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Kategorien > Fantasy > Abenteuer

Selena - K19

von Bone1979

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Bei komplizierten Plänen lag der Fehler meistens im Detail. Zu viele Faktoren mussten ineinandergreifen. So das bei einer Unstimmigkeit alles zusammenfallen konnte, ohne dagegen angehen zu können. Je einfacher desto besser. Natürlich hieß das nicht automatisch das einfache Pläne funktionierten. Das Timing war mitunter entscheidend. Wobei nicht unbedingt die Abfolge der jeweiligen Phasen eines Plans gemeint waren, sondern die Reaktion des Gegners.
Selena vermutete das Mjra, ihre Tante, die Krone von Rawa, ihre Vorkehrungen nicht auf eine mögliche Rebellion hin getroffen hatte. Schon gar nicht, wenn die Orks und Urikais die Rebellion anführten. Damit stand und fiel der Plan.
Die Rebellion, unter den in Ono stationierten Biestern, musste lange genug dauern um die Krone zum handeln zu zwingen. Ohne das sich ihr die wahre Absicht offenbarte. Anfangs würde ihre Tante abwarten. Denn das würde Selena an ihrer Stelle tun. Sie würde solange warten, bevor der Punkt überschritten wurde, wo alles Handeln zwecklos war. Genau darauf zielte ihr Plan. Bestätigte sich nämlich dass die Orks und Urikais gegen die Krone rebellierten, gab es nur noch die Reiterschaft der sie trauen konnte. Alle anderen Truppen konnten sich der Rebellion angeschlossen haben. Zwangsläufig musste Mjra die Reiter einsetzen um wieder Herr der Lage zu werden. Dazu musste sie die Reiter aufsplitten. Ein Teil ließ sie gegen die aufkeimende Rebellion vorgehen. Der andere Teil blieb zu ihrem Schutz. Diese Schwächung wollte Selena letzten Endes nutzen.
Selbst wenn alles klappte, gab es keinen definitiven Zeitpunkt für die Reaktion ihrer Tante. Dies war der Schwachpunkt ihres Plans. Dauerte alles zu lange war der Überraschungsmoment dahin und sie konnte hinter die wahre Absicht der Rebellion kommen. Ihr Plan war die einzige Chance die Krone zu entmachten. Ging er schief würde es ungemein schwerer werden Mjra zu töten. Sie wäre vorbereitet.
Soweit war es noch nicht, also beschloss Selena nicht weiter darüber nachzudenken. Schlechtes Karma, würde Michael sagen.

***
Sie verwischten ihre Spuren bei den Sümpfen und begaben sich auf den Weg den Plan in die Tat umzusetzen. Der Umweg gehörte zwar nicht direkt zum Plan, was aber nicht weiter ausschlaggebend war. Man wollte sicher gehen nicht verfolgt zu werden. Kurz vor Anbruch der Abenddämmerung trennte sich die Gruppe. Njra machte sich auf den Weg die Wächter der Erbin zusammenzutrommeln. K`reuk kehrte mit Ursak zu seinem Trupp zurück. Sie würden die Rebellion anführen. Njra sollte mit den Wächtern dazustoßen. Wann das war, blieb offen.
Unterdessen machten sich die Spitzohren um Selena zu einem Unterschlupf, nahe Ono auf. Lorana verließ ihn wenig später nach ihrer Ankunft wieder, um die Stadt auszukundschaften und festzustellen, wer sich ihrer Sache anschloss.
Während sie mit den anderen auf ihre Rückkehr warteten, schaute die Albin zu den Sternen. Sie ging noch Mal alles durch, suchte nach Fehlern und dachte über die Geschehnisse seit ihrer Ankunft nach. Angefangen bei der Ankunft bis hin zur Begegnung mit ihrer Mutter und den Visionen, die ihr das Orakel zeigte. Ob sie nun die Erlöserin für die einen oder die Erbin der Krone für die anderen war, war nicht ausschlaggebend.
Im Grunde wollten Selena und Mjra das Gleiche, bloß auf anderen Wegen. Eurasien und Rawa konnten nur Überleben, wenn man gemeinsam gegen Leena in die Schlacht zog. Jeder für sich war verloren. Was schon die Geschichte deutlich zeigte. Ihre Mutter hatte sich mit Mjra verbündet, um ihre Schwester aufzuhalten. Mit Erfolg. Nun kehrte Leena zurück. Um sich zu rächen und ihr Vorhaben zum Abschluss zu bringen. Alleine konnte keiner gegen Sie bestehen. So blieb nur ein Bündnis zwischen Rawa und Eurasien. Das war ihre einzige Chance. Kooperation. Auf diese Weise erreichte man mehr, als wenn man jemanden zwang. Selena hatte da ihre Erfahrungen.
Entschlossen kehrte sie in das verlassene Farmhaus zurück. Die Nacht wurde kühl. Nava, Celin und Madaeus hielten sich im Wohnbereich des alten Hauses auf. Der Waldwächter hielt Wache. Es herrschte ein Schweigen im Walde. Morgen um die Zeit würden sie kämpfen. Wer die Morgendämmerung erlebte, konnte man nicht vorhersagen. Dieser Umstand, sein Leben zu verlieren, drückte die Stimmung. Selena hatte dem Tod schon einige Male ins Gesicht geschaut. Angst oder Furcht empfand sie nicht. Früher oder Später musste jeder sterben. Diese Erkenntnis nahm ihr schon früh den Schrecken ans Sterben. Wenn es soweit war, konnte sie, wieso nichts dagegen tun.
Selena nahm sich eine Wolldecke, richtete sich ihren Schlafplatz ein und legte sich unbeschwert hin. Ihnen stand ein langer Tag bevor. Eins hatte sie gelernt, vor solch einem Tag der Entscheidung konnte der Schlaf ein entscheidender Faktor sein. Sie nahm alles um am Ende nicht zu den Verlierern zu gehören.

