Schmerz 2
von
Dreamiss
,,Cherry? Bist du da?" Ihr Vater lief suchend in der kleinen Wohnung umher. ,,Cherry!" ,,Ja?" Sie saß zusammengekauert auf der Couch im Wohnzimmer. Ein Haufen Elend mit traurigen, blauen Augen. ,, Hast du das Telefon nicht gehört?" ,,Doch, wer war es denn?" ,,Das war Angelika." Stafans Mutter. War etwas passiert? ,, Und was wollte sie?" ,, Wir müssen ins Krankenhaus. Stefan hatte einen Unfall, er ist von der Straße abgekommne und gegen einen Baum geprallt." Sie saß da und spürte....nichts! Eine seltsame Leere hatte von ihr Besitz ergriffen und die Worte ihres Vaters drange wie durch Watte zu ihr. Es tue ihm Leid, sie würde es schaffen. Sie müsse jetzt stark, sie hörte aber verstand es nicht. Wovon redete er? Warum musste sie stark sein? Und dann begriff sie und mit dem Verstehen kam der Schmerz. Ein Dicker Kloß setzte sich in ihrem Hals fest und erschwerte das Schlucken von Reden nicht zu sprechen! Ihre Augen brannten und die tröstende Hand aif ihrer Schulter machte die Sache auch nicht besser. Nimm dein Hand weg! Nimm doch endlich deine Hand weg! Pochte es verzweifelt in ihrem Kopf. Merkst du denn nicht wie du mich quälst? Nimm deine Hand da weg! Aber die Hand blieb und unbarmherzig drängten sich die Tränen in ihre Augen bids sie schließlich ihre Wangen herunterliefen und ihren Kopf klarer machte. ,,Wir müssen ins Krankenhaus, Schatz!" Die sanfte Stimme ihres Vaters, der sie wie eine Blinde nach draußen zum Wagen führte, sie anschnallte, die Autos die an ihnen vorbeischossen und das Hupkonzert. Nichts bekam sie mit, imer und immer wieder lief der Unfall vor ihren Augen ab. Er fuhr zu schnell, kam auf der regennassen Fahrban ins Schleudern und prallte mit dem Motorrad gegen einen Baum. Dann wich er einem Auto aus, geriet ins Schlingern, bakam seine Maschine nicht mehr unter Kontrolle und prallte gegen den Baum. Es ist deine Schuld! Eine häßliche Stimme schrie die Worte in ihrem Kopf und eine andere, viel leisere Stimme sagte:,, Nein! Das ist nicht wahr!" ,, Du bist schuld! Hättest du dich nicht so aufgeführt würde er bei dir sitzen!" Sie spürte eine Hand. Sie waren da, ihr Vater führte sie ins Krankenhaus und Stimen. So viele Stimmen. Ärzte, Schwestern. Sie sprachen mit ihr. Wie es ihr ginge, was sie hier wolle? Und ihr Vater antwortete. Ein Freund hätte einen Unfall. Stefan. Intensievstation, Zimmer 8. Mutter währe bei ihm. Eigentlich nicht erlaubt aber weil er so jung und sie verstehn? Ja, danke. Dann ging es weiter, den weißen Flur lang warum war alles so nebelig? Und dann hörte sie einen Schrei und jemand fiel ihr schluchzend um den Hals und Cherry erwachte aus ihrer Trance. ,,Cherry! Oh Got sei Dank bist du hier! Ich bin fast wahnsinnig geworden!" ,,Ist ja gut Angelika!" Ihr Vater zog die vor Tränen zitternede Frau an sich, so dass Cherry zu Stefan musste. Ob sie nun wollte oder nicht. Sie ging ganz langsam auf die Tür zu und ihr Herz raste nur noch so, das Blut rauschte in ihren Ohren und plötzlich war ihr Eiskalt. Langsam öffnete sie die Tür, und wünschte sich sie hätte es nie getan. Er lag da, blass, eingefallen. Aus seinem Mund ragte ein Schlauch aber als sie genauer hinsah, konnte sie erkennen das er nicht aus dem Mund sondern aus dem Hals führte und andere kleine Schläuche führten von ihm zu einer gräßlichen Machine mit vielen roten und grünen Lichtern und bis auf das rythmische Pip der EKG´s war nichts zu hören. Es war totenstill im Zimmer. Plötzlich wünschte sie sich ih weinen zu hören, ein kleines schmerzvolles stöhnen. Ein zeichen das er lebte! Aber