Sie
von
Mularion
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Sie
Der Wind bläst Wellen in ihr Haar und lässt ihren Rock nach hinten wehen. Ihren Augen sieht man die Angst kaum an, doch ihre Hände zittern, als stünde sie Barfuß auf dem Eis. Ihr Blick schweift immer wieder die Klippen hinunter und zerspringt auf dem tosenden Meer. Ich liege auf einem Fels, etwa zehn Meter von ihr entfernt und kann mich kaum bewegen. Den unerträglichen Schmerz spüre ich bei jedem Atemzug und die Wunde an seinem Rücken öffnet sich immer mehr. Der Dolch sitzt tief in der Wunde und zerschneidet meinen Körper. Wieso? Wieso Sie? Konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, weil ihre Hilflosigkeit mein Abenteurerherz neu er flammte? Ist dies meine letzte Reise, die ich nur für Sie antrat? Sie dreht sich zu mir, eine Träne der Reue fließt über ihre Wange. Ein letzter Atemzug und sie lässt sich nach hinten, die steilen Klippen hinab, fallen. Auch ich atme ein letztes Mal ein und schließe die Augen. Dunkelheit.
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Kommentare
Dr.Soltberg schrieb am 2010-07-09 18:49:56:
Eine tolle Geschichte!
Sehr melancholisch und gefühlvoll.
Ja, ich kann die Bitterkeit darin verstehen. So endet es immer.
roo sabbath schrieb am 2010-06-30 18:12:44:
-ich habe ein bild vor augen wenn ich es lese. <3
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