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Kategorien > Fantasy > Fantastisches

Schattenmacht 39

von Anariel, die Nomadin

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Satan, der sich etwas zurückgehalten hat, fängt nun an zu lachen und erhält so meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Böse starre ich den Höllenlord an und irgendwo ganz tief in meinen Gedanken, da beginnt sich ganz sachte erneut etwas zu regen. Es ist wie bei dem Zusammentreffen mit Michael. Unvermittelt hört Satan auf zu lachen und mustert mich scharf, dann grinst er gemein. “Du bist wirklich gut,” meint er mit einem spöttischen Unterton, “ich dachte tatsächlich, du würdest länger brauchen um es zu erkennen.” Er verbeugt sich leicht und verhöhnt mich damit. “Ich,” antworte ich mit leiser Stimme, ”habe es schon ganz zu Anfang gemerkt. Ich wollte es einfach nur nicht wahrhaben.” Satan richtet sich überrascht wieder auf und starrt mich nun wirklich äußerst intensiv an. “Was zum…” Seine Stimme klingt auf einmal ein wenig verwirrt, doch sogleich fängt er sich wieder.
“Komm her!” Der Befehl ist an Tamoran gerichtet. Der Wüstenläufer blickt mich gequält an, nur einen kurzen Augenblick, dann wendet er sein Gesicht ab und sieht zu Boden.
"Es...mir blieb keine andere Wahl. Es...es tut mir leid." Seine Stimme ist leise, rau und traurig.
Langsam wendet er sich von mir ab und gehorcht zögernd dem Befehl. Mit hängenden Kopf und Schulter geht er nun auf Satan zu, der wieder gemein grinst. Tamoran bleibt vor ihm stehen und blickt zu ihm auf. "Du hast gesagt," meint er leise, fast bittend," das du ihnen nicht weh tust." Satans Augen verengen sich. "Schweig," brüllt er den Mann an, "du Hund, du armseliger. Schweig!"
Tamoran zuckt wie unter einem Schlag zusammen und richtet sich kerzengerade auf. Unvermittelt holt Satan kräftig aus und schlägt dem Wüstendämon hart ins Gesicht. Der schlanke Mann wird zurückgeschleudert und rollt dann hilflos stöhnend über den Sand, bis er regungslos liegen bleibt. Satan lacht nur laut auf, sieht mich an und grinst böse. "Du fragst dich, warum er das getan hat, nicht wahr, Schätzchen? Ganz einfach. " Er vollführt eine packende Geste in Richtung des Dämonen und spricht drei Worte. Um Tamorans Hals erscheint ein pechschwarzer Ring, der zu glühen scheint und der Dämon schreit gepeinigt auf. Mit einer weiteren Geste hebt Satan ihn nun auch noch hoch und lässt ihn in der Luft schweben, wobei er von der Fessel um seinen Hals gewürgt wird. Die ganze Zeit über lässt mich der Teufel nicht aus den Augen. "So einfach und doch so wirkungsvoll. Dieser Dummkopf hat seine Seele an mich verkauft." Er lacht schallend und ich starre entgeistert auf das Schauspiel. Satan lacht nur noch mehr und dann vollführt er eine Geste, die Tamoran vor meine Füße in den Staub schleudert, wo der Mann schlaff liegen bleibt. "Mach mit ihm was du willst, letztes Licht. Ich kann ihn nicht mehr gebrauchen. Sieh es als Geschenk, sogar ohne Hacken daran." Satans Stimme klingt spöttisch. Ich sehe ihn mit wütend zusammengekniffenen Augen an und das letzte was ich von ihm sehe, ist ein breites Grinsen, bevor er in einer seiner schlecht riechenden Wolken verschwindet. Mit ihm verschwinden auch die ihm angehörenden Dämonen. Leicht irritiert runzle ich die Stirn. Warum hatte der Höllenlord den Angriff abgebrochen, als ich bei meinen Freunden aufgetaucht bin und Tamoran entlarvt habe? Warum hat er seine Krieger zurückgerufen? Verwirrt schüttle ich den Kopf, dann wandert mein Blick zurück zu Tamoran, der noch immer im heißem Sand liegt und auf sein Schicksal wartet. Seine Schultern beben etwas, tatsächlich zittert er am ganzen Körper und das trotz der Mittagshitze hier in der Australischen Wüste.
