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Kategorien > Horror > Mysterie

School of Scream- Fallcreak University Kapitel 5

von Obscurefighter

1

So, es geht weiter.

Der Fahrer


Mit langsamen und gemütlichen Schritten ging der Fahrer zu seinem Wagen. Es schien, als wurde der schwarzrote Lieferwagen nur auf ihn warten. Er schloss die Tür auf und schwang sich auf den Fahrersitz. Er legte das Klemmbrett auf die Ablage, stellte den Kaffeebecher in den Halter und zog ein Foto aus seiner Brusttasche. Es zeigte ein 16 Jahre alte Mädchen. Er strich dem Mädchen mit sehnsüchtigem Blick über die Wange, ehe er das Foto an seinen Rückspiegel hing. Er lehnte sich in seinem Sitz zurück. Er konnte seinen Blick einfach nicht von dem Foto wenden.
“Was würde sie wohl sagen, wenn sie wüsste, was ich angestellt habe?”, fragte er sich leise. Er erwartete keine Antwort und senkte nur den Kopf. Er rieb die Hände aneinander. Ihm war irgendwie unwohl. Er hatte den Studenten gerade seine Angebot sie zu fahren überbracht. Jetzt wartete er. Er wartete einfach ab. Denn er war sich nicht sicher, ob sie kommen würden. Aber er hatte so eine Ahnung, was sie in Laefmore wollten. Denn die Meldungen von den toten Stundenten waren auch bei ihm angekommen. Und er hatte so einen Verdacht, wer das getan haben könnte. Aber er handelte lieber aus dem Hintergrund heraus. Er sah auf und lehnte den Kopf an den Sitz. Er blinzelte an die Decke. Draußen hatte es wieder angefangen zu regnen. Der Regen schlug gegen die Scheibe. Der Mann hielt die Hand nach draußen und schüttelte den Regen wieder ab.
“Mensch, beeilt euch”, brummte er.
“Ich bin doch schon hier. Das reicht doch.”
Der Kopf des Fahrers wirbelte herum. Neben seinem Wagen war ein Mann aufgetaucht. Er trug einen langen Mantel und hatte die Kapuze hochgeschlagen. Der Fahrer war verwirrt.
“Wer sind Sie und was wollen Sie?”
“Kennst du mich etwa nicht mehr, Stan?”
Er strich die Kapuze zurück. Stan fuhr zusammen.
“Sie?”, fragte er verwirrt und entsetzt zugleich.
Der Mann lachte gehässig. Er deutete auf seine Stirn, auf der eine kleine Schusswunde zu sehen war.
“Hast du das etwas vergessen?”
“Mehr verdrängt. Was wollen Sie?”
Keine Antwort. Der Mann packte ihm mit einem Mal am Kragen und zerrten ihn aus dem Wagen. Stan griff nach seinem Klemmbrett. Dabei riss er den Kaffeebecher aus der Halterung und der Kaffee verteilte sich neben dem Wagen auf dem Boden. Stan holte mit seinem Klemmbrett aus und rammte es seinem Gegner in den Magen. Dieser stolperte zurück und Stan sprang aus seinem Wagen.
“Haha, dachten Sie, ich bin so leicht zu kriegen.”
Der Mann rappelte sich auf.
“Nein, ich kenn dich einfach. Aber gegen meinen Freund hast du sicher keine Chance.”
Stan warf das Klemmbrett auf den Boden.
“Ihr Freund?”
Da tauchte hinter dem Mann ein großer Schatten auf. Stans Gesicht verlor sämtliche Farbe. Er stolperte zurück.
“Nein, nein…”
Der Schatte brüllte. Der Mann lachte hämisch. Stan stolperte weiter zurück. Der Schatten war mit einem Satz vor ihm. Er rammte ihm die Klauen in den Oberarm. Stan schrie. Er wollte sich wehren. Da schlug ihm der Schatten auch schon mit der Pranke auf den Kopf. Stan verstummte und ging in die Knie. Alles vor seinen Augen verschwamm. Da trat der Mann ihm auf den Rücken. Stan fiel auf den Boden. Die Nase brach. Blut sickerte auf den nassen Boden. Stan stöhnte leise auf. Dann wurde alles schwarz vor seinen Augen.

