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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Schattenmacht 29

von Anariel, die Nomadin

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Einen Moment später erkenne ich, dass dies ein Fehler war. Heißer Schmerz schießt mir durch den Körper. Blind und orientierungslos taumle ich zurück und stürze haltlos nach hinten auf den harten Felsgrund unter mir. Mein eigener Schrei hallt von den Steinwänden wieder und einen Augenblick später erkenne ich, dass nicht nur ich vor Angst und Schmerz schreie. Ich krümme mich kurz zusammen und stell erleichtert fest, dass sich die Schmerzen schon wieder legen. Endlich kann ich auch wieder etwas sehen und erblicke Missa, die sich nicht weit vorn mir entfernt windet. Was verflixt noch einmal war das denn jetzt?
Langsam und stöhnend rapple ich mich auf und krieche zu der Leopardenfrau hinüber, die nun auch aufgehört hat zu schreien. Mit einem Knurren rollt sie sich auf den Bauch und erhebt sich auf alle Viere. Ihre Augen sind geweitet, als sie mich ansieht. "Was zur Hölle war das denn jetzt?" Die Stimme der Dämonin ist rau und ihr Schreck sticht wie eine lange, scharfe Spitze aus ihrer Resonanz hervor. Ich muss beinnahe lachen, denn sie hat meine eigenen Gedanken perfekt in Worte gefasst. "Keine Ahnung," flüstere ich, "aber vermutlich so etwas wie ein verborgener Bann oder ähnliches. Eben etwas das verhindern soll, dass man diesen Ort mit dem Schritt verlassen kann. Glaube ich zumindest." Ich bin erstaunt wie rau sich meine Kehle anfühlt und bemerke erschrocken, dass schon wieder meine magischen Reserven gut zur Hälfte aufgebraucht habe. Ich lasse meinen Blick schweifen, kann aber nicht viel sehen, das es hier so gut wie kein Licht gibt. Von der Decke leuchtet ein dumpfes Licht herunter. Ich sehe genauer hin und erkenne einen Leuchtstein. Moment einmal...?
Ich halte entsetzt inne. Der Raum in dem wir waren wäre ohne Missas Lichtkugel völlig finster gewesen. Weder ich, noch die Leopardenfrau hätten dort etwas sehen können. Hier aber kann ich die andere Frau relativ gut erkennen. Demnach befinden wir uns ganz sicher nicht mehr dort, wo wir eben noch waren! Meine Augen weiten sich, während diese Erkenntnis mit voller Wucht in meinem Geist aufschlägt. Missa starrt verwirrt in die Dunkelheit. "Wo verflixt sind wir eigentlich?"
Ich schüttle nur den Kopf und starre weiter in die tiefe Finsternis ein Stück weiter. Mir war gerade so als hätte ich etwas gehört. Die Sekunden scheinen sich zu dehnen, doch als ich es schon als Einbildung abtun will erklingt das Geräusch wieder. Ein Rascheln, als bewege sich etwas dort in der Finsternis. Instinktiv beginne ich nun die Resonanz zu prüfen und erkenne sie wieder. Ich krabble etwas rückwärts weg und werfe einen beinnahe panischen Blick um mich. Zu meiner linken Seite erhasche ich einen Blick auf eine Mauer aus Natursteinen, deren Resonanz von Jahrhunderten spricht und von einem extrem starken Bann. Verflucht! Auf dieser Seite befinden sich tiefe Kerben in den Steinen. Ich schlucke trocken, als erneut das Rascheln erklingt. Diesmal merkt auch Missa auf und blickt angespannt in die Finsternis. Dann plötzlich erscheint ein schräges, ironisches Grinsen auf ihrem Gesicht, als sich eine kleine Gestalt aus dem Dunkel löst. "Eine Ratte," lacht sie auf, "man diese Viecher kommen auch überall hin. Los verschwinde," faucht sie das Tier an, "du hast uns schon genug erschreckt."
Die Ratte wendet sich mit einem leisen Quietschen zur Flucht und Missa dreht sich zu mir um. Als sie mein Gesicht sieht, wird die Frau schlagartig ernst. "Hoffnung? Verflixt, das war nur eine Ratte. Du hast doch keine Angst vor den Tierchen, oder?" Ich schüttle nur stumm den Kopf und starre weiter in die Finsternis, die auf der Rechten Seite herrscht. Die Leopardenfrau sieht mich verwirrt an, dann wird auch sie der Wand ansichtig. "Oh, Hölle....! Wir sind in einem mystischen Verlies gelandet."
Ich rapple mich auf die Beine auf und weiche nun immer mehr nach links zurück. Irgendetwas ist dort in der Finsternis, das kann ich deutlich wahrnehmen. Ich habe diese Resonanz vor kurzem erst erspürt, als ich und Missa auf der anderen Seite dieser Wand standen. Die Dämonin sieht mich verwirrt an. "Hoffnung? Sag doch was! Was ist denn?" Ihre Stimme wird lauter, doch ich achte nicht auf die Frau, die nun vor mir steht. Denn hinter ihr, über ihre Schulter hinweg erkenne ich nun die Schemenhafte Gestalt eines sehr großen Wesens, das sich uns lautlos nähert. Viel mehr als die Größe, lange Klauen und leicht glühende, gelbe Schlangenaugen kann ich nicht erkennen. Ich schlucke trocken. "Missa," meine Stimme versagt mir beinnahe, wir haben ein Problem." Die Katzenfrau runzelt die Stirn. "Das ist mir auch schon aufgefallen." Sie verdreht die Augen, nun augenscheinlich genervt. "Wir sitzen in einem mystischen Verlies." Ich nicke, während sich immer mehr des Wesens aus dem Schatten schält. "Ja das auch, aber wir haben noch eines." Meine Stimme ist kaum mehr ein Wispern. "Ein über zwei Meter großes Problem, das irgendwie sehr hungrig aussieht." Nun weiten sich die Augen der anderen Frau deutlich und plötzlich sieht sie sehr angespannt aus. "Wir sitzen in einem bestimmten Verlies, oder?" Ihre Stimme ist nun ebenfalls wieder ein Flüstern. Ich nicke nur leicht. "Das mit dem Berserker?" Ich nicke erneut. "Und er ist hinter mir?" Zum dritten Mal nicke ich stumm, während ich das Wesen immer noch im Auge behalte. Verwundert frage ich mich, warum es noch nicht angegriffen hat.
"Wir sollten verschwinden!" Missas Stimme ist, obwohl immer noch sehr leise, nun scharf geworden. "Wohin denn, Missa? Das ist ein mystisches Verlies, hier funktioniert der Schritt nicht!" Daraufhin schluckt die Katzenfrau nur trocken.
Mittlerweile sind wir bis an die Mauer zurückgewichen, die ich nun in meinem Rücken spüren kann. Der Berserker folgt uns immer noch, nun leise und bedrohlich knurrend. Dann plötzlich setzt der Dämon zum Sprung an und alles geht rasend schnell. Noch während das Wesen springt packe ich Missa beim Arm und lasse mich seitlich fallen, wobei ich die Dämonin mit zu Boden reiße. Der harte Aufprall treibt mir die Luft aus den Lungen. Doch eine Sekunde später bin ich auch schon wieder auf den Beinen, da mich Missa in die Höhe zerrt. Neben uns prallt mit einem harten Laut der Berserker an die Wand und wir beide rennen los, als hinge unser Leben davon ab. Im Grunde tut es auch genau das.
Wir tauchen in die Finsternis ein und einen Moment lang kann ich überhaupt nichts sehen, und lande hart an einer weiteren Wand. Missas Hand ergreift mich am Arm und zieht mich nach links. Einen Augenblick später kann ich wieder etwas sehen und erkenne, das wir gerade um eine Biegung getreten sind.
Vor uns erstreckt sich ein etwa fünfzehn Meter langer Gang, der an einer weiteren Wand endet. Dort befindet sich eine Art Durchgang, aus dem Licht kommt und so den Gang beleuchtet. Sonst gibt es keinen weiteren Weg, von daher sprinten wir einfach weiter. Hinter dem Durchgang eröffnet sich ein quadratischer, etwa dreißig Quadratmeter großer Raum mit einer hohen Decke. alles, der Gang,