Eine Unruhe im Gewebe der Welt lässt mich aufblicken und Sekunden später umgibt mich der Rest des Rudels von Hübscher und zudem das Rudel des Großen Weißen, wie ich annehme. Der große weiße Wiefer kommt auf mich zu, neigt anerkennend und ehrerbietig den Kopf von mir und sieht mich dann abwartend an. “Du b ist der große Weiße,” stelle ich laut fest, “Ich danke dir für deine Hilfe.” Der Wiefer schenkt mir ein Hundegrinsen. “Eine Ehre mir sei,” meint er auf die selbe Weise, wie Hübscher mit mir kommuniziert, “ich gerne getan. Wir alle gerne geholfen, letzte Licht.” Doch dann wird der Hund ernst und auch Hübscher, winselt plötzlich leise.
Ich frage die Hunde behutsam was geschehen sei, und erhalte eine Antwort, die mir nicht gefällt. Drei der Tiere, die uns geholfen haben, sind getötet worden und vier weitere wurden verletzt. Zum Glück aber wurde keines der Tiere gebissen. Doch von den drei getöteten Wiefern gehörten zwei zu Hübschers kleinerem Rudel, was eine kleine Katastrophe ist. Das Rudel ist so zu klein, um vernünftig jagen zu können. Ich kann die tiefe Trauer in dem Hund und auch in der Resonanz seiner Schwester und dem Rest der Hunde wahrnehmen. Still streichle ich den schwarzen Dingo und spende stumm Trost. Dann ganz plötzlich wendet sich der schwarze Hund von mir ab und tritt auf den größeren, weißen Anführer des anderen Rudels zu. Ich bekomme mit, dass etwas zwischen den beiden Wiefern geschieht, doch was genau passiert, dass kann ich nicht ersehen. Schließlich entströmt die Resonanz des Großen Weißen Zustimmung und Hübscher trottet zu mir. Der Hund wirkt entschlossen und kurz darauf weis ich auch warum.
“Mein Rudel zu klein, kann so nicht jagen.” Die Gedankenstimme des Wiefers klingt ernst. “Ich fragen großen Weißen, ob Willkommen mein Rudel bei ihm. Er sagt ja. Aber ich nicht bleiben hier. Ich komme mit dir. “ Ich muss einen Augenblick lang die Tränen zurückhalten, doch dann nicke ich ernst und feierlich. “Ich verstehe,” meine ich nun leise, “und bin froh, dass du mit mir kommen willst, mein vierbeiniger Freund.” Der Hund wedelt kurz mit dem Schwanz und erhebt sich. Doch bevor ich mich meinen Freunden zuwenden kann, springt die Windschnelle zu mir. “Auch kommen, bei dir und Bruder, bleiben ich!” Es ist das erste mal, dass die Gedankenstimme der jungen Hündin so klar bei mir ankommt. Sie klingt etwas aufgebracht, oder doch eher aufgeregt. “Kommen mit, geben Namen mir, geben Namen Bruder. Freunde nun sind.” Hübscher fährt herum, ganz offensichtlich ist er nicht begeistert, dass seine kleine Schwester unbedingt mit ihm kommen will. Aufgebracht knurrt er sie an, so dass sich die Hündin zusammenduckt. Ich jedoch lächle kurz. “Lass sie Hübscher;” sage ich sanft, “sie ist so schnell wie der Wind und mutig obendrein. Die Windschnelle wird uns keine Last, sondern eine große Hilfe sein.” Der Hund sieht zu mir zurück, dann sieht er seine Schwester skeptisch an und lässt schließlich zu, dass sie sich zu uns gesellt. Offenbar habe ich die Sorge des schwarzen Wiefers richtig erkannt und sie besänftigt, zumindest aber gemildert. Einige Augenblicke streichle ich die beiden Hunde nur, dann wende ich mich meinen Freunden zu und berichte ihnen in kurzen Sätzen was geschehen ist und dass mich Hübscher, sowie die Windschnelle fortan begleiten werden.
Endlich richte ich meinen Blick auf Surya, die noch immer neben Uriel kauert und mich mit einem aufmerksamen Blick bedenkt. Ich habe

