School of Scream-The Final Bash 3
von
Obscurefighter
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III
16.06.2027
Stephan setzte sich auf den Platz neben Abbi und gegenüber von Marko. Dieser stellte die drei Taschen auf den Sitz neben sich. Der Zug nahm rumpelnd Fahrt auf und Abbi sah aus dem Fenster. Stephan holte eine Karte hervor.
"Bis nach Vantrack müssen wir eine ganze Weile fahren. Es liegt abseits von der Os-High."
Er klang ganz trocken und ohne jede Emotion. Marko rieb sich die Hände.
"Ich habe Schiss, Leute. Echten Schiss."
Abbi nickte.
"Ich auch. Denkt doch an das, was Elias passiert. Und Su."
Stephan legte liebevoll den Arm um ihre Schulter und drückte sie an sich.
"Keine Panik. Wir sind ja zusammen."
Abbi legte den Kopf auf seine Schulter. Sofort lief Stephan rot an, lockerte seinen Griff aber nicht. Marko machte es sich auf den beiden Sitzen neben ihm bequem und schloss die Augen.
Jemand klopfte an die Tür und Elizabeth horchte kurz von ihrem Koffer auf.
"Ja?"
Die Tür öffnete sich und sie spürte, wie sie jemand von hinten in den Arm nahm. Jemand küsste sanft ihren Hals. Sie erkannte ihn sofort und schmiegte sich an ihn.
"Hi, Nathan."
"Hallo, Süße."
Nathan legte den Kopf auf ihre Schulter und presste sie an sich. Sie schloss verträumt die Augen und genoss den Moment. Dann wandte sie sich um und küsste ihn sanft. Er lächelte und löste sich von ihr.
"Ich dachte, ich hole dich mal ab."
"Und die anderen?", fragte sie neckend. Er seufzte.
"Die von mir aus auch."
Sie lächelte und piekte ihm sanft in die Seite.
"Das wird kein Einzel-oder Duokampf, verstanden?"
Er nickte gespielt enttäuscht und sie strich über seine Wange.
"Bitte, geht doch."
Sie küsste ihn wieder sanft und er erwiderte den Kuss. Sie schlossen beide die Augen und Nathan schob seine Hand unter ihr Top. Seine Hand streichelte ihren Rücken. Vielleicht wären sie so weit gekommen wie sie schon einmal waren, doch die Tür schwang mal wieder auf und ein ersticktes Quieken erklang. Sie fuhren auseinander und sahen zu Tür. Dort standen Bianca und Collin. Collin schien das wenig zu stören, aber Bianca war völlig verwirrt. Erst jetzt fiel Elizabeth ein, dass sie ihrer Freundin noch nichts von Nathan erzählt hatte. Langsam trat sie von ihm weg. Sein Blick ging zwischen Collin und Bianca hin und her. Elizabeth hielt seine Hand fest und winkte die beiden herein. Collin ging ohne zu zögern auf Nathan zu und schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter.
"Hi, Alter, was verschlägt dich denn hier her?"
"Wollte sichergehen, dass niemand mein Mädchen angräbt."
Er lachte und ließ Elizabeths Hand los, um Collin zum Spaß gegen die Schulter zu knuffen. Derweil ging Elizabeth zu Bianca. Diese deutete mit dem Kopf auf Nathan und fragte leise:
"Wer ist das?"
"Nathan, mein Freund. Ich dachte, ich hätte dir von ihm erzählt."
"Eher nicht."
Bianca sah weiterhin zu Collin und Nathan, die sich über irgendetwas unterhielten.
"Der ist süß."
"Ich weiß. Und meiner."
Bianca schüttelte lachend den Kopf.
"Ich interessiere mich doch nur für einen."
Sie wollte mit dem Kopf zu Collin deuten, doch da traten dieser und Nathan auch schon zu sie. Nathan legte einen Arm um Elizabeth.
"Also, wollen wir drei dann mal los?"
Sie nickte.
"Ja, ich habe fertig gepackt."
Nathan schnappte sich den Koffer und verließ das Zimmer. Elizabeth folgte ihm. Nur Collin blieb bei der völlig verwirrten Bianca.
"Wo wollt ihr denn hin?"
"Wir fahren zusammen weg. Du weißt schon, was alte Freunde nun mal so machen."
