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Kategorien > Liebe > Liebe

Schwarze Tränen Teil 8 Abhays Geschichte V

von Julie

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Die Frau schrie panisch nach ihrer kleinen Tochter. Sie war eine der wenigen, die noch nicht in einem der Boote saßen. „Sei ruhig“, befahl Abhay, doch seine Augen zeugten von tiefstem Mitgefühl.
„Dein Geschrei weckt noch die Besatzung“ An die Wellen und den Geräusch des Sturms waren sie gewohnt, aber wann hörte man auf einem Sklavenschiff schon eine Frau schreien?
Zwölf Leute mussten noch auf die Boote, das erste Boot war bereits auf offener See.
Ob sie es bei so einem Sturm schaffen würden?
Es war ihre einzige Chance auf Freiheit. Und die würde Abhay nicht ungenutzt verstreichen lassen. Noch immer schrie die Frau. Doch nun mischte sich noch etwas anderes in die Geräuschkulisse. Hatte er nicht gerade einen Schuss gehört?
Blitzschnell drehte er sich um und sah gut ein Dutzend bewaffneter Männer auf sich zurennen. „Lasst die Boote ins Wasser. SOFORT!“, brüllte er.
Wo war seine Mutter? „Malia? MALIA?!“, Verzweiflung mischte sich in seine sonst so starke Stimme. Ein stechender Schmerz durchfuhr sein rechtes Bein und er fiel zu Boden.
Über sich hörte er, wie zwei weitere Boote ins Wasser gelassen wurden. „Malia!“, keuchte er. „Chikeee“
Jemand versperrte seine Sicht. Er versuchte, sich an der Rehling hochzuziehen, aber ein schwerer Stiefel drückte sich auf seinen Brustkorb und ließ sein Vorhaben scheitern.
Eisgraue Augen schauten ihn bösartig an. „Du bleibst hier, du wirst für das bezahlen, was deine Freunde getan haben“, zischte er und spuckte Abhay ins Gesicht.
Nicht einen Moment brach er den Blickkontakt mit dem Mann ab, statt ihm Respekt zu zeigen, trotzte er ihm. Er spürte das warme Blut an seinem Oberschenkel herablaufen, spürte die Wunde pochen und brennen. „das waren nicht meine Freunde. Ich war es“, knurrte Abhay und schlug ihn mit der Eisenstange vor sein Bein.
Er hatte von Beginn an das Gefühl gehabt, dass er die noch einmal brauchen würde.
Der Mann fiel zu Boden und ließ Abhay genügend Zeit erneut zuzuschlagen und ihm somit sein Bewusstsein zu nehmen.
„Wenn hier einer bezahlt, dann du, gottverdammter Sklaventreiber“, er stützte sich auf die Rehling und der Schrecken, der sich in ihm ausbreitete, als er auf das Meer blickte, ließ ihn sofort wieder zu Boden sinken.

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