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Kategorien > Krimi > Sherlock Holmes

Sherlock Holmes: Mord, Bibel und Rosenkranz

von Wildhias

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authentisch gewesen, und unser Gegner, ein hoch intelligenter Mann, hätte Verdacht geschöpft.“
Ich ließ es dabei bewenden, da ich dergleichen immer als Antwort erhalte. Natürlich wusste ich, dass es nur die halbe Wahrheit war, mein Freund liebt einfach den Show-Effekt, es verschafft ihm Befriedigung andere in Erstaunen zu versetzen. Fortan richtete ich meine Gedanken auf unsere brave, tapfere Klientin, ihren unschuldigen Vater und auch an meine geliebte Gattin im fernen Leeds.

Kapitel 4: Die Wahrheit kommt ans Licht

Es war noch am Abend des folgenden im Hause Morrissey. Detective Gregson hatte schon zur Freude aller Anwesenden den unschuldigen Holger Kurfner nach Hause gebracht, Holmes und ich waren zum Abendessen eingeladen. Mittlerweile waren bedrohlich schwarze Gewitterwolken über der Londoner Stadt aufgezogen, aus welchen zuerst nur sporadisch und danach in periodischen Abständen, für jeweils eine Sekunde alle Häuser, Straßen und Gassen in ein gleißend Helles, alles umfassendes und alles bestrahlendes, Licht tauchende, Blitzstrahlen zuckten.
Die schöne und diesmal für alle Londoner äußerst befreiende Nebenwirkung des Unwetters war der Regen. Er floss in Strömen vom Himmel, In den Straßen bildeten sich bereits Pfützen, die die vom Blitz erhellte Stadt in wunderschöne Weise widerspiegelten. Ähnlich kurios und vage war auch die Stimmung im Hause.

„Mr. Holmes. Sie haben schon so viel für uns getan. Es würde mich dennoch sehr freuen, wenn Sie uns alle in Ihr Geheimnis einweihen. Wie es ist Ihnen gelungen, die Wahrheit aufzudecken? Wie kamen Sei überhaupt darauf, dass es unser Onkel war? Vor allem was ist eigentlich genau passiert?“, fragte die Frau des Hauses

Holmes sah zu mir und sagte:
„Watson, Sie werden sich wohl erinnern, bereits zu Beginn kam es mir sehr komisch vor, dass Herr Kurfner“
er deutete mit der Hand auf dem Mann, der nun in Freiheit bei uns am Tisch saß.

“Nach begangenem Mord, die Tatwaffe, die jeder als ihm gehörend identifizieren konnte, stümperhaft im eigenen Schlafzimmer versteckt und danach erst wieder wegläuft, wieso sollte er sie nicht unterwegs irgendwo verstauen? Die einzig logische Folgerung daraus ist, jemand wollte, dass die Waffe gefunden wird, folglich wollte er auch, dass es so aussieht als ob der Vater seinen eigenen Sohn damit erschossen hatte. Genauso steht es mit dem Rosenkranz und der Bibel. Weshalb hatte er sie nicht wieder entfernt. Wenn es ihm aber egal gewesen wäre, ob sie gefunden werden und folglich auf ihn hindeuten, dann hätte er sich ja gleich den Behörden stellen können. Jetzt hatte ich schon bevor ich den Tatort betreten habe, ja schon bevor ich überhaupt mit Misses Morrissey wirklich gesprochen habe, zwei Indizien, die eindeutig darauf hinwiesen, dass irgendjemand Holger Kurfner als Täter hinstellen wollte, vermutlich der Mörder selbst. Das alles war mir ziemlich klar nach der Lektüre des Zeitungsartikels, nicht mehr, nicht weniger. Erfreut war ich dann, als ich hörte, dass der Hausherr, obwohl er in einer ärmlichen Gegend wohnt ein ungemein reinlicher Mann ist. Mir selbst hat er versichert, als ich ihm im Gefängnis befragte, jeden Morgen aufs gründlichste sauber zu machen, so tat er es auch am Morgen des Mordes. Wie gehofft wurden ich und mein Partner in der Parkerstreet dann auch fündig. Nicht nur, dass wir Zigarrenasche fanden, die vermutlich der Mörder hinterlassen hatte, auch entdeckte ich, mit freien Auge kaum wahrnehmbar, Spuren von roten Sandkörnchen, welche jemand mit den Schuhen hinterlassen hatte. Da niemand der anwesenden Raucher ist und da sich auch auf niemandes Schuhe besagte Körnchen feststellen ließen, muss es eine zusätzliche Person im Wohnraum gegeben haben.. Mit der Asche und dem roten Staub konnte ich auch bereits seine Schritte und somit die Körpergröße des gesuchten überschlagsmäßig bestimmen. Jetzt hätte ich beinah ein Indiz für einen weiteren Mann im Raum ausgelassen. Die Frage ist wie kommt der Mörder ins Haus Die Zeugin meldet, die Türe wäre unverschlossen gewesen, aber laut Gregson fand man beim Heimkehrenden Herrn Kurfner einen Schlüssel in der Manteltasche. Auch entdeckte ich in der rechten Wandnische eine Metallstange heraushängen auf der ein Schlüssel hing. Es wäre schon ziemlich seltsam, würde der Beschuldigte, egal wie panisch er war, den Haustürschlüssel von seinem Platz nehmen und dann beim Verlassen die Tür unverschlossen lassen. Er hat es mir auch erzählt er hat abgesperrt zur Sicherheit, obwohl sein, wohlgemerkt noch quicklebendiger Sohn im Haus war. Der nächste Meilenstein in den Ermittlungen war die mehr oder weniger zufällige Entdeckung des geheimen Raumes, hier hatte sich die Person den Spuren nach zu urteilen alleine aufgehalten, entsprechend der hinterlassenen Menge an Asche ungefähr eine Stunde. Von hier stammen auch die Waffe und die Insiquien.

