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Kategorien > Suizid > Suizid

Schlafen für immer

von Heather

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„Noch eine…“, denke ich. Meine Hand greift instinktiv nach der Packung.
„Nur noch eine …“ I
Ich öffne sie, nehme wieder eine raus.
„Wirklich nur noch eine.“
Ich öffne den Mund, spüre den leicht bitteren Geschmack auf meiner Zunge.
„Die wievielte war es jetzt?“
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Ist ja auch egal. Ich lege mich ins Bett, starre an die Decke. Sie ist weiß. In einer Ecke hängt ein kleines Spinnennetz. Eine kleine Spinne sitzt in dem Netz. Früher, ja Früher hätte ich Angst gehabt. Wäre erschrocken aufgesprungen und fort gerannt.
Jetzt bleib ich ruhig. Bleib liegen. Rühr mich nicht. Es ist mir egal. Egal wie alles andere um mich herum egal geworden ist.
Ich dreh mich zur Seite, schau auf meine Wand. Sie ist Rot, Rot wie Blut. So Rot wie meine Haare. Ich weiß noch wie viel Spass ich beim Malern hatte. Wie lange ist das jetzt her?
Ich weiß es nicht mehr.
Zu lange.
Eine Ewigkeit.
Ein keiner Stich durchzieht mein Herz. „ Jetzt nicht daran denken“, schreie ich mich im Gedanken an. „SCHLAFEN !!“
Ich drehe mich auf die Seite, versuche meine Gedanken auf mich zu konzentrieren.
Wieder starre ich die Decke an. Weiß. Wie Nebel. Wie mein Leben…
Meine Gedanken streifen wieder ab. Ich seh wieder ihn vor mir. Klar und deutlich. Dann seine Kälte. Seine letzten Worte. „Ich hasse dich. Ich habe dich nie geliebt. Du warst nie mehr für mich.“
Langsam fährt meine Hand zu meinem Bauch. Streichle über ihn. Merke die Kleine Erhebung. Mein Baby. Spüre seinen Herzschlag. Spüre seinen kleinen Körper wie er mit mir verbunden ist.
„Es tut mir so leid“, flüstere ich leise. „Es tut mir alles so leid.“ Eine Träne fließt über meine Wange.
Ich schließ die Augen. Halte das Kreuz, was ich Jahrelang um den Hals getragen hatte, fest in meiner Hand.
Ich merke wie ich müder werde.
„Wieviele waren es?“
Die Müdigkeit durchzieht meinen ganzen Körper. Ich kann meine Zehen nicht mehr spüren, dann die Füße. Schaff es nicht mehr sie auch nur einen Milimeter zu bewegen.
Ich seh wieder sein Gesicht vor Augen. Spür noch meine Liebe zu ihm, doch in der gleichen Sekunde spüre ich auch seine Kälte. Sehe die ganzen Lügen wie einen Film ablaufen.
„Theres nothing better than a good Lie“
Ob wo anders alles besser ist ???
Ich streiche wieder über meinen Bauch. Denke an das Ungeborene. Was es wohl ist?? Meine kleine Heather oder mein kleiner Josh?
Ich werds nicht mehr herausfinden.
Kann nicht mehr klar denken. Weiß nicht einmal mehr wie ich heiß. Wer bin ich?? Hatte mich schon lange verloren. Mein Weg lag im Nebel, keine Chance mehr ihn zu finden.
Das letzte stückchen Leben entrinnt aus meinem Körper, halte das Kreuz fest in meiner Hand, mit der anderen umfass ich meinen Bauch. Tauche ein in die endlose Schwärze. Bereit niemals wieder aufzuwachen. Niemals…..

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Kommentare

Soey schrieb am 2009-07-17 14:52:52:
Wow...echt berührend sie Story....bin zwar erst 12 aber trotzdem...der Wahnsinn...

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