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Kategorien > Horror > Mysterie

School of Scream- Fallcreak University Kap. 11 T.

von Obscurefighter

1

So, hier die Fortsetzung.

Mitten in der Nacht schreckte Cory hoch. Panisch sah er sich um. Er hatte doch gerade etwas gehört. Er saß aufrecht da und lauschte. Da hörte er eine Bewegung neben sich. Kurzerhand drehte er sich auf die Seite. In der Dunkelheit sah er Elisabeth, die offenbar auf etwas oder jemanden wartete. Cory stand auf und schlich sich zu ihr. Doch ein merkwürdiges Gefühl beschlich ihn und er versteckte sich hinter einer eingestürzten Mauer. Vorsichtig lugte er seitlich an ihr vorbei.
Elisabeth lief nervös auf und ab. Da knackte etwas vor ihr. Sie wirbelte herum und wich ein paar Schritt zurück. Aber eine bekannte Stimme erklang:
“Keine Angst, ich bin’s nur.”
Cory glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als Stan vor Elisabeth auftauchte. Sie ging langsam auf sie zu und blieb kurz vor ihr stehen. Sie musterte ihn von oben bis unten, bevor sie leise sagte:
“Was sollte das?”
Er senkte den Blick und scharrte unruhig mit dem Fuß über den Boden.
“Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was in mich gefahren hat.”
Er sah beschämt wieder zu ihr hoch. Sie schüttelte den Kopf.
“Trotzdem.”
“Elisabeth, glaub mir, ich habe das nicht gewollt. Aber ich war einfach so sauer. So wütend. Ich hatte mich nicht unter Kontrolle.”
In seinen Augen schimmerten Tränen. Elisabeth sah wieder auf, ging einen Schritt auf ihn zu und nahm ihn in den Arm. Er schluchzte etwas und strich ihr über den Rücken. Dann hielt er sie eine Armlänge von sich entfernt.
“Bist du sehr wütend?”
Sie schien zu überlegen, schüttelte dann aber den Kopf.
“Nicht sehr, nur ein bisschen. Ich bin mehr enttäuscht. Ich dachte, du hättest dich im Griff.”
“Hab ich auch. Eigentlich. Aber da bin ich wohl in mein altes Muster zurückgefallen. Es tut mir Leid.”
“Bei mir musst du dich nicht entschuldigen. Tu es bei Cory.”
“Ja, vielleicht.”
Stan ließ sie los und trat etwas zurück. Er wirkte so anders. Nicht so gefühlskalt und egoistisch wie normalerweise. Und auch Elisabeth wirkte anders. Viel offener. Cory hockte sich etwas bequemer hin. Er hatte das Gefühl, als würde gleich etwas wirklich wichtiges passieren.
Elisabeth legte Stan eine Hand auf die Schulter.
“Sei nicht so hart zu dir. Du musst es ihm einfach nur sagen. Diese paar Worte. Bei mir klappt es doch auch.”
“Ja, bei dir. Das ist etwas anderes.”
Er sah kurz in den Himmel, dann wieder nach unten. Schließlich blickte er ihr in die Augen. Sie legte den Kopf etwas schief.
“Nein, da ist nichts anders.”
“Doch.” Seine Stimme klang bestimmt und sehr ernst. Er legte ihr zärtlich eine Hand auf die Wange. “Ich vertraue dir mehr als jedem anderen im Team.”
“Ach Stan.”
Sie lächelte ihn an und ging wieder ein Schritt auf ihn zu. Jetzt standen die beiden direkt voreinander. Elisabeth zog Stan die Mütze vom Kopf und fuhr ihm einmal liebevoll durch die braunen Haare.
“Versprich mir, dass du dich bei ihm und Sven entschuldigst.”
Stan schien zu überlegen. Cory war erstaunt. Stan reagierte völlig warnsehnig darauf, wenn ihm jemand die Mütze vom Kopf zog, aber bei Elisabeth ließ er es anstandslos zu.
Stan nickte, nahm ihr seine Mütze aus der Hand und setzte sie wieder auf.
“Na gut. Aber nur, weil du mich so lieb darum gebeten hast.”
Er lächelte sie an und sie lächelte zurück. Cory lehnte sich weiter zur Seite. Er wollte nicht eine Sekunde verpassen.
Stan und Elisabeth standen ganz eng voreinander. Ihre Gesichter näherten sich immer weiter.
“Dafür hast du dir auch eine Belohnung verdient”, flüsterte Elisabeth Stan leise zu. Er lächelte.
“Na, immer her damit.”
Sie lächelte ihn verführerisch an. Und dann berührten sich ihre Lippen.
Cory wäre fast umgefallen, als er das sah. Er fand es zwar unwahrscheinlich unhöflich den beiden dabei zuzugucken, aber er konnte nicht anders. Zwei Menschen, die so grundverschieden waren, verstanden sich so wunderbar. Das hätte er bei den beiden nie geglaubt. Niemals.
Cory lehnte sich immer weiter zur Seite, verlor aber das Gleichgewicht und fiel zur Seite. Dabei riss er ein paar Steine mit und es krachte. Sofort fuhren Stan und Elisabeth auseinander. Cory sprang auf und versteckte sich wieder hinter der Mauer. Er lugte ganz vorsichtig wieder an ihr vorbei.
Stan hatte ein paar Schritte in seine Richtung gemacht und lauschte auf ein weiteres Geräusch. Doch Elisabeth hielt ihn an der Schulter fest.
“Komm”, zischte sie leise. Er sah noch kurz genau zu Cory, als hätte er ihn entdeckt. Doch dann drehte er sich um, nahm Elisabeths Hand und verschwand mit ihr im Schatten einer Mauer. Ihre Schritt verloren sich langsam. Cory richtete sich wieder auf. Er schüttelte den Kopf und dachte nach.
Man, dass war echt crazy. Ich hätte nie gedacht, dass etwas zwischen den beiden läuft. Ich sollte es aber besser nicht erzählen. Mit Stan lege ich mich lieber nicht wieder an.
Er schlich zur Gruppe zurück, legte sich auf seine Jacke zwischen Darius und Amy und schlief ein.

Später huschten Stan und Elisabeth wieder zu der Gruppe. Sie waren ganz leise. Stan schlüpfte aus seiner Jacke, legte sie an einer Stelle hin und legte sich dann drauf, ließ aber noch Platz für Elisabeth. Sie legte sich neben ihn und schmiegte sich an ihn. Er schob ihr den Arm unter die Schulter und strich ihr über die Wange.
“Das sollte wir öfter mache”, flüsterte Stan leise und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sie lächelte und legte den Kopf auf seine Brust. Er seufzte leise und machte es sich bequem. Seine Hand fuhr immer wieder über ihre Wange. Es hatte eine entspannende Wirkung auf Elisabeth, sodass sie schon bald einschlief. Als Stan sie leise atmen hörte, entspannte er sich. Noch eine Weile streichelte er sie beruhigend, bis auch er eingeschlafen war.

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