Als wir dann die Parkerstreet verließen wusste ich, nur durch logisches Schließen aus den für jedes Auge ersichtlichen Beweisen und aus den Aussagen meiner Klientin im Grunde wie das Verbrechen abgelaufen ist. Was ich noch nicht kannte war der Name und die Identität des Mörders. Mein nächster Schritt war der Besuch des Pubs ‚Bull's Corner’, Dr. Watson mag ihnen die Begebenheit, bei Gelegenheit erzählen und zwar weit spannender als ich es könnte. Meine Bekanntschaft Pinky, ein weiterer Intimus Jakobs, versicherte mir, dass es keinerlei Streit in seinem Freundes- und Bekanntenkreis gab. Somit wurde mein Verdacht, dass es sich bei dem Unbekannten um eine Person, im Umfeld des Hause Kurfners handle, da sie einen Schlüssel besaß und den Abstellraum vermutlich kannte, nur erhärtet. Der darauffolgende Besuch bei Jakobs Freund Dylan, zeigte mir wiederum, dass Dylan vermutlich etwas mit der Sache zu tun hatte, da er verschwunden war, und mir dieser Mann, Pedro wie sich später herausstellte, begegnet ist. Pedro hatte das Zimmer von Jakobs Freund durchsucht haben, dies musste einfach etwas mit dem Mord im Hause Kurfner zu tun haben.“

„Entschuldigen Sie bitte Mr. Holmes“ meldete sich Steven Patrick Morrissey zu Wort. „Wie konnten Sie wissen, dass dieses Ereignis, also die Flucht Dylans mit dem Mord an meinem Schwager zu tun hat. Der Ausreißer hatte eine bewegte Vergangenheit und lebt auch jetzt noch in einem, nun ja, leicht zwielichtigen Umfeld. Wäre es nicht möglich, dass er vor einer ganz anderen Sache davonlief.“

„Das kann einfach kein Zufall sein. Wenn der erste Freund umgebracht wird, und der andere am nächsten spurlos verschwindet, ja es wird sogar sein Raum durchsucht, dann muss es hier einen Kausalzusammenhang geben.“

„Es ist möglich“, wollte ich unserem Gastgeber zu Hilfe kommen.

„Nein! Es ist wahrscheinlich“, konterte Holmes. Wir gaben uns geschlagen und er setzte fort.

„Als nächstes suchte ich das Londoner Archiv auf. Ich wollte mehr über diesen Dylan in Erfahrung bringen. Von seiner Vermieterin erfuhr ich seinen Nachnamen und sein Alter. Ich wollte überprüfen ob, die Aussage bezüglich seines

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