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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Schattenmacht 9

von Anariel, die Nomadin

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Der alte Friedhof in Bonn


Ich sehe mich vorsichtig um und frage mich, wohin denn nun Shanael verschwunden ist. Zwei Nächte, seit Michael Uriel geholt hat sind vergangen. Zwei Nächte lang schon durchstreifen wir beide nun schon den alten Friedhof von Bonn. Uriel ist seither nicht mehr wieder aufgetaucht und ich mache mir Sorgen um ihn. In der Nacht nachdem er mit Michael verschwunden ist, tauchte Shanael mit einem seltsamen Ring auf. Sie zeigte mir, wie ich damit Höllenfeuer heraufbeschwören konnte und brachte mir bei, es zu lenken. Ich habe es schnell gelernt und mittlerweile bin ich ganz gut darin. Dennoch finde ich es seltsam Feuer als Waffe zu benutzen, aber ganz offensichtlich gibt es sonst nichts, das diese seltsamen, verzerrten Kreaturen töten kann. Ich atme tief ein und konzentriere mich. Schnell haben wir herausgefunden, dass ich diese Kreaturen schneller und besser wahrnehme als Shanael, von daher ist es nun meine Aufgabe sie zu finden, während normalerweise Shanael sie unschädlich macht. Am Anfang dieser Nacht haben wir endlich das gefunden, das hier in Bonn für die seltsamen Geschehnisse verantwortlich ist. Ein ähnliches Wesen, wie in New York, dass in der Mitte des Friedhofes in einem Brunnen saß. Es war aber viel größer, als das Ding in der anderen Stadt. Trotzdem konnte es der Engel verbrennen, aber leider stellte sich die erwünschte Wirkung nicht ein. Die bereits verwandelten Wesen bleiben leider verwandelt, was nichts anderes bedeutet, dass wir sie einzeln aufspüren und töten müssen.
Ein Seufzen entweicht meiner Kehle. Ich bin keine Kriegerin, sondern ich tröste Seelen. Töten ist mir verhasst und selbst diese verzerrten Kreaturen mit dem Tod zu erlösen hinterlässt einen schalen Beigeschmack in meinem Mund. Kurz schließe ich die Augen und versuche Shanael zu erfühlen, was nicht gerade einfach ist. Was auch immer diese Kreaturen hervorbringt, verändert auch seine gesamte Umgebung. Die vielen Disharmonien im Gewebe um mich herum, machen es mir schwer meine Sinne weiter als nur etwa einhundert Meter weit auszustrecken. Zudem breiten sich hier immer mehr magietote Flecken aus. In einem magietoten Fleck gibt es keinerlei magische Energie mehr und das macht es einem unmöglich mit dem Schritt zwischen Hier und Dort zu verschwinden, zumindest wenn man sich in einem solchen Gebiet befindet. Normalerweise gibt es nicht viele solcher Orte und die wenigen, die ich kenne sind natürlichen Ursprungs und meist nicht groß. Hier allerdings sind sie alles andere als natürlich und können sich als gemeine Fallen entpuppen. Mein Blick irrt in den dunklen Himmel, denn ich aufgrund des dichten Nebels, der sich einfach nicht heben will, nicht wirklich sehe. Er schränkt meine Sicht ein, dieser Nebel und er schmeckt nach bitteren Tränen und Boshaftigkeit.
Langsam mache ich mir ein wenig Sorgen um Shanael. Sie ist kurz zuvor einer fliegenden Kreatur hinterher gejagt und immer noch nicht wieder aufgetaucht.
Konzentriert versuche ich ihre Resonanz zu finden, aber es gelingt mir nicht. Dafür nehme ich aber etwas anderes wahr, hinter mir. "Oh verflixt!" Mit dem Fluch auf den Lippen wirble ich herum und sehe etwas entgegen, das wohl einmal ein Hund war. Das Wesen hat kaum mehr Ähnlichkeit mehr mit dem Tier und rast knurren auf mich zu. Ich richte meinen Finger und damit den daran steckenden Ring darauf und rufe das Feuer darin herbei. Dieses mal lenke ich es als dünnen, Rotglühenden Strahl, dessen Energie sich dann schlagartig in dem Körper entlädt und ihn innerhalb weniger Sekunden zu Asche verbrennt. Vorsichtig weiche ich zurück. Von allen Seiten kommen nun die Eindrücke verwandelter Kreaturen und ich erkenne erschrocken, dass ich umzingelt bin. Wo ist nur Shanael geblieben? Ist ihr womöglich etwas passierte, oder warum kommt sie nicht zurück? Langsam drehe ich mich im Kreis und erkenne schließlich, das ich in eine Falle gelaufen bin. Einen Moment zuvor war der Ort um mich herum noch normal, soweit es so etwas hier überhaupt noch gab. Doch nun hat etwas meiner Umgebung die Energie entzogen und ich befinde mich an einen magietoten Fleck. Verwirrt frage ich mich, wie so etwas möglich ist, bis mir die Wahrheit dämmert. Ich selbst habe dem Raum um mich herum die letzte Energie entzogen, als ich das angreifende Wesen, das einmal ein Hund war, verbrannt habe. Durch all die Disharmonien im Gewebe diesen Ortes habe ich nicht erkannt, dass sich hier kaum mehr magische Energie befindet. Erschrocken erkenne ich, dass ich hier nicht einmal mehr Levitation anwenden kann und der Kreis schließt sich enger um mich. Langsam schälen sich die Gestalten aus dem dicken Nebel und was ich sehe lässt mich an einen Alptraum denken. Sie sind alles große Kreaturen, gehörten wohl schon vor ihrer Verwandlung zu größeren Rassen. Es sind zwei Menschen unter ihnen, zumindest waren es einmal Menschen. Ihre Haut ist schwarz, bei allen. Fell oder Federn wirken irgendwie amorph und fließend, eher so, als hätte man Öl darüber gegossen. Die Augen sind lichtlose, schwarze Löcher die so blicklos sind, wie die Augen der steinernen Wächter. Leer, Seelenlos und ohne die geringste Regung. Immer näher rücken sie, langsam und stetig und ich kann nicht von hier fliehen! Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken, als mir klar wird, dass die fliegende Kreatur ein Köder war, der Shanael weglocken sollte und es auch getan hat. Mein Blick schweift über die Kreaturen und als ich bemerke, dass nicht eine einzige geflügelte unter ihnen ist, schleicht sich ein ungutes Gefühl in mein Herz. Warum war kein fliegendes Wesen bei meinen Angreifern? Wo sie doch vielleicht auch auf einen Engel hätten treffen können und diese können selbst im magietoten Raum noch immer davonfliegen. Schlagartig wird mir klar warum. Diese Falle war nicht für einen Engel bestimmt, sondern für mich! Ein weiterer kalter Schauer rinnt mir über das Rückrat und ich frage mich unwillkürlich warum diese Wesen es augenscheinlich nur auf mich abgesehen haben. Ja warum eigentlich?
Shanael hatte mir ein scharfes, langes Messer angeboten, das ich mit der Begründung, dass ich doch nicht damit umgehen könne abgelehnt habe. Jetzt wünsche ich mir, ich hätte es doch genommen, denn der Feuerring funktioniert hier auch nicht. Ich drehe mich erneut um die eigene Achse um alle Kreaturen einigermaßen im Auge zu halten. Fast verzweifelt halte ich nach einem Ausweg Ausschau, aber keiner tut sich auf. Ich habe keine Möglichkeit zu entkommen. Entschlossen mache ich mich bereit mein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen und hoffe dabei, das Shanael nicht auch in eine Falle gegangen ist. Die Kreaturen rücken noch näher, nun seltsame knurrende und zischende Laute ausstoßend. Dann springt eine vierbeinige mit handlangen Krallen auf mich zu und irgendetwas stößt von oben auf mich herab. Starke Klauen umgreifen mich und reißen mich vom Boden hoch. Schreiend schlage ich um mich, bis mir klar wird, das es keine Klauen sind, die mich halten, sondern starke, langgliedrige

