School of Scream- Fallcreak University Kap. 13 T.1
von
Obscurefighter
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Mr. Walden returns
Stan schlich vorsichtig um eine Mauer herum. Er entdeckte Elisabeth schon bald. Sie saß auf einem Stein, hatte das Gesicht in den Händen verborgen und schien zu weinen. Stan ging langsam zu ihr. Als er hinter ihr stand, legte er ihr eine Hand auf die Schulter. Sie sah auf, versuchte die Tränen mit der Hand wegzuwischen, scheiterte aber. Stan lächelte sie an, zog ein Taschentuch aus einer Hosentasche und gab es ihr. Elisabeth lächelte und wischte sich mit dem Taschentuch Tränen und Rotz aus dem Gesicht, bevor sie sich einmal kräftig schnäuzte. Stan sprang über den Stein und setzte sich neben sie. Elisabeth hielt das Taschentuch in der Hand, starrte auf den Boden und murmelte leise:
“So hat er noch nie mit mir geredet. Noch nie.”
“So sollte auch niemand mit dir reden.”
Sie sah auf. Stan schaute sie ernst an. Er nickte nur zuversichtlich und legte ihr dann die linke Hand auf den Unterarm.
“Der Einzige, der keine Ahnung hat, ist er.” Mit der anderen Hand strich er ihr über die Wange. Sie lächelte verlegen, legte dann aber den Kopf auf seine Schulter. Er strich ihr sanft über den Hinterkopf.
“Mir ist es egal, wie du aussiehst. Ich liebe dich nur wegen deinem Charakter.”
“Danke Stan.”
“Es ist die Wahrheit.”
Er schob sie etwas von sich weg und gab ihr einen liebevollen Kuss auf die Stirn. Doch sie wirkte immer noch irgendwie verletzt. Stan konnte es nicht sehen, wenn sie so traurig war. Und wieder begannen die Tränen zu kullern. Stan schüttelte den Kopf und wischte ihr die Tränen mit der Hand von der Wange.
“Hör bitte auf zu weinen, ich kann das nicht sehen. Dann krieg ich immer einen Heidenwut auf den, der dich zum weinen gebracht hat.”
Er ballte eine Hand zur Faust und starrte auf den Boden. Er biss sich auf die Unterlippe und drückte die Zähne zusammen. Sein Blick war starr auf die Faust gerichtet.
“Die kriegt er zu spüren, dass schwör ich dir.”
Elisabeth legte ihre Hand auf seinen Unterarm und schüttelte den Kopf.
“Gewalt ist keine Lösung, Stan.”
“Aber manchmal ein Ausweg.”
Doch der Witz brachte sie nicht zum Lachen. Stan streichelte ihr wieder über die Wange.
“Bitte, lach doch wieder. Ich kann es einfach nicht sehen, wenn du so traurig bist.”
“Zur Zeit ist mir nicht zum Lachen zumute”, sagte sie nur ganz leise. Er senkte den Blick und sah sie nicht mehr an. Doch dann spürte er, wie sie ihren Kopf an seine Schulter lehnte und ihre Hand auf seine legte. Vorsichtig nahm er ihre Hand in seine, strich ihr über den Handrücken und legte den anderen Arm um sie. So konnte er ihr wenigstens etwas Geborgenheit geben. Und das war es, was sie jetzt an dringendsten brauchte. Schweigend strich Stan ihr über den Hinterkopf und dachte nach.
Ich würde ihm so gerne sagen, was ich davon halte, aber dann kommt er dahinter und dann… Er hat mir doch gedroht. Oh mein Gott, was mach ich nur?
Plötzlich kam in Stan eine Frage hoch, die er sich schon seit langem stellte.
“Elisabeth”, fragte er leise. “Was machen wir eigentlich, wenn das alles hier vorbei ist?”
Sie sah auf. “Wie meinst du das?”
“Nun ja, was dann aus uns wird.”
Er nahm den Arm von ihrer Schulter und starrte auf den Boden. Er spürte, dass sie seine Hand festhielt.
“Wir werden sehen”, sagte sie ganz leise. Er schloss die Augen, legte den Kopf in den Nacken und sagte dann:
“Ja, wir werden sehen.”
Doch, als wäre es eine Antwort, gab Elisabeth Stan einen kurzen, flüchtigen Kuss auf die Wange. Er öffnete die Augen, sah zur Seite und lächelte sie an.
