Sizinguldu-Teil 1
von
blacknight99
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Sizinguldu Teil I
Ziran-Yazar:
Stimmen hallen durch die Säle der Götter.
Sie wispern,sie flüstern...sie schreien.
Ich habe sie gehört.
Schatten eilen durch das Land.
Sie schleichen umher,spähen...töten.
Ich habe sie gesehen.
Dunkelheit breitet sich aus.
Unmerklich,unumkehrbar...unbesiegbar.
Ich habe sie erlebt
Der Böse,der Unaussprechliche,der Schattenprinz nähert sich.
Seine Augen suchen,seine Armeen zerstören,...sein Hass vernichtet.
Ich habe ihn gespürt.
Sizinguldu ist erwacht...
Sonnenmeer
Dunkelheit,Schatten,Düsternis.
Als die ersten Sonnenstrahlen am Horizont flimmerten,verschwanden sie in der Unendlichkeit.
Lauernd.Wartend darauf das die Nacht wiederkehrte.
Arun blickte der Sonne entgegen.
,,Sei gegrüßt,Bruder Sonne!"sagte er und verneigte sich leicht.
,,Wache über mich und vertreibe die Schatten!"
Hinter ihm ertönte plötzlich das Bellen eines Hundes.
,,Und wache auch über Raikon!"fügte Arun hinzu und kraulte seinem Hund den Hinterkopf.
Arun sah noch einen Moment dem Horizont entgegen.
Wüste,Sand,Stein und Staub bis zum Horizont.
Vielleciht hier und da noch ein Vuccchi-Käfer oder ein Wasserbaum aber sonst nichts.
Raikon,der Hund,war Aruns einzige Begleitung in diesem Wüstenmeer.
Ein wenig Wehmut umfasste Arun wie ein Windhauch.
Es hätte alles nicht so kommen müssen.
Leidenschaft und Liebe ließen einen Mann halt Dummheiten machen.
Doch dann verschwand die Wehmut wieder so schnell wie sie gekommen war.
,,Komm,Raikon! Lass uns das Zelt abbauen!"sagte Arun,drehte sich um und lief zurück zu dem kleinen Zelt,das nur wenige Meter entfernt war.
Dunkelheit,Schatten,Düsternis.
Die Sonne hatte sie nicht alle vertrieben.
Einer schlich immer noch umher,in dieser endlosen Wüste.
Gierig,suchend,tötend.
Arun drehte sich nochmal um.
Irgendwie fühlte er sich beobachtet.
Doch was er sah,war nur die Einsamkeit.
Ein Galê-Indianer
Raikon beobachtete Arun interessiert,während dieser das Zelt abbaute.
,,Sie war eine Göttin,Raikon! Eine Göttin!"sagte Arun träumerisch zu seinem Hund während er die Zeltplane zu einem Bündel faltete.
,,Du hättest sie sehen sollen! Ihre Brüste! Nicht zu groß und nicht zu klein! Und wohlgeformt waren die! Wie reife Fuê-Früchte.
Ihre Haut war sandfarben! Und du hättest ihren Mund sehen sollen ihren Mund!"
Arun schnürte das Bündel mit einer Kordel fest.
,,Und jetzt! Jetzt darf ich wegen ihr drei Jahre durch die Wüste laufen und die einzige Gesellschaft die ich habe bist du!"sagte Arun und deutete mit dem Zeigefinger wütend auf seinen Hund.
Raikon kläffte empört.
,,Ja, ja! Ich mag dich ja auch! Leider hast du nicht ihre Brüste!"Arun gab Raikon einen freundschaftlichen Knuff.
Arun war ein Galê-Indianer.
Seit Urzeiten schon lebte sein Stamm in der Abâr-Wüste.
Arun war 19 gewesen.Ein Jahr mehr und er hätte endlich den Pfad des Kriegers betreten dürfen und seinem Vater folgen.
Aber wie das Schiksal es wollte kam kurz vor seinem 20.Sommer,Aya,die Tochter des Häuptlings,von einem fremden Stamm zurück.
Aya war ein Friedensgeschenk an einen anderen Stammesfürsten gewesen.
Als sie 17 war durfte sie zurück.
Arun hatte sich sofort in sie verliebt.
Und dann,in der Nacht vor seinem Geburtstag,hatten sie sich in einem der Zelte geliebt.
Doch in genau dem Moment,als Arun den Samen des Lebens in sie schicken wollte,betrat ihr Vater das Zelt...
Es gab einen riesigen Skandal im Stamm und Arun wurde für drei Jahre aus dem Stamm verbannt.
Er sollte durch die Wüste wandern,jeden Morgen und Abend zu den Lichtbringern Bruder Sonne und Schwester Mond beten.
Arun schüttelte bei dem Gedanken an das hinter ihm liegende betrübt den Kopf.
Das Zelt war abgebaut,seine Dinge hatte er in einen Rucksack gepackt.
