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Kategorien > Horror > Mysterie

School of Scream-The Final Bash 2

von Obscurefighter

1

II

20.5.2080



Maria stieg die knarrenden Stufen tief in den Keller herab. Endlich tauchte eine große, alte Eisentür vor ihr auf. Maria sah noch einmal über beide Schultern, ehe sie klopfte. Es dauerte etwas, dann schob sich ein Balken in der Tür weg und ein Augenpaar tauchte auf. Es fixierte Maria und eine gedämpfte Stimme erklang:
“Codewort?”
“Untergrund”, zischte Maria. Das Augenpaar verschwand wieder hinter dem Balken und die Tür schwang auf. Vor Maria stand ein großer Mann. Er trug das graue Haar wie ein Mönch. Er deutete mit dem Daumen über seine Schulter und Maria betrat den Raum. Sie stand jetzt in einem langen Flur. Der Mann schloss hinter ihr die Tür. Maria klopfte sich den Staub aus den Klamotten und ging den Flur runter. Die Neonröhren warfen ein schauriges Licht auf den Gang. Nach einigen Minuten hielt sie an und klopfte an einer Tür. Die Türnummer 34 schwang hin und her. Schritte waren hinter der Tür zu hören. Die Tür schwang auf und Matthew tauchte vor ihr auf. Er hatte offenbar gerade erst geduscht, denn er trug nichts außer einem Handtuch, dass er sich um die Hüfte geschlungen hatte. Er strich sich die nassen Haare aus dem Gesicht und sah sie etwas erstaunt an.
“Was gibt’s?”
“Kann ich reinkommen?”
“Klar.”
Er trat zur Seite und ließ sie rein. In der Einzimmerwohnung war es unaufgeräumt wie immer. Klamotten lagen auf Bett und Boden und auf dem Nachttisch stand noch der Teller vom Frühstück. Maria räumte ein paar Kapuzenpullover zur Seite und setzte sich auf das Bett. Matthew verschwand kurz im Badezimmer. Als er wieder herauskam hatte er sich eine Hose und ein Unterhemd angezogen und trocknete sich die Haare mit einem Handtuch ab. Er setzte sich neben Maria.
“Was verschafft mit die Ehre deines Besuches?”
Er lachte, doch Maria war nicht zum Lachen. Sie rieb sich mit den Händen durchs Gesicht und sah dann auf.
“Ich habe über die Geschichte meines Großvater nachgedacht.”
“Und?”
“Matthew, ich glaube, es ist wahr.”
“Was?”
Er sah sie erstaunt an. Maria seufzte.
“Ich meine hört, das hörte sich alles zu echt an. Er hat das bestimmt nicht erfunden.”
“Maria, du weißt schon, was Freisen für eine Einfluss hat. Er ist ein Nationalheld. Sein Serum…”
“Ich weiß, Matthew. Ich weiß. Aber trotzdem…”
“Hör auf. Wer weiß schon, ob das überhaupt wahr ist.”
“Glaubst du etwa, die haben sich das nur ausgedacht?!”
Maria sprang auf und starrte wütend auf Matthew hinab. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Er rieb sich betreten die Hände und sah auf den Boden.
“Ich mein ja nur.”
“Ach, hör doch auf. Ich werde mehr darüber herausfinden.”
Matthew sprang auf. Er packte sie entsetzt an den Schultern.
“Bist du verrückt? Wer weiß, worauf du dich da einlässt.”
“Und? Mir das egal. Das ist eine Familienangelegenheit. Ich habe das Gefühl, als würde mein Großvater wollen, dass ich etwas darüber herausfinde.”
“Maria…”
“Wirst du mir helfen?”
“Ich… ähm… also…. wie soll ich’s sagen…”
“Also nicht.”
Sie schaute ihn etwas enttäuscht und gekränkt an. Als er nichts erwiderte, drehte sie sich um und wandte ihm den Rücken zu.
“Dann mache ich das eben alleine.”
Ohne auf seine Antwort zu warten, verließ sie mit strammen Schritt die Wohnung. Matthew sprang auf und rannte ihr nach.
“Maria, warte!”
Doch unten, in der Haupthalle verlor er sie aus den Augen. Außerdem musste er dringend wieder in seine Wohnung. Er trug nämlich nur Unterhemd und Hose.
‘Oh Gott Maria, mach bitte nichts unvernünftiges', dachte er und schloss die Wohnungstür hinter sich.