nichts geschah, es blieb stil und das piepen machte sie wahnsinnig. Sie hielt es nicht länger aus, rannte aus dem Zimmer , an ihrem Vater und Stefan´s Mutter vorbei und raus. Die Luft tat ihr gut aber sie rannte weiter, stolperte, fiel hin, raffte sich auf um weiterzurennen. Sie rannte so lange bis ihre Beine unter ihr nachgaben und sie der länge nach hinfiel. Erst jetzt wurde ihr bewusst, das es wieder angefangen hatte zu regnen.Aber waren ihre Wangen nass vom Regen? Eine halbe Stunde blieb sie einfach liegen und wurde das Bild von Srefan nicht los, da ertönte das Quitschen von Reifen und Angelika´s Stimme durchbrach die inzwischen eingetretene Nacht.,,Cherry! Oh Gott! Kind mach die Augen auf!" ,,Es......es ist alles meine Schuld!" Heulte sie los und der Schmerz erfasste sie und drohte sie wieder in die Wattewelt zun werfen, doch Angelika verhinderte das mit einer schallenden Ohrfeige. ,,Reiß dich zusammen! Hörst! Gib ihn nicht auf! Gib ihn nie auf!" Dann zog sie das Mädchen in die Arme und beide saßen schluchzend im Schein der Straßenlaterne, während edr regen auf sie hinabfiel.
,,Cherry! Es....es tut mir alles so leid!" Ihre beste Freundin sah sie an. Nur kurz tafen sich ihre Augen, bevor wieder Leute auf sie zukamen. Warum taten sie ihr das an? Was bezweckten sie alle damit? Sie wollte den Schmerz vergessen. Stefan lag noch immer im Koma. Schon seit zwei Monaten, ohne eine verbesserung. Und sie war zum ersten mal in der Schule. Sie hasste diese Schule. Mit ihren Scgülern die ihr mitleidige Blicke zuwarfen und hinter ihrem Rücken tuschelten wenn sie meinetn, sie würde es nicht hören, mit den Lehrern die sie mit ihrem Mitleid erstickten. Im Unterricht forderten sie sie nicht ein bisschen, ließen sie in einer Ecke vor sich vegetiern und wenn sie sie ansprachen waren ihre Stimmen sanft und leise und ihre Augen trieften vor Mitleid. Und sie hastte dieses Wort. Mitleid! Cherry war wütend. Unheimlich wütend. Auf alle, auf Stefan, weil er einen Unfall hatte und nicht aufwachte, auf die Ärzte die nichts taten, auf die Schule mit ihrem verdammten Mitleid! Überall wo sie hinkam schlug es ihr entgegen. Mitleid überall. Endlich klingelte es. Die Schüler konnten nach Hause. Schnell raus bevor einer auf die Idee kam mit ihr zu reden. Schon von weiten sah sie den Wagen ihrer Eltern. Warum waren sie zu hause? ,,Mom?! Was machst du hier wieso....." Ihre Muter saß kreidebleich auf dem Sessel. Ihr Vater noch Weißer daneben. Wie Statuen. In Gedanken taufte sie das Bild: Statue der Qual. Zitternd streckte ihre Muter die Hand nach ihr aus. Aber das konnte nur eines bedeuten. Ein unmenschlicher Schrei entrann ihrer Kehle dann wirbelte sie herum und hechtete zurück. Das Krankenhaus war nicht weit. Sie rannte und da war es schon. In den Gang, da sein Zimmer. Wie erstarrt blieb sie stehen. Es war leer! Das Bett war frisch bezogen. Ein leises Wimmern drang aus ihrer Kehle und sie war kurz davor durchzudrehn da ertönte eine Stimme:,, Was ist Los, Kleines?" Sie wirbelte herum und blickte in blaue Augen. Stefan. ,,Du aber...du......die Maschine.....ich...." Keine Wörter, ihr Kopf war leer. Sie beschloss zu improviesieren und fiel ihm jubelnd um den Hals. Er saß im Rollstuhl und war kreideweiß aber er lachte und küsste sie. Der Kuss fuhr durch jede Pore ihres Körpers.Dann sah sie Angelika, sie weinte. Cherry lachte. Auch Angelika hatte ihre Gefühle anscheinend nicht unter Kontrole. ,,Noch drei Tage dann kannst mit raus!", schluchzte Angelika und fiel ihrem Sohn und dessen Freundin um den Hals. Eine riesige Umarmung.
