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Kategorien > Liebe > Gedanken

Schlafe nicht ein oder Der verdammte Liebesbrief

von Private Suicide

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*Das war als Liebesbrief an jemanden, mir sehr wichtigen Gedacht*


Schlafe nicht ein. Die Nacht ist noch jung. Unsere Zeit ist noch nicht vorbei. Bleib wach. Du weißt was ich denke. Mach die Augen auf. Es sind zwar keine Sterne da, doch der Mond leuchtet hell. Hörst du wie der Wind heult? Es ist eine Warnung. An alle, welche die nächtliche Freiheit verpassen wollen. Die Dunkelheit vermischt mit Wind. Der Gesang, der Unterwellt und der Kuss der aufgehenden Sonne. Das wahre Leben. Nur du und ich. Die Verdammten. Die Türen bleiben geschlossen, doch der Himmel öffnet sich uns. Die Sonne verspricht und der Mond erfüllt. Es macht Spaß zu verlieren. Die Lichter gehen aus und die Welt ist plötzlich tot. Aber wir bleiben am Leben. Denn wir sind eine Mischung aus zu starkem Kaffee und Beruhigungstabletten. Wir bestehen zumindest daraus. Kein Promille im Blut und trotzdem nicht nüchtern. Die Nacht! In der Mitte der Welt. Da wo unsere Herzen aufhören zu schlagen. Ich lese es in deinen Augen. Ich sehe es auf deiner Seele geschrieben. Doch es ist mir egal. Ich bin da und rebelliere. Ich kann mich an alles erinnern. An Alles. Die Dunkelheit macht auf Dauer verrückt. Doch kann man verrückter werden als man schon ist? Ich sehe eine Sternschnuppe. Sie ist tausende von Lichtjahren entfernt und doch so nah. Aber sie ist unwichtig. Solange du da bist ist sie überflüssig. Wir sitzen zusammen und hören der Nacht zu. Ich kann nicht mehr sprechen. Ich habe meine Stimme verloren. Denn der Mond hat mich sprachlos gemacht. Er hat mich fasziniert doch nicht geblendet. Die Sonne nämlich verschleiert ihren Anblick durch den übertriebenen Glanz. So wende ich mich dem Mond zu. Sein zarter Glanz macht nicht blind. Er macht nur Wahnsinnig. Mondsüchtig. Doch du bist bei mir. Das rettet mich vor dem Wahnsinn. Denn du hast immer Recht. Das weißt du auch. Unsere Garantie ist längst abgelaufen. Wir sind ausgestoßen, doch nicht willenlos. Ich denke, dass du allein weißt wohin! Und jetzt lass uns gehen. Schlaf nicht ein. Es ist hell!

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Kommentare

Basther schrieb am 2006-11-16 20:08:12:
Schön!

Unglaublich schön.
Du hast geschrieben „gedacht“…
Gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen diesen Text, einer nicht vollzogenen Übergabe und „Zwischen Sonne und Asphalt“?
Du brachst na klar nicht zu antworten, aber mir kommt es vor, als ob es da gewisse parallelen geben könnte.
Will aber auch nicht weiter mutmaßen.
Jedenfalls sind deiner Feder abermals Worte entsprungen die einen aus der Realität ziehen und für einen Augenblick gefangen halten.

Ein Gruß der nach mehr schreit!
Basther

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