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Kategorien > Grusel > Horror

Sensenmann

von Mularion

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Die zwanzigste Stunde hatte begonnen. Der Tag neigte sich seinem Ende zu, doch ich war noch nicht bereit die Welt der Träume zu betreten. Ich saß gemütlich auf meinem Sessel im Wohnzimmer und aß mein frisch gemachtes Popcorn. Das Licht war ausgeschaltet, es stürmte und regnete heftig draußen. Es war gruselig, so allein in einem dunklen Zimmer, wenn der Regen gegen die Fensterscheibe klatscht und die Äste an die Fenster klopfen. Ich wartete auf meinen Freund, denn es lief im Fernsehen ein neuer Horrorfilm, den er unbedingt mit mir anschauen wollte. Erst weigerte ich mich, aber seine schönen blauen Augen konnte ich nicht widerstehen. Ich schaltete den Fernseher, als mal ein, schaltete auf ein Comedyprogramm und wartete, dass mein Freund endlich aus dem Schlafzimmer kam. Wir lebten jetzt schon drei Jahre zusammen, haben noch nie gestritten und ich hoffe, dass er mir eines Tages einen Heiratsantrag macht. Ich konnte es mir schon genau vorstellen. Ich hätte ein weißes Kleid an, die Schleppe ginge zwanzig Meter weit und die Blumenmädchen würden die schönsten Tulpen und Lilienblätter auf den Kirchengang werfen. Plötzlich knallte es über mir. Ich war noch nie so erschrocken gewesen wie jetzt. Ich rief nach oben: ,,Maik? Geht’s dir gut?” Stille. Die Treppenstufen begannen zu knarren. Mich packte jetzt schon die Angst, stieg mir bis zum Kopf hinauf, konnte meinen Herzschlag spüren. Ein Schatten erschien, als das Licht bei der Treppen aufleuchtete. Da war er ja. Maik kam frisch geduscht zu mir, schaltete das Licht aus und setzte sich neben mich auf den schon ziemlich breiten Sessel, der eigentlich schon als Couch durchgehen könnte. ,,Sorry! Ich bin ausgerutscht. Ich wäre fast mit dem Kopf am Waschbecken aufgeschlagen!”, sagte er und umarmte mich. Seine starken Arme waren perfekt für einen solchen Film, wie der der gleich im Fernsehen lief. ,,Er fängt an!”, sagte Maik, schaltete auf das richtige Programm um und legte den Kopf auf meinen.

Es war jetzt eine halbe Stunde vor Mitternacht. Der Regen wurde von Minute zu Minute heftiger, der Wind peitschte gegen die Scheiben und ich könnte schwören ein Kind schreien gehört zu haben. Mein Freund war eingeschlafen, hatte mich immer noch im Arm. Er hatte heute einen anstrengenden Tag gehabt, war total alle. Plötzlich klingelte das Telefon. Ein schrillendes Geräusch ertönte aus dem Lautsprecher. Ich hasste diesen Ton, er war am Tag so nervig und in der Nacht erschreckend. Genervt stieg ich vom Sessel auf, taumelte hellwach zum Telefon und hielt es an mein Ohr. ,,Hallo?”, fragte ich und hielt mir eine Hand an die Stirn. Ein Stöhnen war am Telefon zu hören. Es klang erschreckend, doch ich konnte mir schon vorstellen was, bzw. wer das war. Maik und seine Kumpels spielten mir gerne mal einen Streich. Ich war es langsam gewöhnt, doch als ich auflegen wollte meldete sich jemand. ,,Eins, zwei, drei, in einer halben Stunde ist`s vorbei. Vier, fünf, sechs, jetzt hör mal auf den Text. Sieben, acht, neun, ich flücht jetzt in die Scheun.”, antwortete eine keuchende Stimme. ,,Hören Sie mal! Es ist fast Mitternacht und ich habe genug von euch Idioten. Lasst mich in Ruhe.” Ich knallte das Telefon in die Ladestation hinein, drückte das Telefon auf lautlos. Ich drehte mich um und Maik war weg. Noch gerade eben lag ich in seinem Arm eingekuschelt und jetzt spielte er mit mir. Ich verdrehte die Augen, ging in die Küche, um mir etwas zu trinken zu holen und wartete nur darauf von Hinten erschreckt zu werden. Ich öffnete den Kühlschrank, nahm die Colaflasche hinaus. In der Ecke sah ich etwas Rotes kleben. Ich griff mit dem Zeigefinger dran, zog meinen Finger zurück. Blut. ,,Sehr witzig!”, rief ich und wartet, dass Maik mit einem riesengroßen Grinsen auf dem Gesicht um die Ecke kam. Ich wollte das Licht ausschalten, doch bevor ich das tat zersprangen über meinem Kopf die Glühlampen. Eine nach der Anderen zersprang über meinem Kopf, ließ die Scherben auf mich regnen. Ein Blitz schoss vom Himmel traf, das Haus des Nachbarn. Langsam ging ich zurück ins Wohnzimmer, setzte mich erneut auf den Sessel und wartete ab. Ich spürte die Angst in mir immer mehr aufsteigen. War Maik vielleicht einfach nur auf dem Klo? Wer hat angerufen? Als ich unter meinen Po griff spürte ich Papier. Ich ergriff es und zog es heraus. Ein Briefumschlag lag unter meinem Po. Ich muss mich wahrscheinlich darauf gesetzt haben. Es war nichts markiert oder wies auf einen Absender hin. Ich öffnete den Brief, las ihn gründlich durch.

