Schrank
von
silent_lain
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Schließ die Türen einfach zu.
Höre nun die innere Ruh.
Geh in den Schrank und schweige still,
alles schnell vergessen will.
Niemand sieht und niemand hört.
Keiner fühlt und keiner spürt.
Hocke einsam und allein.
Im Schrank wird’s ewig dunkel sein.
Sitze hier und warte sehr.
Mein Schicksal kommt nun schneller her.
Macht sie auf die Zimmertür,
sodass ich schon den Luftzug spür.
Tritt heran an meine Kammer,
reist sie auf und voller Jammer,
fleh ich um Vergessenheit.
Darum das es mich befreit.
Die Trauer die mich stets befällt,
mir weismacht das mich nichts mehr hält.
Und dennoch weis ich das es stimmt.
Das mir hier keiner Schmerzen nimmt.
Alles bleibst wies einmal war.
Wir schlimmer und auch unnahbar.
Wills greifen eh es mich ergreift.
Eh es mich dem Dunkeln entreißt.
Es packt mich, zerrt mich ohne Wehr.
Ich halte still, ich kann nicht mehr.
Warum auch wehren, wenn’s doch nicht hilft.
Warum sich sträuben, wem mach ich was vor.
Ich höre Stimmen wie im Chor.
Reden lauter, schreien bald.
Ich lass es zu, es wird ganz kalt.
Gezogen aus dem Schrank heraus,
erfüllt von Helligkeit im Haus.
War lange in der Dunkelheit,
dachte das sie mich befreit.
Wer gerüttelt, heftig, stark.
Nun geschüttelt, tja, wers mag.
Doch nicht berührt, nicht mal verführt.
Einfach sanft und wohl.
Fühl mich leer, und auch so hol.
Will zurück in meinen Schrank,
fühl mich hilflos und auch krank.
Keiner verstehts das ich das will.
Ist es dort doch einfach still.
Keine Stimmen, keine Furcht.
Nur ich allein.
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