Schwarz, weiße federn -2-
von
Zahra Kritar
1
Schwarz, weiße federn -2-
Kapitel 1
Menschen reagieren auf Stress mit Depressionen, Andere wiederum denken an Selbstmord.
Dagegen erscheinen uns legendliche Fressattacken fast harmlos.
Tyra hat Stress. In der Schule wird sie von allen missachtet. Zuhause streiten sich nur ihre Eltern oder sind von Morgens bis Abends arbeiten.
Häufig sucht sie deshalb Schutz in ihren Fantasiebüchern, doch sobald Tyra wider in der Realität zurückkehrt, ist es meistens noch schlimmer als vorher.
Nie würde es Magie geben und ihre Sehnsucht nach etwas unnatürlichen, nichts menschlichen war stark. Zu stark für ein junges Mädchen.
Sie zerbrach an der Welt. An den Regeln der Gesellschaft.
Tyra hatte keine Selbstmordgedanken, nein dafür hatte sie zuviel Angst vor den Schmerz, der folgen würde. Nein, sie fiel in einen Strudel aus Magersüchtigkeit.
Es war schrecklich zu sehen, wie ihr Körper langsam zerfiel.
Wie die Haut sich über die Knochen spannte, das man jede einzelne rippe zählen konnte.
Deshalb trug Tyra nur weite Outfits in den sie trotzdem wie ein lebendes Skelett wirkte.
Ihr früheres so rundliches Gesicht war nun schmal und zerbrechlich.
Kastanienbraunes Haar, das früher glänzte war nun stumpf, mangelnder Nährstoffe.
Schwächeanfälle kamen und gingen, wie die Wellen an einem Ufer.
Ihre Eltern bekam von dem allem nichts mit, ihre Freunde schon und doch tat keiner etwas dagegen. Tyra hatte eine mauer um sich errichtet und war alleine. Nichts anderes als alleine.
~ * ~
Die Leuchtziffern des Weckers blinkten grell. Es war erst 19 Uhr Abends, dennoch lag Tyra schon im Bett. Sie ging immer so früh schlafen, aus Schwäche. Trotzdem schlief sie erst in den frühen Morgenstunden ein und ging müde zur Schule. Es war dunkel in ihrem Zimmer und das ständige Ticken der Uhr machte sie nervös.
Tyra fürchtete nichts mehr als die Dunkelheit. tränen der Befangenheit liefen über ihr abgemagertes Antlitz.
Tick, tick, tick.
Das Knurren in ihrem Magen ignorierte sie wie immer.
Tick, tick, tick.
Heute wurde sie wider von ihren Mitschüler gehänselt, was ihr egal war.
Es war ihr alles egal.
Tick, tick, tick.
Bella, ihre Freundin wollte mit ihr über Tyras Probleme reden, doch es war ihr unangenehm.
Niemanden ließ sie an sich heran.
Tick, tick, tick.
Niemanden!
Tick, tick, …Peng!
Ein brennender Geruch, der an Schwefel erinnerte, lag in der Luft.
Schwarzer rauch verbreitet sich in ihren Zimmer, der noch dunkler war als die Finsternis.
Tyra riss die Augen auf, als plötzlich ein junger Mann auf ihren Schreibtischstuhl saß.
Er trug ein seltsames, weites, rabenschwarzes Gewand. Seine honigfarbene Haut schimmerte, was noch unnormaler war. Er lächelte sie an. „Hallo Tyra.“
Sie kniff sich. Dort konnte niemals ein fremder Man in ihrem Zimmer sitzen!
Das bildete sie sich bestimmt nur ein, doch alles wirkte so reell.
Panik ergriff Tyra, als er aufstehen wollte. Schnell wollte sie die Leselampe über ihrem Bett anknipsen, um die beängstigende Dunkelheit zu vertreiben und damit auch den Mann.
aber das Licht blieb aus. Tyra stürzte zum Lichtschalter und drückte ihn verzweifelt. Auch dort funktionierte nichts. Sie dachte nur noch an eines. Licht, licht!
Scheu stolperte sie an den unerwünschten Gast vorbei und ging in die Hocke um das Leistungskabel ihres Computers anzuschalten. Es ging nicht.
Ihr Puls raste und mit einem Seitenblick nach rechts, bestätigte, dass er immer noch das saß.
Zittrig richtete sie sich auf. Der Mann lächelte sie immer noch freundlich an.
„ Anscheinend haben wir einen Stromausfall.“ sagte er seelenruhig.
Tyra nickte unsicher. Ihre Nerven waren durchgebrannt. Sie wusste nicht, ob es Angst war, aber ohne es wirklich zu wollen fing Tyra an zu schreien.
„Ma? Mama!!!“ Mit den Fäusten hämmerte sie gegen die Tür, die sich nicht öffnen ließ.
„MAMA!!!“ Tyra hörte Schritte. Ihre Zimmertür wurde aufgestoßen und tyra fiel auf den harten Holzfußboden. Ihre Mutter machte das Licht an, das blitzartig wieder ging.
Der Mann war verschwunden. Ihre Mutter beugte sich zu ihr herunter und strich beruhigend über ihre Wangen, „Was ist los, meine Schatz?“ fragte sie ruhig.
Tyra deutete auf ihren leeren Schreibtischstuhl. „Mann! Fremder Mann!“ stotterte sie verwirrt. „Jetzt ist alles gut, Mama ist ja da.“ Tyra schüttelte heftig den Kopf.