"Verstehe."
Sie wirkte etwas geknickt. Collin lächelte sie aufmunternd an.
"Du kannst mitkommen, wenn du willst."
"Nein, das ist eine Sache, die nur euch etwas angeht. Viel Spaß."
Sie nahm seine Hand und drückte sie einmal fest. Collin wollte etwas sagen, doch da tauchte Darius in der Tür auf. Er hatte eine Sporttasche geschultert und grinste breit.
"Collin, kommst du? Wir müssen los."
Collin schaute etwas verwirrt auf, nickte dann aber und ließ nur widerwillig Biancas Hand los.
"Wir sehen uns."
Sie nickte und sah ihm nach, als er das Zimmer und mit Darius die Uni verließ.
"Marko, hey, wach auf."
Marko verschluckte sich an seinem eigenen Schnarchen und schreckte hoch. Stephan stand vor ihm und rüttelte ihn an den Schultern. Marko rieb sich die Augen und streckte sich gähnend.
"Boah, ich bin wohl eingeschlafen."
"Allerdings. Und jetzt komm."
Er packte ihn an der Schulter und zog ihn hoch. Marko schüttelte die Müdigkeit ab und folgte Stephan raus aus dem Abteil. Vor der Tür stand Abbi und schien etwas nervös zu sein. Sie sah immer wieder den Gang runter. Marko schulterte seinen Rucksack und Stephan nahm zu seinem auch noch Abbis Tasche.
"Was hast du?"
Sie packte seinen Oberarm und zog ihn zu sich runter.
"Ich glaube, wir werden beobachtet."
"Von wem?"
Sie deutete mit dem Kopf den Gang runter. Die beiden Jungen sahen in die Richtung. Das einzige, was ihnen etwas seltsam vorkam, war ein Mann, der völlig regungslos vor einer Abteiltür stand und zu ihnen rüber schielte. Stephan zuckte nur mit den Schultern und packte Abbi an der Schulter.
"Komm, wir gehen."
Marko nickte und folgte den beiden den Gang runter. Sie stellten sich in den kleinen Raum an den Aus- und Eingangstüren. Marko hockte sich auf den Boden, Abbi schaute aus dem Fenster und Stephan lehnte sich an die Wand. Der Zug war größtenteils leer. Nur wenige Leute saßen in den offenen Abteilen. Und keiner außer ihnen schien bald aussteigen zu wollen. Eine helle Frauenstimme erklang:
"Nächster Halt: Vantrack-Hauptbahnhof."
Marko setzte sich auf und Stephan schwang sich von der Wand weg. Der Zug wurde langsamer. Die Bremsen quietschten und sie fuhren in den Bahnhof ein. Die Türen öffneten sich und die drei mussten zusehen, dass sie den Zug schnell verließen. Marko war kaum das dem Wagon gehüpft, da schlossen sich auch schon die Türen wieder und schnitten ihm fast die Hacken ab. Er geriet ins Straucheln und fiel auf die Knie.
"Verdammter Idiot", fluchte er und rappelte sich auf.
"Hast du dir was getan?", fragte Abbi. Er schüttelte den Kopf.
"Nein, alles ok."
Stephan war ein paar Schritte vor raus gegangen und sah sich auf dem alten Bahnhof um. Er erinnerte sich an den Moment, als er zum ersten Mal hier stand. Wie alt war er damals wohl gewesen? Vier oder fünf sicher. Hier war alles voller Leben gewesen. Menschen liefen umher, warteten auf Familienmitglieder und einfach nur auf ihren Zug. Er wandte sich um und schaute genau zu der Stelle, an der damals seine Familie auf ihn gewartet hatte. Er wusste noch genau, wie damals alles abgelaufen war. Seine Onkel und seine Tante hatten ihn fast übersehen, nur Elizabeth und Darius hatten ihn bemerkt und waren auf ihn zugegangen. Er erinnerte sich genau an Elizabeths sanfte Umarmung und das unglaublich kräftige Schulterklopfen seines Cousins Darius.
"Hey, wo bist du in deinen Gedanken?"
Stephan
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Kommentare
eli schrieb am 2010-10-25 19:42:01:
geht es hier irgendwann nochmal weiter?
http//:www.top3-suche.de schrieb am 2010-04-05 18:20:11:
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