Als Darius, Stephan, Mei, Sven, Cory und Amy die Kantine verließen hörten sie einen Schrei. Es war der Schrei eines Mannes. Und er war voller Schmerz und Angst.
“Das kommt vom Parkplatz”, rief Stephan aufgeregt und rannte voraus. Die anderen folgten ihm. Sie rannten um die Ecke. Doch dort war niemand. Nur ein schwarzroter Lieferwagen, dessen Fahrertür offen war. Ein Kaffeebecher lag auf dem Boden und Kaffee sickerte durch den Boden. Etwas weiter entfernt lag ein Klemmbrett. Cory ging da hin und hob es auf. Er suchte den Namen. Schließlich fand er ihn.
“Stan Jones. Der Fahrer dieses Wagens heißt Stan Jones.”
“Nicht auch noch Stan.” Darius hatte sich das Blut auf dem Boden angesehen. Es war frisch. Der Schrei war auf jeden Fall von Stan gekommen. Alle schwiegen. Jetzt hatte es das letzte Mitglied der Truppe auch noch erwischt. Nur was war dieses etwas?
Darius fasste einen Plan. Er wischte das Blut so gut es ging weg, hob das Klemmbrett auf und schwang sich in den Wagen. Das Klemmbrett warf er auf die Ablage. Der Schlüssel steckte noch. Darius drehte ihn um. Als der Motor brummend ansprang, wandte sich Darius an seine Freunde.
“Stan hat sicher nichts dagegen, wenn wir sein Auto nehmen.”
Schulterzuckend gaben ihm die anderen recht. Mei kletterte auf den Beifahrersitz und die anderen in den Rückraum. Einige Pakete waren hier gelagert. Darius drückte das Gas vorsichtig durch. Stephan war verwirrt.
“Hast du eigentlich einen Führerschein?”
“Klar. Nur kein Auto.”
Er ließ den Wagen vom Parkplatz rollen. Erst auf der Straße ließ er den Motor richtig aufheulen. Mit einem warnsehnigen Tempo brauste der Wagen die Straße runter.

Die Sonne ließ die alte Ruine in einem schauerlichen, roten Licht erscheinen. Darius steuerte den Wagen eine steilen Pfad hinauf. Stephan sah schon seit Stunden aus dem Fenster. Hin und wieder seufzte er leise. Sven und Cory spielten schon seit einiger Zeit immer wieder ‘Schere-Stein-Papier’ und Mei unterhielt sich mit Amy. Da hielt Darius den Wagen an. Er zog den Schlüssel ab und öffnete die Tür.
“So, da wären wir. Alles ausstiegen, wir haben so eben die Endstation erreicht.”
Er lachte und schwang sich aus dem Wagen. Die anderen folgten ihm. Darius schloss den Wagen ab und alle Blicke wandten sich zu der Ruine, die vor ihnen lag. Es standen nur noch die Grundmauern, aber auch die waren bis zur Hälfte eingestürzt. Die Freunde standen vor dem Eingang. Alte, bröckelige Treppen führten zur Eingangstür. Darius schulterte seinen Baseballschläger, nickte einmal und brummte dann:
“Willkommen in Laefmore, Leute.”
Alle seufzten. Ja, jetzt waren sie hier.

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Kommentare

Obscurefighter schrieb am 2009-02-18 17:18:13:
Nun, er war einfach nicht früh genug bei ihm. Aber genaueres werde ich im Verlauf der Buches noch erklären.
eli schrieb am 2009-02-15 13:29:19:
klasse geschrieben ....

wieso hat mr. walden darius nicht umgebracht?

lg, eli

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