Eins, zwei, drei, in zwanzig Minuten ist`s vorbei.
Vier, fünf, sechs, Maik ist hier verletzt.
Sieben, acht, neun, er verbrennt gleich in der Scheun.

Es stockte mir der Atem. Wie war der Brief hier her gelangt? Hat Maik ihn hier hingelegt um mir Angst einzujagen? Hat er mich, will er mich auf den Arm nehmen? Ich stehe auf, sehe mich um und gehe aus dem Wohnzimmer. Ich betrete das Esszimmer. Ein riesiges Panoramafenster kann bei stürmendem Wetter beängstigend sein. Dahinter erstreckt sich ein riesiges Wiesenfeld mit einer kleinen roten Scheune neben der alten Buche, die schon über tausend Jahren hier stehen muss. Ich trete mit meinen blanken Füßen in etwas nasses und schaue auf den Boden. Blutlinien führen durch das ganze Zimmer bis zur Schiebetür, an der ich gerade stehe. Langsam öffne ich sie, trete in den unbezwingbaren Sturm und bekomme das Gefühl beobachtet zu werden. Plötzlich sehe ich eine Schatten hinter mir, merke, dass jemand im Haus ist. Ich laufe so schnell ich kann über die Veranda auf das Feld, schaue immer wieder nach hinten, ob mich jemand verfolgt oder sieht. Ohne zu wissen wo ich hin renne, stehe ich plötzlich vor der Scheune, rieche einen Hauch Rauch und öffne die Tür. Eine Flamme lodert darin. Eine Gestalt liegt daneben deren Blut über das ganze Heu vergossen ist. Ich höre wie eine Tür zuspringt, es ist wohl die Verandatür, die ich offen gelassen hatte. Ich gehe in die Scheune und laufe zur Gestalt, in der Hoffnung nur einen weiteren Schatten gesehen zu haben. Ich will mich hinabbeugen, doch was ich sah verschlang meinen Atem. Maik lag da. Einfach nur da. Blut schwappte aus seiner Schulter und auf seinem Arm waren tiefe Schnittwunden. Ein Donner ließ mich nach hinten aufspringen und lenkte meinen Blick auf die Gestalt, die nun im Türrahmen stand. Eine Gestalt im Regenmantel und einer riesigen Sense stand am Eingang der Scheune. Das Gesicht war mit einem Tuch verschleiert und bat mir nur wenig Sichtkontakt mit seinen Augen. Ich griff nach einem Meisel, der neben mir lag, warf ihm ihn gegen den Kopf, hoffte, dass er verschwinden würde. ,,Wer sind Sie?”, rief ich, doch es kam keine Antwort. Er drehte sich um, verschwand aus der Scheune.

Wie ein Blitz öffnete ich die Augen, befand mich wieder im Wohnzimmer. Ich saß gemütlich in meinem Sessel und das Popcorn war noch Randvoll. Ich schaltete den Fernseher ein und sah das gleiche Comedyprogramm wieder, wie vorhin. Es war erschreckend und ich wusste was passieren würde, denn ich hatte alles

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Kommentare

Ela schrieb am 2010-10-20 20:33:59:
sehr langweilig aber ok
clos schrieb am 2010-08-17 20:26:06:
gutenacht geschichte die is bestimmt ab leute ohne alter

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