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Kategorien > Liebe > Übersinnliches

Sie waren schön

von malli

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Sie waren unbeschreiblich schön.
Alle wussten, dass mit ihnen etwas nicht stimmen konnte. Solch übernatürliche Schönheit kann unmöglich von Gott gegeben, eher vom Teufel erzeugt worden sein.
Und so kam es, dass Magdalena und David vor ein Gericht kamen, um der Hexerei bezichtigt und überführt zu werden.
Hexen, Teufelsanbeter, Hure und Ziegenfüßler wurden sie beschimpft, als das Gericht die beiden zum Tod durch das Feuer verurteilte.
Also wurde in dem Dorf am Rande der Welt ein Scheiterhaufen errichtet für die beiden schönsten Menschen, die es je gegeben hatte.
Einen Abend vor der Vollstreckung hörte Magdalena eine Stimme.
„Magdalena, sei nicht traurig und weine nicht, denn deine Tränen sind wie Perlen.“
Magdalena horchte auf und wischte sich die Tränen an ihrem schmutzigen Kleid ab.
„Liebster, kannst du es wirklich sein?“, fragte sie eilig.
„Ja, ich bin es.“
Magdalena lächelte. „So bist du sicher in der Nachbarzelle?“
„Nein.“
„Dann in der Zelle dahinter?“
„Nein, auch dort bin ich nicht.“
„Stehst du gar vor meiner Tür?“, fragte sie besorgt.
„Nein, Liebste.“
„Aber wo bist du dann, dass ich dich so klar vernehmen kann?“
„Magdalena, ich werde immer bei dir sein.“
„Du hast es versprochen.“, erinnerte sich das Mädchen und eine Träne lief über ihre Wange.
„Siehst du.“
„Ja, ich Danke dir.“, Magdalena lächelte und sprach noch mit ihm, aber nicht über den bevorstehenden Tag, denn sie wollte nicht weinen.
Nachdem sie die Müdigkeit übermannte und sie einschlief, hörte sie fortwährend seine Stimme.

Grob wurde Magdalena aus ihrer Zelle geholt, die Wachen rissen an ihr, als sei sie ein Sack Mehl.
Sie warfen sie auf einen Karren, wo sie der Menge ausgesetzt war, die sie bespuckte und beschimpfte.
Plötzlich sprach eine durchdringende Stimme: „Wo ist er?! Hexe, du musst es wissen! Wo ist dein Meister?“
Magdalena verstand den Mann nicht.
„Weib, seine Zelle ist leer und ausgebrochen kann er wirklich nicht sein! Das alles ist unmöglich! Er muss sich in Luft aufgelöst haben!“, schrie einer der Wärter.
Magdalena liefen die Tränen über die Wange. Ihr Liebster war ohne sie gegangen.
Als sie schließlich an den Pfahl geschnallt wurde und das Feuer an ihrer Kleidung züngelte, lächelte Magdalena, denn sie hörte eine vertraute Stimme.
„Ich bin bei dir, Liebste.“

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Kommentare

Hunney schrieb am 2010-04-03 00:35:43:
Wundervolle Geschichte wie Ela schon sagt: sehr geheimnisvoll.. das mag ich an deinen Geschichten!!!!
Gimliy schrieb am 2008-08-09 23:40:55:
Sehr tolle Geschichte. Kurz aber Inhaltlich trotzdem klar und genau. Leider gab es oft so genannte Hexenverbrennungen, bei denen Menschen ermordet wurden, weil sie etwas anderes, etwas besonderes an sich hatten. Daher find ich deine Geschichte echt gut, denn wir sollten mit unserer Vergangenheit leben lernen.
lg: Gimliy
Ela schrieb am 2008-08-08 18:47:35:
wunderschön .. du schreibst ziemlich geheimnissvoll;) aber wunderschön

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