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Kategorien > Krimi > Sherlock Holmes

Sherlock Holmes: Mord, Bibel und Rosenkranz

von Wildhias

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Vaters, gegenüber Misses Morrissey hat er erwähnt sein Vater sei bei einem Banküberfall gestorben, der Wahrheit entspricht. Da ich nun den ungefähren Zeitpunkt wusste, an dem ich zu suchen hatte, wurde ich schnell fündig. Taylor oder ‚Knucklehead’ war tatsächlich Teil eines Bankräuber Duos, und machte dann seinen Namen alle Ehre, als er sich erschießen ließ. Der Überlebende floh und hatte fortan die ganze Beute für sich. Er konnte nie gefasst werden. Dylan Taylor hatte von seinem Vater sicher die Identität des Zweiten erfahren. Da er aber zuerst zu klein und ängstlich war und später selbst ein Bandenmitglied geworden ist, also keinesfalls etwas mit den Offiziellen zu tun haben wollte, hat geschwiegen. Was liege da näher als eine Erpressung zu suchen. Der nächste Schritt war die Tennisvereine aufzusuchen, welche einen Sandplatz anbieten. Am Festland wäre dies eine Sissyphusarbeit gewesen, aber hier bei uns auf der Insel bevorzugt man ja den grünen Grasplatz.“

„Holmes, woher wussten Sie, dass er in einem Verein spielt“, fragte ich.

„Ich wusste es nicht, aber es war einen Versuch wert, da die Asche einer Royal Virgin auf einen wohlhabenden Menschen hindeutete und die sind oft in Vereinen oder Countryclubs organisiert.“

„Bei einem Countryclub fand ich tatsächlich einen Namen den ich kannte. Ludwig Kurfner, war Mitglied und hat am entsprechenden Tag bis 13:00 Uhr am Sandplatz gespielt. Obwohl, ich mir meines Verdachtes schon ziemlich sicher war, stellten meine Entdeckung noch bei weitem kein Beweis dar. Ich suchte also meinen Freund Lui auf, für ein kleines Trinkgeld besorgte er mir die Informationen die ich benötigte. Das erste mal, dass Kurfner an der Börse aktiv wurde war 1869, das selbe Jahr indem sein Hutgeschäft gegründet wurde und ein halbes Jahr nach dem letzten Banküberfall des Duos. Er wurde gleich mit einem großen Startkapital aktiv, dass er zugegebenermaßen mittlerweile bereits vervierfacht hatte. Mein letzter Weg führte mich noch ins Gefängnis zu Ihnen, Herr Kurfner. Sie bestätigten mir die Statur Ihres Bruders und, dass sowohl die Waffe als auch das religiöse Zubehör im Wandsaal waren.

Um dies alles zu beweisen fehlte noch etwas Zwingedes, dies war in Ermangelung an Augenzeugen des Verbrechens. Dylan Taylor der, so schloss ich, und bekam es dann auch bestätigt, gemeinsam mit seinem Freund den Ex-Partner seines Vaters erpresste. Dies war auch der Grund, liebe Misses Morrissey wieso ihr werter Bruder keine Arbeit wollte und wieso ihm trotzdem gewisse Mittel zur Verfügung standen. Sie hielten ihre Unternehmung geheim, nichteinmal im ‚Bull's Corner’ wusste man Genaues. Es war einfach zu erraten, dass er geflohen ist, nachdem er die Zeitung gelesen hatte. Ein weiser Entschluss wie sich herausgestellt hatte. Als meine Straßenarmee ihn schlussendlich fand war mein Fall perfekt. Um ganz sicher zu sein, dass der Mörder seiner Strafe zugeführt wird ließ ich ihm diese Falle aufstellen.

Vermutlich interessiert Sie noch mehr, was genau geschehen ist in diesen schweren Stunden. Der Mörder kam mit seinen eigenen Schlüssel ins Haus, er hatte gehofft, Jakob Kurfner alleine zu erwischen, da er für gewöhnlich um diese Zeit zu Hause ist. Vermutlich wollte er ihn überraschen und etwas einschüchtern. Ihr Onkel, der von irgendwoher einen Schlüssel besaß, betrat aber zuerst eine leere Wohnung, er beschließt auf den Erpresser zu warten, geht dabei im Wohnzimmer umher und hinterlässt dabei wichtige Spuren. Als er urplötzlich durch das Fenster schauend seinen Bruder erblickt, gerät er in Panik. Was soll er nun tun? Wie soll er seinen Aufenthalt in einem leeren Haus erklären? Sein Bruder weiß nichts von seinem Schlüssel. Zum Weglaufen ist es zu spät, der Hausherr kommt bereits die Treppe hinauf. Er versperrt also die Wohnung von innen und beschließt sich in den Geheimraum zu verstecken. Hier wird so schnell wohl niemand hineinschauen. Vielleicht böte sich bald eine Fluchtmöglichkeit und er könnte das Weite suchen oder er wollte sich vielleicht auch nur eine weitere Ausrede einfallen lassen. In diesem Holzraum findet er auch den Revolver sowie den alten Rosenkranz und die Bibel

„Ja in dem Raum haben wir alle Sachen aus der alten Heimat verstaut, die wir nicht mehr benützen aber dennoch als Erinnerungsstücke behalten wollen. Es ist unsere geheime Identität. Wir betreten die Kammer kaum.“, sagte der Vater Holger Kurfner

„Also nun sind Sie nach Hause gekommen Herr Kurfner. Es kam zum Streit mit Ihrem Sohn. Der Onkel im Wandraum hört alles mit. Vielleicht erkennt er jetzt schon welch einzigartige Möglichkeit ihm das Schicksal bieten könnte um seinr Probleme zu lösen.
Schließlich verlassen Sie die Wohnung. Was dann geschah lässt sich ohne Ludwig Kurfners Aussage nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht hat er seine Chance gewittert und die Freveltat sofort begangen. Ich bin eher dazu geneigt zu glauben dass er die Waffe nur zur Drohung vorgesehen hatte. Er überraschte seinen Neffen. und dieser ließ sich, da er ja schon erregt war, allzugern provozieren. Schlussendlich erschießt dann Ludwig Kurfner seinen Neffen.

.Die Waffe verstaut er dort, wo sie ja gefunden wird. Auch bringt er die Gegenstände an, die auf Holger Kurfner hinweisen. Als er dann hinauseilt, lässt er die Türe offen. Es könnte so sein, dass jemand die Leiche noch vor dem Hausherrn entdeckt, was auch geschah. Ansonsten würde eine offene Tür auch einen Einbrecher oder einen Freund Jakobs, dem dieser dann geöffnet hat, als Täter nahe legen. Jetzt steht er aber vor einem Problem einer seiner Erpresser ist tot, der andere läuft noch frei herum. Aber das ist eine Gefahr für ihn. Hätte er die Aktion im Vorhinein geplant, so würde er beide gleichzeitig unschädlich gemacht haben. So muss er es im Nachhinein erledigen. Da er sich nicht mehr selbst schmutzig machen will, schickt er seinen hinkenden Gehilfen Pedro. Gott sei Dank konnte dieser seinen finsteren Auftrag nicht erfüllen.“

Nach Holmes’ Bericht kehrte Stille am Tisch ein. Die Morrisseys und der Schwiegervater waren fassungslos über die finsteren Machenschaften, des Mannes der Ihnen einst so geholfen hatte. Erst langsam kam das Gespräch danach wieder in Gange. Ich begann mir bereits wieder Sorgen zu machen, wann der nächste Fall kommen wird und wie Holmes die Zeit dazwischen überbrücken würde. Hoffentlich kein Kokain mehr!

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