht davon los.
Wie immer nur eine Bitte, schreib schnell weiter!

LG
Mareike

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