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Kategorien > Horror > Mysterie

School of Scream- Fallcreak University Kap. 14

von Obscurefighter

1

Das wahre Gesicht


Amy wirkte unglücklich, das merkte Stephan. Er ging auf dem alten Fußballplatz auf und ab und sah sich um. Währendessen saß sie auf einer alten Mauer, wippte mit den Füßen und starrte ihre Hände an, die zusammengefaltet auf dem Schoß lagen. Stephan versenkte die Hände in den Hosentaschen und schlenderte zu ihr rüber.
“Amy, alles in Ordnung. Du wirkst du niedergeschlagen?”
Sie sah auf und versuchte zu lächeln.
“Mir geht’s gut, glaub mir.”
Stephan setzte sich neben sie und legte ihr die Hand auf den Oberarm.
“Echt?”
Sie nickte und legte ihre Hand auf seine. Sofort schoss Stephan die Röte ins Gesicht und ihm wurde heiß. Vorsichtig zog er seine Hand weg.
“Amy, ich…”
Sie lächelte wieder. “Schon ok.”
Stephan seufzte. “Weißt du, ich… habe einfach nur gesehen, wie…”
Weiter kam er nicht. Amy kniff ihm sanft in den Oberarm.
“Schau mal, da sind die anderen.”
Stephan sah zu Seite. Hinter einer Mauer kamen Darius, Elisabeth und Josh zum Vorschein. Josh schlenderte zu ihnen rüber und lehnte sich lässig an die Mauer.
“Na, was habt ihr beiden Hübschen so ohne uns gemacht?” Seine Augen glitzerten schelmisch und ein kurzes Grinsen huschte über seine Lippen. Stephan zuckte mit den Schultern.
“Das übliche. Du kennst mich ja.”
Josh lachte und linste zu Elisabeth, die jetzt neben Amy saß. Darius stand etwas unschlüssig und verwirrt rum. So, als wüsste er nicht recht, was er machen sollte. Oder, als würde er jemanden suchen.
“Sag mal”, fragte er endlich. “Hat einer von euch Stan oder Cory gesehen?”
“Ja, die waren eben noch hinter uns”, meinte Elisabeth.
“Aber jetzt sind sie es nicht mehr.”
Josh zog fragend eine Augenbraue hoch. “Na, wo sind die den abgeblieben?”

Ganz langsam kam Stan wieder zu sich. Er öffnete blinzelt die Augen und rieb sich den Kopf.
“Oh, mein Schädel.”
“Na, das wurde ja auch mal Zeit.”
Stan sah auf. Vor ihm stand Cory, die Hände in die Hüften gestemmt. Stan zog sich an einer Mauer hoch und hielt sich den Kopf.
“Puh, was ist passiert? Ich bin…”
“Zusammengebrochen.” Cory nickte. “Aber jetzt komm. Wir müssen die anderen einholen.”
“Recht hast du.”
Während Stan sich immer noch etwas verwirrt den Kopf rieb, scharrte Cory unruhig mit dem Fuß über den Boden. Er war beunruhigt. Stan bemerkte das.
“Was hat du?”
“Ach, weißt du, diese Justine. Ich habe so ein Gefühl, als stimme etwas mit ihr nicht.”
“Justine…” Schlagartig wirkte Stan verwirrt. Cory nickte.
“Ja. Du weißt schon, die Kleine, deren Wagen stehen geblieben ist.”
“Wagen… stehen geblieben…”
“Verdammt, hast du das alles vergessen.”
“Nein… ich meine… ja… aber….”
“Was?” Cory war genervt. Da wurde Stans Gesichtausdruck mit einem Mal entsetzt. Er starrte Cory an. Dieser zuckte verwirrt mit den Schultern.
“Was ist los?”
“Wir müssen zu den anderen! Schnell! Sie schweben in Lebensgefahr.”
“Ja, aber, warum?”
“Keine Zeit. Komm, Kleiner!”
Mit schnellen Schritten eilte er voraus. Cory folgte ihm, noch verwirrter als vorher.
Sie rannten durch die Ruinen der Schule. Endlich holte Cory Stan ein. Er packte ihn an der Schulter und stoppte ihn mit aller Kraft, die er hatte.
“Jetzt warte doch mal. Warte!”
Stan stoppte und wirbelte herum.
“Was willst du?” Er sprach durch die Zähne, doch Cory wusste nicht, dass das auf Wut deutete. Stattdessen baute er sich so groß er konnte vor Stan auf und fragte mit fester Stimme:
“Was hast du mit einem Mal.”
Stan seufzte.
“Da du ja eh keine Ruhe geben wirst. Also gut. Diese Justine ist nicht unsere Freundin. Ganz im Gegenteil. Oh, wie konnte ich das nur vergessen. Ich bin so dämlich.”
“Ja, das wusste ich schon eher. Aber jetzt komm mal zum Punkt.”
Stan blitzte ihn böse an, schüttelte seinen Gedanken aber mit einem Kopfschütteln ab und fuhr fort.
“Stephan hat dir doch sicher von Nicolas Freisen erzählt?”
“Sicher. Eure Ex-Direx.”
“Genau. Nun, der hatte eine Tochter.”
“Das hat er nicht gesagt.”
“Das wissen auch nur Elisabeth und ich. Also, diese Tochter heißt Justine.”
“Du meinst doch nicht etwa…”
“Genau. Sie ist sicher stinksauer, weil wir ihren Vater gekillt haben. Ich bin sicher, sie hat etwas mit den Toden zu tun.”
“Jun. Mei. Sven”, murmelte Cory. Stan nickte.
“Genau. Wir müssen die anderen warnen. Schnell.”
“Du hast Recht.” Sie rannten wieder los. Doch als sie auf einer Erhöhung standen, sahen sie, dass sie zu spät waren.
Justine hatte offenbar ihr wahres Gesicht gezeigt. Jetzt stand sie da, halb Mutant, halb Mensch und hinter ihr noch einige andere Monster. Die anderen waren bis zu einer alten Wand zurückgewichen. Cory fiel ein alter Mann neben Justine ins Auge.
“Wer ist das?”
“Das ist.. Oh mein Gott, dass kann nicht sein. Das ist Mr. Walden.”
“Den Typ, den du erschossen hast?”
“Erinnere mich nicht daran. Aber ja, das ist er. Frag mich jetzt bitte nicht, warum er noch lebt. Aber er zeigt eins…”
Stan seufzte und sackte kraftlos auf einem Stein zusammen.
“Wir haben versagt. Wir haben auf ganzer Linie versagt. Vor allem ich.”
Er vergrub das Gesicht in den Hände. Als wollte er alles um sich herum ausblenden, summte er leise ein Lied. Cory hingegen sah ihn eine Weile an. Dann schüttelte er den Kopf und sah zu seinen Freunde.
“Wir müssen etwas tun.”
Keine Antwort. Stan summte nur noch lauter. Cory dachte nach. Da kam ihm die Idee. Sein Blick war auf Elisabeth gefallen. Er dachte an Joshs Worte. Er warf ein Blick auf Stan. Warum war ihm das nur noch vorher klar gewesen? Warum?

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