Es wurde ein lustiges Durcheinander. Kuchen wurde gebacken, das Haus wurde dekoriert und dann war es endlich so weit. Alle waren da. Als Cherry und Stefan Arm in Arm in den Raum kamen. Seit drei Wochen hatte er erhebliche Vordschritte gemacht.Er konnte laufen. Manchmal etwas unsicher, aber es ging.Aber er hatte merkwürdigen Husten. Manchmal rannte er während eines Hustenannfalls auf Toilette und sagte das nocvh nicht alles jklar war. Dann grinste er immer und grübchen bildeten sich um seine Mundwinkel, da musste einfach jegliche Sorge verrauchen. Die Party wurde eine voller Erfolg und auch in der Schule ging es besser. Aber die Sicherheit war hinterhältig. Jeder vertraute darauf das Stefan wieder völlig gesund war und das sollte sich bitter rechen.
Mitten in der Nacht rief Stefan bei ihr an. ,,Süße? Bitte! Bitte, hol mich ab!" Er weinte! Cherry hatte gerade ihren Führerschein gemacht und eigentlich nicht so sicher.Aber sie sprang auf und fuhr zu ihm. Er stand gebeugt an der Straße. Seine Nase blutete stark. ,,Oh Gott! Was..." ,,Fahr zur Brücke!" Es war eine versteckte Brücke mit felsendurchfurchtem Wasser. Wunderschön, aber war jetzt der richtige Zeitpunkt dorthinzufahren? ,,Fahr schon!" Sie gab Gas. Mitten auf der Fahrt bekam er einen Hustenanfall, er derhet sich von ihr weg aber sie sah es trotzdem. Er spuckte Blut. Wortlos reichte sie ihm ihr Taschentuch und sah wie das Blütenweiß sich langsam dunkelrot färbte. Dan waren sie da. Stefan stolperte los, auf den Abhang zu und Cherry begriff. ,,Stefan! Was amchst du da! Komm zurück!" ,,Warum? Ich kratz eh ab! Ich hab noch verdammte 5 Wochen!" Sie starrte ihn an. ,, Es sind Blutungen, Cherry!" Blutungen. Es blutete innen und wenn man nichts tat..... ,,Hör zu. Du musst jetzt stark sein!" Mit einem Sprung war sie bei ihm und schlug ihn vor die Brust. ,,Ich will aber nicht stark sein! Verstehst du? Das ist nicht fair! Ich werde dich nicht gehen lassen!" ,,Ichliebe dich!" Plötzlich packte er sie und schleuderet sie weg dann ließ er sich rückwärts fallen. Cherry saß da und starrte auf die Stelle an der er gerade noch gestanden hatte. Dann rannte sie zum Rand. Unten war es schwarz. Wieder drohte der Schmerz sie zu überrollen, doch dann ergriff sie eine Lehre. Nicht wie n´beim ersten mal. Anders. Eine Ruhe. Sie lächelte. Am ende hatte er gesagt das er sie liebt. ,,Ich liebe dich auch." Sie stand auf. Vor ihr erschien sein Gesicht. Es lächelte. Und wiedre hörte sie seine letzten Worte: Ich liebe dich! ,,Ich werde dich nicht gehen lassen!", sagte sie leise. Dann stieß sie sich ab und sprang.