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-05-16 23:35:26:
Hallo Nischi, huhu Soraya,

freut mich sehr, das es euch gefällt.
Entschuldigt bitte, dass ihr derzeit alle ein klein wenig warten müsst, aber derzeit hab ich so massenhaft viel um die Ohren, das ich einfach nicht wirklich zum schreiben komme, was ja auch ein wenig Ruhe und Stille braucht.
Ich denke aber, das ich schon sehr bald den neuen Teil einstellen kann.

Mit liebem Gruße
Anariel
Nischi schrieb am 2008-05-10 14:04:40:
so ich hab wieder aufgeholt mit lesen ;-)
ich bin total begeistert und freu mich schon auf den nächsten teil.
ich liebe es deine geschichten zu lesen und habe schon überlegt sie aus zudrucken, damit ich sie lesen kann wenn ich unterwegs bin *kichert*

mfg Nischi
Soraya schrieb am 2008-05-03 15:03:31:
Hallo! Ich bins!
Ich mag die Gescichte auch. Aber inzwischen hast du wirklich ne ganze Sammlung an Charaktern, oder?

Wann gehts denn endlich weiter?^^

Liebe grüße, Soraya
Anariel schrieb am 2008-04-29 22:34:02:
Huhu Jeiy,

ja, ganz offenbar habe ich diese vorliebe.-lacht- Ne tatsächlich sammle ich so manchen Charakter am Wegesrand auf und schwups landet er in meiner Geschichte. Der Berserker war eigentlich nicht geplant.-kichert- Aber schon hab ich ne schönen Platz für ihn gefunden.

Der Nächste Teil ist schon in Arbeit.

Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-04-29 16:48:22:
Ach, ich liebe diese Geschichte ^^
Und du hast scheinbar echt eine Vorliebe dafür, immer mal wieder neue Charaktere einzufügen, was? ^^ Gefällt mir wirklich gut, auch der Berserker hier!
Also, freu mich schon wieder auf den nächsten teil!
Mfg
Jeiy

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