Nichts war gut, überhaupt nichts, denn der Schwefelgeruch lag immer noch in der Luft.
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Kommentare
Jeiy schrieb am 2008-03-18 18:22:31:
Richtig, vielen Dank Anariel!
Ich sehe das haargenauso. Man könnte es zwar wirklich künstlerische Freiheit nennen, wenn du diese drei Namen einer Person zuschreibst, aber mythologisch richtig ist das einfach nicht.
Da ich ja irgendwie sowas wie ein fan von Lucifer bin, drehe ich schon immer fast durch, wenn man ihn mit Satan gleichstellt (was leider imme rnoch viele tun...), aber dass er und Gabriel ein und dasselbe sein solln, habe ich wirklich absolut noch nie gehört und wenn man es genauer betrachtet ist es auch vollkommen unlogisch.
Wie Anariel bereits gesagt hat: Gabriel ist ein Erzengel und er war auch niemals etwas anderes und Lucifer ist der gefallene Engel, der sich gegen Gott erhoben hat. Die beiden sind definitiv nicht dieselbe Person, das kannst du mir glauben!
Nun ja, ich hoffe wir haben diesen mythologischen kleinkrieg damit dann auch endlich beendet ^^
Mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2008-03-18 02:19:14:
Hallo Zhara,
sorry wenn ich mich nu einmische. Aber das stimmt nicht. Lucifer, Satan und Gabriel sind drei völlig verschiedene Personen. Satan is die Type, die Eva verführt hat, die Geschichte mit dem Apfel und der jesus in der Wüste versucht hat zu verführen. Gabriel ist ein ERzengel und gehört immer noch zu den "guten". Ist er nicht der Beschützer der Kinder? Da bin ich mir unsicher. Und Lucifer war mal ein Engel, angeblich der Schönste und erste, der von gott geschaffen wurde. Er hat sich gegen Gott erhoben, aus Hochmut und Stolz und weil er glaubte es besser zu machen und ist damit gehörig auf die Nase gefallen. Soweit das meist gültige zu diesen drei Personen. Wenn du aus der Bibel harausgelesen hast, das das ein und die selbe Person sei, dann hast du da was gehörig Mißverstanden.
Tipp am Rande, verlass dich nicht auf ein einziges (oft genug verwirrend geschriebenes) Buch, dass sich oft genug selbst widerspricht. Ziehe immer verschiedene Quellen heran, wenn du etwas recherchierst. Verlass dich nicht auf eine einzige. Da du vermutlich Internet hast ist das ziemlich leicht. Einfach Googel bemühen. Und dann ziehst du dir aus all dem die gemeinsame Kernaussage heraus.
Nun wie dem auch sei, kann man ja alles als künstlerische Frfeiheit werten. Aber dennoch ist es ausgesprochen verwirrend,wenn du eine einzige Person gleich mit drei Namen bedenkst. Such dir einen aus und bleib dabei.
Ansonsten ist die Geschichte recht interessant. Mal sehen, wie das weitergeht.
Mit liebem Gruß
Anariel
zhara schrieb am 2008-03-17 12:51:40:
hi Jeiy,
es tut mir Leid dich zu enttäuschen aber es ist alles das Gleiche. am anfang war ich mir auch noch nicht so sicher ob man mit Luzifer, Satan und Gabriel wirklich den teufel meinte, deshalb hab ich mich ein bisschen informiert und in der Bibel nachgelesen, (wenn du wüsstest wie sehr ich mich geqält habe) und du wirst es nicht glauben, aber es ist alles das Gleiche.
ich war selbst überrascht, man kann ja nie genug lernen, was?
Liebe grüße an dich und ich weiß ja wie sehr du Dämonen magst^^
zhara
Zinn schrieb am 2008-03-17 12:46:06:
Cooler anfang bin gespannt wies weiter geht.
hast du wider eine neue Figur erschaffen zhara?
Mir tut tyra jetzt schon leid, du spielst mit ihnen und manchmal bist du ziemlich fies zu ihnen.
"grins" aber so soll es doch sein, oder?
man erschafft um zu zerstören und es ist so einfach zu töten.
Zu töten was man selbst erschaffen hat.
Verwirrend? was rede ich bloß wider für ein Schwachsinn. Schreib weiter und es wird wider interessant sein, zusehen wie du dich in deine eigenen Geschichten einlebst.
Manchmal hat man das Gefühl als ob du es selbst erlebt hast.
ich hoffe nicht.
Zinn
Araf schrieb am 2008-03-17 11:37:33:
Hallo
Ich dachte, sie wünscht sich unbedingt, dass Magie in ihr Leben tritt und als dann plötzlich ein fremder Mann in ihrem Zimmer auftaucht bekommt sie Panik? *lach*
Mir ist aufgefallen, dass du im Präsens begonnen hast und dann weiter im Präteritum geschrieben hast... ist das ein stilistisches Merkmal oder ausversehen passiert?^^
Also, ich freu mich schon auf die Fortsetzung.
LG Araf
P.S.: "the House of the Flying Daggers" ist ein Kung-Fu Film mit einer traurig endenden Liebesgeschichte :( Alles in einem ist er aber wirklich sehenswert^^
Pünktchen schrieb am 2008-03-17 09:14:03:
wow was für ein anfang...freu mich schon auf die fortsetzung
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