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-09-17 23:36:13:
Hallo Scrittore,

-lach- nicht so ungeduldig, der nächste Teil wird noch ein klein wenig dauern, ich bin ja kein D-Zug. Nur so viel zum nächsten, sowie den folgenden Teilen, es wird sich einiges klären und es wird noch spannender, dramatischer und aktionreicher werden. (Zumindest hoffe ich, das ich es so hinbekomme)

Freut mich das es dir gefällt und vielen Dank für den Besserungswunsch.
Mittlerweile gehts mir schon relativ gut wieder, aber häng hier immer noch auf Kur fest.-seufzt- von daher hab ich leider nicht ganz so die Zeit zum schreibsen, wie ich gerne hätt.

mit liebem Gruße
Anariel
Scrittore schrieb am 2008-09-16 21:13:19:
So jetzt wird echt mega spannenD:D
ich warte schon auf den nächsten teil :P
ZACK
ZACK :P
Liebe grüße und gute besseung
Anariel schrieb am 2008-09-16 17:20:44:
Hallo Eardy,

es freut mich, dass dir meine Geschichte so gut gefällt und dass ich dich damit so fesseln kann. 'Vielen Dank für dein Lob und zudem ein Danke für die gute Besserung, kann ich gebrauchen.

Huhu Selion,

Hmm...ja vermutungen, manche werde vielleicht bestätigt, manche nicht. Ich versuche stehts wieder neue Wendungen und Überraschungen hineinzujbringen, damit es auch wirklich spannend bleibt.

Hi Jeiy,
jaaa....er soll einem auch leid tun. Im nächsten Teil wird sich auch klären wie und warum er zu dem Verräter geworden ist und warum er einem zu Recht Leid tun kann. Mehr sag ich dazu mal nicht. Der nächste Teil wird aber vermutlich noch ein klein wenig brauchen, mal sehen, wie weit ich heute damit komme.

Huhu Mareike,

es freut mich, dass ich auch dich noch fesseln kann.
Danke dir für den Genesungswunsch, wie gesagt, das kann ich gebrauchen.

Mit lieben Grüßen
eure Nomadin zwischen den Welten
Anariel
Mareike schrieb am 2008-09-15 16:05:26:
Ohh, wie spannend.
Jetzt bin ich auch gespannt, was du noch mit dem Verräter vor hast und wie sich das alles entwickelt.
Schreib bitte schnell weiter.

Grüße und dass du schnell wieder ganz gesund wirst
Mareike
Jeiy schrieb am 2008-09-15 15:49:56:
Oh...armer Tamoran...der tut mir irgendwie richtig leid, weiß auch nicht, ich hab irgendwie immer mitleid mit den Verrätern ^^ und ich bin jetzt irgendwie richtig gespannt, zu erfahren, wie er zu eben diesem Verräter geworden ist.
Hoffentlich folgt dein nächster Teil ebenso schnell, wie dieser hier. Dann werde ich ja nicht lange warten müssen ^^
Mfg
jeiy
selion schrieb am 2008-09-15 14:30:26:
hallo anariel,
ich hoffe du erholst dich auch weiter schön,dass du bald wieder schnell auf die beine kommst.

Die geschichte wird immer spannender und so langsam macht man sich seine gedanken, wer welche rolle in der geschichte hat. ich hab schon ein paar vermutungen, aber am ende sind sie nicht wirklich wichtig.
Die Geschichte ist wirklich spannend und wird es immer mehr mit dem teil.
es ist schön das der nächste teil, schon so schnell eingeschickt wurde.
Freue mich auf weiter spannende Teile.

schöne grüße und gute besserung
selion
Eardy schrieb am 2008-09-15 13:10:05:
Ahh, endlich gibts nachschub, und spannend wie immer.

Wenn man einmal angefnagen hat, kann man nicht mehr aufhören.
ich habe hier fast jeden tag sehnsüchtig nachgesehen, ob was neues da ist.
ich hoffe es geht schnell weiter.
gute besserung und frohes schreiben.
Gruß Eardy

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