***
Bevor sie am Nachmittag nach Ono aufbrachen, gab es noch einiges zu erledigen. Am Morgen war Selena früh auf, hatte sich die Gegend um das Farmhaus angesehen. Der Morgen war frisch und kühl. Vorboten des kommenden Winters.
Zurück beim Unterschlupf begann sie mit Celin zu trainieren. Es würde ein heilloses Durcheinander geben. Daher war es für die junge Elbin von Vorteil einige Fertigkeiten zu haben, um sich zu wehren. Denn man konnte bei einer solchen Auseinandersetzung nicht jeden Moment auf sie aufpassen. So was kostete einem möglicherweise das Leben. Nichtsdestotrotz hatten sie beschlossen ihr den Waldwächter zur Seite zu stellen. Für alle Fälle.
Anfangs tat sich Celin schwer. Am Ende setzte sich der Instinkt zu Überleben durch. Sie besaß eine schnelle Auffassungsgabe, merkte sich die jeweiligen Abläufe nach kurzer Zeit und konnte sogar auf Unvorgesehenes reagieren. Was hier, und da seltsam aussah, aber solange es den Zweck erfüllte, spielte es für Selena keine Rolle, was für eine Figur die Elbin machte.
Am liebsten hätte sie Celin gar nicht dabei. So sehr sie sich bemühte, war sie nicht zum Kämpfen geboren. Ihr fehlte einfach die Unbarmherzigkeit des Tötens. Sie wollte ihren Teil dazu beitragen die Krone zu stürzen. Das, so sagte sie, sei sie ihrem Vater schuldig. Ihre Entscheidung stand, daher beließ es Selena dabei. 5 Minuten später ging das Training weiter.
Wenige Stunden vor ihrem Aufbruch machten sie Schluss. Mehr war in dieser kurzen Zeit nicht drin. Man sammelte Kräfte, aß was und ruhte sich aus. Die Sonne hatte den höchsten Punkt erreicht. Es war soweit.

***
Madek war über die Rückkehr seines Kommandanten nicht allzu begeistert. Insgeheim hatte er gehofft den Spitzohren wäre es gelungen den Ork zu töten. Das hätte es weitaus leichter gemacht seinen Posten einzunehmen. So musste er seine Pläne vorerst verschieben.
Radek, sein Stellvertreter und Vertrauter, war ihm Loyal gegenüber. Er berichtete ihm das Ursak die Baracke von K`reuk mehrmals verließ und sich mit Truppführern der Stadtgarnison traf. Nach jedem Treffen kehrte der Ork in die Baracke zurück, verließ sie wenig später

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Kommentare

Eleóme schrieb am 2010-03-15 23:33:37:
Es war mehr Zufall, dass ich hier noch einmal vorbei geschaut habe, aber ich freue mich umso mehr, dass weitere Kapitel hinzugekommen sind. "Selena" gehört zu meinen Lieblingsgeschichten hier, ich hoffe, dass du, wenn es deine Arbeit erlaubt, wieder neue Kapitel einschickst.
Liebe Grüße, Eleóme

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