Am Abend wälzte sich Matthew unruhig im Bett hin und her. In seinen Träumen malte er sich aus, was Maria alles zustoßen könnte.
Am nächsten Morgen wachte er schweißgebadet auf. Er wischte sich den Schweiß mit der Hand von der Stirn und setzte sich auf die Bettkante.
“Mein Gott, was für eine Nacht. Erst mal duschen und dann was essen. Und dann… mal schauen.”
Er stemmte sich hoch und verschwand im Bad. Als er fertig war, schmierte er sich eben ein Brot und warf dann einen Blick auf seinen Kalender.
“Hm… Samstag. Vielleicht läuft was gutes im Kino.”
Also zog er sich an und verließ die Wohnung. Gemächlich schlenderte er den Weg runter, bis zu großen Haupthalle. Doch dort war etwas anders. Er hielt an und sah zu Stelle, an der er Maria aus den Augen verloren hatte. Er atmete tief durch und ertappte sich bei dem Gedanken ihr einfach nachzulaufen. Da kamen ihm zwei der Wächter entgegen. Sie achteten darauf, dass niemand Unbefugtes Zutritt in diese Wohnsiedlung erhielt. Er duckte sich hinter einen Topfpflanze und lauschte. Kurz vor ihm hielten sie an. Einer der beiden schüttelte den Kopf.
"Ich frage mich die ganze Zeit, was wohl aus diesem Mädchen geworden ist."
"Welches Mädchen?"
"Die Kleine, die gestern Abend wie eine Irre in die verbotene Zone gerannt ist."
Der Zweite lachte auf.
"Leicht lebensmüde, oder?"
"Glaube ich auch. Wollte sich gar nicht aufhalten lassen. Und das verrückteste war, dass sie ohne Waffen dorthin gelaufen ist."
Wieder lachte der Zweite.
"Dann überlebt sie nicht lange."
"Auf keine Fall."
Die beiden gingen an ihm vorbei und er richtete sich auf.
'Das war sicher Maria. Oh nein, ihr darf nichts zustoßen. Bitte, Herr im Himmel, nicht.'
Er nahm von seinem ehemaligen Plan ins Kino zu gehen Abstand und rannte zurück in seine Wohnung. Dort holte er seinen Rucksack hervor und war er so schnell er konnte alles rein, was er brauchte. Dann verließ er die Wohnung wieder und rannte den Weg zurück. Doch, als er an der Stelle vorbei kam, an der die beiden Männer sich unterhalten hatten, bog er links ab und rannte den Holzweg hoch. Vor der großen Steintür stand eine einzige Wache. Sie erblickte ihn und zog eine Pistole.
"Niemand betritt die verbotene Zone", bellte sie. Doch Matthew sprang nach vorne und drückte seinem Gegenüber eine Klinge an die Kehle.
"Ich schon. Zur Seite oder ich muss gewalttätig werden."
Der Mann hatte schiere Panik in den Augen. Er trat einen Schritt zur Seite und ließ Matthew passieren. Dieser grinste.
"Geht doch."
Er rückte sich seine Pulli zurecht und trat durch das mächtige Tor.


Maria drückte sich vor lauter Angst an eine verwüstete Hauswand und atmete tief durch. Sie sank zittern zusammen und war den Tränen nahe.
"Es war eine dumme Idee das alleine machen zu wollen. Matthew, wo bist du?", murmelte sie leise, als ein großer Schatten auf sie fiel. Sie stieß einen spitzen Schrei aus. Denn die Gestalt hielt eine blitzenden Klinge in der Hand.

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Kommentare

http//:www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-30 18:57:52:
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