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-03-26 11:21:14:
Hallo The Shadow,

nun das freut mich ja. Der nächste Teil ist schon raus.

Mit lieben Grüßen
Anariel
The Shadow schrieb am 2008-03-25 22:31:41:
Ich kann immer wieder nur sagen, daß diese Geschichte einfach super ist. Sie hat eindeutiges Suchtpotenzial, darum bitte schnell weiterschreiben.

LG The Shadow
Anariel schrieb am 2008-03-25 11:59:11:
Hallo liebes Sturmkind,

Also dein Kommi freut mich jetzt ganz besonders.-freu-freu-:)

Hmm...diesmal hab ich mich in ein Tarrain gewagt, das zumindest von der form her noch recht neu ist für mich, und es freut mich wahnsinnig, dass ich es anscheinend echt hinbekomm. Das Thema selbst beschäftigt mich schon lange, aber jetzt erst formt es sich zu einer Geschichte.

Vielen Dank für Deinen Kommentar
mit lieben Grüßen
Anariel
Sturmkind schrieb am 2008-03-25 10:00:23:
..das wird ja richtig spannend =)
Meine Begeisterung wächst!
Liebe Anariel, wieder eine Geschichte, bei der ich mit Lesen einfach nicht aufhören kann =/ Ich sollte dich verfluchen! Wie soll ich denn meine Ferien genießen, wenn ich morgens als erstes hierher kommen und wie ein süchtiger nach neuen Texten von dir suchen muss? *zwinker* =)
Nein, in Wahrheit liebe ich auch diese Geschichte und bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

LG,
Sturmkind
Anariel schrieb am 2008-03-24 19:00:50:
Hallo Jeiy,

Freut mich, ds es gefällt.
Hmm...nein, diese Klippen sind nicht die selben, sondern liegen in unserer Welt(sogar tatsächlich, sprich, die gibts echt, hab ein wenig im googel nach Klippen geforscht und sehr imposante gefunden) Sie haben eine große Bedeutung für meine Hauptperson, kommt aber im nächsten Teil gleich am Anfang.
Ich würde aber gerne deine Klippen später noch einbauen.

Huhu Lilly,
Schön dass es auch dir noch gefällt.


Mit liebem Gruße
Anariel
Lilly schrieb am 2008-03-24 18:25:21:
Super, weiter!!!
Anariel schrieb am 2008-03-24 16:32:45:
Hallo Julia,

freut mich, das ich es immer noch spannend machen kann. Der nächste Teil ist schon in
Arbeit.

Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-03-24 15:11:12:
Hi Anariel,
Hui hier is ja ml richtig viel Action vorhanden. Sehr spannend, wirklich gut.
Hm, ich überlege grade...diese Klippen, meine Kurzgeschichte fing ja auch mit Klippen an, die Klippen zur Finsternis sozusagen ^^ Könnten das etwa dieselben sein? ^^
Mfg
Jeiy
Julia schrieb am 2008-03-23 22:16:16:
Uhhh...sehr spannend. Bitte schnell weiter!

Lg Julia

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