Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Schattenmacht 26

von Anariel, die Nomadin

1 2 3

Stunden später ist Shanael bereits wieder fort. Dieses Mal aber hatte sich mir die Gelegenheit geboten sie zu fragen. Etwas unbehaglich war mir schon, da ich das Gefühl hatte weit in ihre Privatsphäre einzudringen, aber ihr Lachen beruhigte mich schnell. Nun also weiß ich das es eine Art Zwischenebene gibt zwischen der Welt der Menschen und der Hölle. Dort geht und sinkt die Sonne im Zwölfstunden Takt und genau an diese Zeiten ist sie für gewöhnlich gebunden. Natürlich kann man auch direkt und ohne den Umweg über diese Zwischenebene in die Welt der lebenden treten, was der Engel immer dann tat, wenn die Tag- und Nachtzeiten überhaupt nicht übereinstimmen.
Dafür muss sie dann aber auf ihren Sonnenuntergang verzichten und verbringt anschließend meist etwas mehr Zeit in der Hölle. Ansonsten gilt für Shanael eigentlich nur, das sie die Sonne nicht aufgehen sehen darf und auch nur die wenigen Minuten des Sonnenuntergangs miterleben kann. Mittlerweile steht nun hier schon die Sonne am Himmel. Von daher ist der rothaarige Engel losgezogen, ihre Aufgabe zu erfüllen. Vor wenigen Minuten ist nun auch Uriel aufgebrochen, ich jedoch wollte nun erst mal hier am Amazonas bleiben. Vor allem auch, weil sich mir hier die Gelegenheit bot mit einigen Dämonen zu reden, was ansonsten ja kaum möglich ist, da sie mich meiden. Hier allerdings bin ich wohl zu so etwas wie eine Heldin avanciert. Im Moment aber sind sie alle mit anderem beschäftigt. Einige der Wesen sind aufgebrochen um einige versprengte verwandelte Wesen aufzuspüren und zu erledigen, bevor sie noch jemanden ansteckten. Mittlerweile sind wir alle darüber einig geworden diese Verwandlungen als eine Art Krankheit zu bezeichnen. Tatsächlich hat sich mittlerweile die Bezeichnung, das schwarze Fieber durchgesetzt, was ich irgendwie passend finde.
Auch ich bin im Moment nicht dazu aufgelegt irgendjemanden Fragen zu stellen. Bisher habe ich noch niemanden von meinem seltsamen Traum erzählt. Ein humorloses Lächeln erscheint auf meinem Gesicht. Das war kein Traum, das war eindeutig irgendeine Art von Vision. Ich bin nicht unbedingt begeistert darüber. Als hätte ich nicht schon genug um die Ohren, nun also auch noch Visionen! Ich verdrehe einen Moment die Augen, dann schweift mein Blick wieder über das Lager.
Seltsam ist es schon gewesen, dieses Gefühl von Geborgenheit. Irgendwie wusste ich ganz genau, das mir nichts passieren konnte. Ein Stirnrunzeln zieht über mein Gesicht, während ich mir die Geschichte die mir erzählt wurde ins Gedächtnis rufe. also folgt dieser ganze Wahnsinn wirklich einem Plan, geführt von einem einzigen Wesen, dass sich nun wohl in Symbiose zu einem Wesen dieser Welt befindet. Aber wer oder was kann das sein?
Ein Seufzen dringt mir tief aus der Brust. Erneut frage ich mich, wie zum Donnerwetter ich in all das hineingeraten bin. Was ist so anders an mir? Was bin ich? Woher komme ich? Bin ich wirklich ein Wesen des Schöpfergottes? Aber ich war doch als mehr oder weniger gewöhnlicher Mensch geboren worden. Wie soll ich da etwas anderes sein?
Die Antwort ist da, ich kann sie ganz nahe unter der Oberfläche meines Bewusstseins spüren, aber ich bekomme sie schlicht nicht zu fassen. Ich komme nicht darauf was es ist. Frustriert stehe ich auf und beginne etwas herum zu gehen. Schließlich sehe ich nach Tamoran, der nach dem Erlebnis heute reichlich fertig war und nun schläft. Besorgt streiche ich dem Dämon das schwarze Haar aus der Stirn, was ihn sich ein wenig bewegen läst. Er wacht aber nicht auf. Vorsichtig befühle ich seine Stirn, ob er Fieber hat und lasse erleichtert von ihm ab, als es nicht so ist. Eine der Baummaiden hat die Wunde an seinem Unterarm gesäubert, mit einer Heiltinktur ausgewaschen, anschließend genäht und dann verbunden. Der Unterschied zwischen der dunklen Haut und dem weißen Verband könnte kaum größer sein. Wieder muss ich an seine Schmerzen denken und an die Tiefschwarzen Linien, die sich selbst von seiner dunklen Hautfarbe absetzten. Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken. Wenn ich nicht so schnell bei ihm gewesen wäre, dann befände sich nun seine Asche mit der der anderen verwandelten Wesen im Flussbett und würde langsam vom Fluss fort getragen. Was mich an der ganzen Sache so schrecklich irritiert ist die Tatsache, dass es bei Uriel viele stunden dauerte, bis die ersten Anzeichen eine Verwandlung einsetzten, aber bei dem Wüstenläufer innerhalb kurzer Zeit. Ebenso wie bei mir. ich habe mich etwas mit Missa unterhalten und erfahren, dass sich scheinbar dunkle Wesenheiten viel schneller verwandelten als Helle. Was mir dabei so zu schaffen macht ist mein eigenes Erlebnis in der Wüste und die Tatsache das auch bei mir die Anzeichen einer Verwandlung sehr schnell eingetreten sind. Aber ich bin keine dunkle Wesenheit. Ich bin mir nicht sicher ob ich eine Helle bin, aber das ich keine Dunkle bin, darüber bin ich mir sehr sicher. Ein weiterer Seufzer entringt sich meiner Kehle.
Schließlich blicke ich wieder auf Tamoran hinab und sehe erfreut das der Mann die Augen geöffnet hat. Er sieht mich erstaunt an, dann huscht sein typisches Grinsen über das gut aussehende Gewicht. "Hast dir wohl Sorgen gemacht?" Ich nicke lächelnd. "Ich wollte nur sicher gehen, dass du auch wirklich nicht infiziert wurdest." Meine Stimme klingt müde und der Dämon nickt verstehenden, dann setzt er sich vorsichtig auf. "Um ehrlich zu sein," seine Stimme klingt erschöpft, "fühle ich mich als wäre eine ganze Herde Elefanten über mich drüber getrampelt. Aber so geht es mir eigentlich ganz gut." Er lächelt kurz, wird dann aber sofort wieder ernst. Eine Zeitlang schweigen wir, schließlich beginnt er leise zu sprechen. "Was du da gemacht hast, da draußen, nachdem das Ding mich gebissen hat, das..." Ihm stockt kurz die stimme, aber nur einen Moment später hat sich der Mann gefangen. "Das war, als hätte mir jemand eine Infusion mit flüssigem Licht gelegt, verstehst du. Das ist einfach so durch mich durchgerauscht. " Er sieht mich mit einem seltsamen Ausdruck auf dem Gesicht an, dann fährt er sich etwas fahrig durch die Haare. "Weißt du, es war nicht unangenehm, das nicht, aber irgendwie total heftig. Verstehst du? So etwas habe ich vorher noch nie erlebt."
Ich lege ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Ich verstehe schon, Tamoran." Das tue ich tatsächlich. Ein weiters Stirnrunzeln zieht über meine Züge. Ich wende mich dem Dämonen wieder zu. "Tamoran? Wir sind Freunde, oder?" Der Mann sieht mich kurz an. Mir scheint als würde tiefe Traurigkeit in seinen bernsteinfarbenen Augen aufblitzen und sie kurz dunkler färben. Doch gleich darauf ist dieser Ausdruck auch schon wieder verschwunden und er lächelt mir ehrlich entgegen. "Ja, das sind wir." Seine Stimme ist ehrlich und auch in seiner Resonanz kann ich keine offensichtliche Lüge erkennen. Wahrscheinlich habe ich es mir nur eingebildet, oder der Dämon hatte einmal eine Freundin, an die ich ihn erinnere. Wieder sitzen wir eine Zeitlang nebeneinander