“Ich finde es echt schade, dass wir es verheimlichen müssen.”
“Stimmt schon. Aber…”
Plötzlich horchte sie auf. Stan war verwirrt.
“Ist was?”
“Psst. Ich glaube, wir sind nicht mehr alleine.”
“Meinst du?”
Elisabeth nickte. Stan verfluchte in Gedanken denjenigen, der ebenfalls hier war. Er sprang vom Stein runter und lauschte. Jetzt hörte auch er die schlurfenden Schritte. Elisabeth sprang neben ihn.
“Was ist das?”
“Ich hab da so einen Verdacht.”
Er griff sich an den Gürtel, fand aber seine Waffe nicht.
“Was… wo ist denn meine Knarre?”
“Die hat Josh.”
“Scheiße!”
Da krachte etwas über ihnen. Die beiden sahen nach oben. Auf dem Dach stand ein Monster. Es funkelte sie wütend an. An seiner Brust klaffte eine Schusswunde, die Stan erkannte.
“Das ist das Viech, dass Mei umgebracht hat.”
“Woher weißt du das?”
“Ich hab ihm eine Schusswunde zugefügt. Genau da, wo es diese Wunde hat.”
Das Monster zog die Lefzen hoch, ging in die Hocke und machte einen Satz nach unten. Es krachte laut, als es auf der Erde ankam. Das Monster brüllte laut auf und baute sich groß vor den beiden auf. Stan reagierte schlagartig, packte Elisabeth an den Schultern und zog sie zur Seite. Er schubste sie hinter einen kleine Mauer und sprang selbst dahinter. Das Monster brüllte und ein Angriff knallte gegen die Mauer.
Elisabeth machte sich ganz klein und hätte fast geschrieen. Stan hockte hinter ihr und drückte sie auf den Boden. Er musste etwas tun. Also beugte er sich nach vorne und flüsterte Elisabeth leise ins Ohr:
“Bleib hier. Ich kümmere mich schon darum.”
“Was hast du vor?”
“Warte ab.”
Stan stand auf und schlich hinter der Mauer weg. Das Monster drehte sofort den Kopf zu ihm. Stan richtete sich auf und nahm Anlauf. Schnell sprang er auf ein altes Dach. Von dort hatte er den besten Überblick. Das Monster fixierte ihn an. In geduckter Haltung schlich es auf ihn zu. Stan ging leicht in die Hocke, ballte die Hände zu Fäusten und ließ das Monster nicht aus den Augen. Als es kurz vor ihm stand, wagte sich Stan bis an die Kante vor. Doch das Monster blieb nicht stehen, sondern sprang nach oben und langte mit seinen Klauen nach Stans Beinen. Dieser erschrak, rutschte aus, hielt sich aber gerade noch ein dem alten Wellblech fest. Er rutschte ein Stück auf dem Bauch das Dach runter. Das Monster knurrte leise und schnappte nach Stans Füßen. Aber Stan reagierte schnell und trat dem Monster mit aller Kraft ins Gesicht. Es brüllte kurz und schmerzvoll auf und zog sich etwas zurück. Stan versuchte derweil mit den Füßen auf der Regenrinne wieder Halt zu finden. Doch er glitt immer wieder ab. Also fasste er einen anderen Plan.
Er warf sich auf den Rücken und krallte sich mit den Händen in einer Spalte im Wellblech fest. Er spannte die Muskeln an und presste sich mit aller Kraft auf das Dach.
Oh man, dass muss klappen, dachte er. Er sah, wie das Monster halb unter dem Dach stand. Stan nickte wie zu sich selbst, drückte die Hacken auf den Rand der Regenrinne und ließ dann das Wellblech los. Jetzt lag sein ganzes Gewicht auf der Regenrinne, die dies nicht lange aushielt. Krachend brach sie ab und riss das Wellblechdach mit. Mit lautem Getöse brach der Teil des Hauses in sich zusammen und begrub Stan und das Monster unter sich.
Elisabeth hatte die ganze Zeit ruhig hinter der Mauer gesessen. Jetzt stand sie auf und ging langsam zum halb eingestürzten Haus. Alles war ganz ruhig. Elisabeth blieb neben der
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Kommentare
eli schrieb am 2009-09-08 15:34:18:
sorry, aber ich konnte nicht früher lesen.
wahnsinn die story!
wann geht es denn weiter?
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