Kommentare
Discosternchen@gmx.at schrieb:
ich find den zweiten teil super geschrieben. kompliment!
mach weiter so!
lg, Discosternchen
janinarabea2000@yahoo.de schrieb:
Auch hier wieder kreative Ideen, aber wenn ihr schon einen Text veröffentlicht, dann kann man doch jemanden bitten, ihn auf Rechtschreibfehler zu untersuchen. Der Unfall Stefan´s wurde von dir in Schmerz 1und 2 unterschiedlich geschildert! Und wie oft soll ein Mensch gegen den Baum krachen. In der Intensivstation werden keine Betten dort bezogen. Es werden erst dann Betten dorthin gebracht, wenn ein Patient drauf liegt.
Außerdem finde ich blöd, dass sie auch springt.
dreamiss schrieb:
tja, so ist es halt. Wenn es dir nicht passt, tut es mir leid aber das ist ja auch meine Geschichte und du musst sie nicht lesen. Das mit den Betten wusste ich nicht. Und der geschilderte Unfall ist einmal aus seiner Sicht während des geschehens und einmal die Sachlage. So, danke für eure Beiträge!
Nina-Alice.Greschitz@gmx.at schrieb:
Hy!! Ich finde Geschichte total gut geschrieben!!!!:-)
Aber schade das es so ein trauriges Ende gab!!! Aber sonst einwandfrei!!!!! Lg Nina
... schrieb:
Oh man!!! Da hast du mich aber echt erwischt... Da war grade alles soo schön und dann springt er. Das ist gemein. Aber zum Glück nur tödlich für ihn und nicht für deine Geschichte ;-)
Dass sie auch springt finde ich irgendwie gut, es beweist, dass die Liebe wirklich stark ist und sowas finde ich schön, wie du weißt...
Manchmal hat es mich allerdings (vor allem im ersten Teil) gestört, dass du so viele Rechtschreibfehler gemacht hast... Aber sonst echt super!!!
LG
Traumtänzerin
dreamiss schrieb:
hey traumtänzerin, kenne ich dich?
Endless schrieb:
oh man... der erste teil hat mich schon fasziniert... aber der ~~> wunderschön <.<; ich hab tränen in den augen ó.ò ers weil alles gut zu sein schien... un nu weil alles so ein ende genommen hatte... einfach wunderschön! sehr tragisch *snüff* toll!
dreamiss schrieb:
oi!*tränen wegwisch*
Danke leute! Ich versuch eure kriterien und lobungen als ansporn für meine nächsten Geschichten zu benutzen!
NoraLiliVarga@web.de schrieb:
*heul*
die geschichte ist wunderschön!
Echt das muss man respectieren,habe richtig tränen in den augen bekommen. Ich muss Mich wiederholen es ist eine wunderschöne geschichte
dreamiss schrieb:
man ihr seid toll!*lol* Habt ihr auch geschichten geschrieben?? Will mal welche von euch lesen!
melisim3@hotmail.com schrieb:
Oh wie traurig bitte schreib doch noch eine lg meli
nanni-hooker@yahoo.de schrieb:
Boa die Geschichte is ja nicht gut oder so ne? DIe is ja mehr als das. Respekt!
dreamiss schrieb:
danke *lach*
Frankie schrieb:
die geschichte is echt geil.. hab tränen in den augen..
;o) schrieb:
das ist garnicht nett *heul , schnief*
es ist schön geschreiben und man fühlt richtig mit aber cih bin ehr ein fan von happy ends
566678 schrieb:
sniff!! wir heulen gleich!!!! (ehrlich)
happy ends sind besser, schnieeeeef! aber dieses Ende toppt alles, was es an Traurigkeiten gibt!! mach weiter so!!!
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