1 2 3

Kommentare

Anariel schrieb am 2008-04-26 18:27:56:
Huhu Jeiy,

Freut mich, dass sie dir immer noch gefällt.
Hmm...ja man soll ihn auch mögen, den Tamoran. Hab mit dem armen Kerl noch einiges vor.-diabolisch grinst- Schön das ich ihn scheinbar sympathisch rüberbringen kann.

Ja streikende Internet macht einen bisserl kirre, kenn ich.
Na ich hoff mal das es nu wieder funktioniert und auch das sich deine Anderen Probs lösen lassen.

Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-04-25 16:50:49:
Hi Anariel
Mein Kommentar kommt diesmal ein bisschen spät, ich weiß (Mein Internet hat gestreikt und ich hatte auch noch nen paar andere Probleme...), aber jetzt kommt es ja doch noch!
Obwohl ich wirklich nich mehr viel sagen kann. Deine geschichte ist super und irgendwie mag ich Tamoran! Undurchsichtige Charaktere hab ich nunmal einfach gern ^^ Bin, wie immer, sehr gespannt wie es weiter geht!
Mfg
jeiy
Anariel schrieb am 2008-04-25 11:24:04:
Hallo Julia,
das freut mich.

Huhu Jess,
schön das sie dir gefällt und du Spaß beim lesen hast. Hmm....na dann wollen wir mal demnächst sehen, ob sich deine Vermutung auch bestätigt.-grinst-

Hallo The Shadow,
vielen Dank für dieses Kompliment.-bisserl rot werd- Es freut mich wirklich sehr, dass auch dir noch die Geschichte gefällt.

Der nächste Teil ist noch in Arbeit.

Mit liebem Gruße
Anariel
The Shadow schrieb am 2008-04-24 20:58:06:
Was gibt es viel zu sagen. Einfach fantastisch, dunkel, wunderschön...eine geniale Geschichte eben.
Bitte schreib schnell weiter.

LG
The Shadow
jess schrieb am 2008-04-24 14:07:45:
deine story macht echt spaß zu lesen!!^^ auch wenn ich schon so ne ahnung habe was mit tamoran nicht stimmt bin ich gerade was die beziehung von ihm und das letzte licht angeht sehr gespannt wies weitergeht!!=) lg jess
Julia schrieb am 2008-04-23 22:46:08:
Toll, wirklich toll.
Bitte schnell weiter.

LG Julia

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.