Schleierelfen
von
Mortimer
Geschwungen leise Wesen schweben,
mit weißem Nebel durch den Raum,
vergänglich wie ein Menschenleben,
ungreifbar wie ein dunkler Traum.
Schleierelfen, die sich winden,
matt schimmernd in der Dunkelheit,
sie, die Geist und Seele binden,
bis in alle Ewigkeit.
Denn sie sind die Hadesboten,
die Gedanken transportieren,
entstiegen aus dem Reich der Toten,
um dich dorthin zurückzuführen.
Sie gleiten lautlos über Gräber,
steigen sanft daraus empor,
sie schweben über Berg und Täler,
bis hinab zum schwarzen Tor.
Und wenn du nachts auf einem Friedhof,
Nebelschleier glaubst zu sehen,
dann ist es zu spät, denn wer sie sieht,
der wird ins Reich der Toten gehen.
Kommentare
P.S. schrieb am 2006-09-06 00:44:31:
Ich bin normalerweise auch kein Gedichtfan, aber dieses Gedicht ist gelungen, selbst wenn ich vom Inhalt nicht so viel halte. Von der Gliederung und vom Aufbau ist es einwandfrei und die zwei Verse in der letzten Strophe sind passenderweise nicht richtig gereimt worden! Ich finde, das gibt dem Gedicht den Ausdruck, den es durchaus hat!
Wirklich gutes Gedicht. Ich beneide dich um das Können, Gedichte zu schreiben, da bin ich nämlich nicht sonderlich begabt! ;-)
GLG P.S.
kevin.pretterhofer@gmx.at schrieb:
gutes gedicht gefällt mir sehr gut
yvonnereimer@web.de schrieb:
Ich finds einfach genial!!!! Obwohl du bei zwei Versen nicht ganz hundertprozentig gereimt hast... aber es passt irgendwie dennoch!
majestrop@gmx.de schrieb:
Bin zwar weniger der Typ der Gedichte liest, aber deins hat mir gut gefallen.
Nelladell@gmx.at schrieb:
Das Gedicht ist einfach fantastisch! Mehr kann ich dazu nicht sagen!! Kompliment!!
Kommentar hinzufügen