Er schwang sich das Bündel auf den Rücken.
,,Komm,Raikon!"rief er zu seinem Hund und schwang seinen Arm.
Arun holte eine beschnitzte Ocarina aus seinem Bündel und begann auf ihr ein Wanderlied zu spielen.
,,Mal sehen wohin uns das Schicksal heute bringt,Raikon!"
Die Schattenkreatur
Die Schattenkreatur hatte sich hinter einem großen Felsbrocken versteckt und witterte die Gefühle des Galê-Jünglings aus.
Das Herz des Jünglings war zerrissen.
Zorn und Rache peinigten ihn.
Auch spürte die Kratur eine alte Liebe,die in dem Herz des Galês wie eine Flamme loderte.
Zur Zeit schien der Jüngling an den Körper und die Stimme seiner Liebe zu denken.
O,schwache Menschen,was gebt ihr euch ab mit der Liebe?
Liebe war ein unnahrhaftes Gefühl für die Schattenkreatur.
Die Kreatur witterte den Menschen weiter nach Angst,Wut,Zorn und Hass aus.
Endlich stieß sie in der Bauchgegend auf ein starkes Angstgefühl.
Der Mensch fürchtete wohl das seine Töhle starb und er allein weiterziehen sollte.
Gierig schlürfte die Schattenkreatur das Gefühl auf und spürte gleich wie sie wieder stärker wurde.
Sie brauchten Angst,Zorn,Wut,Hass und Verzweiflung als Nahrung.
Nur so konnten die Schatten überleben.
Als die Kreatur gesättigt war,folgte sie dem Galê und seiner Töhle.
Aus der Ferne betrachtete sie den Jüngling.
Er trug nur eine einfache Lederhose.Seine Haut war rot.
Muskeln zeichneten sich auf seiner Haut ab.
Seine Augen hatten etwas Aufmerksames und Intelligentes.
Das Haar hing ihm bis zum Halsende hinab und wehte hinter ihm im Wind.
Hüte dich,Mensch,schon bald wirst du deinen Ahnen folgen.
Am Fels des toten Baumes
Die Sonne hatte ihren Zenit erreicht.Mittag.
,,Siehst du den Felsen,Raikon?Dort rasten wir!"sagte Arun und deutete auf einen Felsen,auf dem nur ein einzelner,toter Baum stand.
Raikon sah Arun an als wolle er fragen ,,Wieso auf einem Felsen?"
,,Irgendwie fühl ich mich beobachtet.Ich hab lieber alles vom Felsen aus im Blick."sagte Arun und blickte sich nochmal zu allen Seiten um.
,,Nun komm schon!"
Raikon lief in atemberaubenden Tempo zum Felsen voraus,Arun folgte ihm laut lachend.
Allein sein hatte auch seine Vorteile.
Erschöpft setzte Arun dann seinen Rucksack ab und lehnte sich gegen den toten Baum.
,,Mal sehen was wir noch so zum essen haben."sagte Arun und kramte in dem Rucksack.
,,Hier ist schon mal etwas Fleisch für dich,Raikon!"Arun warf seinem Hund einen großen Brocken rohes Fleisch zu,auf das sich Raikon hungrig stürzte.
Doch plötzlich hörte der Hund abprubt auf,Stücke aus dem Brocken zu Reißen und zu verschlingen.
Raikon hielt den Kopf in den Wind und schnüffelte.
,,Was ist los?"fragte Arun verdutzt.
Der Hund sprang auf und rannte bellend den Felsen hinab.
Und dann spürte Arun es auch.
Etwas Böses lag in der Luft.Etwas Unbeschreibliches.
Arun holte eine Axt aus dem Rucksack,steckte sie in seinen Gürtel
Mit flinken Fingern hing er sich einen Köcher,randvoll mit Pfeilen um und nahm seinen
Bogen
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Kommentare
RisingSun schrieb am 2006-09-30 14:51:06:
In einem sehr schönen Schreibstil geschrieben, beinahe poetisch. Mich hat besonders der gedichtartige Anfang sehr gefallen. Ich werde mich also gleich an die Fortsetzung machen.
Nur eins noch: Ab und zu klänge es sicher besser, wenn du nicht nur parataktischen Satzbau verwenden, sondern deine Sätze stärker verbinden würdest, wobei es an einigen Stellen sicher so auch gut ist.
Lilly schrieb am 2006-08-18 11:44:15:
Wow!!Super geschichte!
Leanyka schrieb am 2006-07-20 10:56:15:
Hey, das ist eine schöne Geschichte und irgendwie... sie hat auf jeden Fall etwas Besonderes. Ich kann mir das Beschriebene sehr gut vorstellen, wenn sich auch einige Sätze noch etwas holpernd lesen lassen. Aber immer weiter so!
lieben Gruß,
Leanyka
christoph schlueter schrieb am 2006-07-17 22:20:20:
Sehr poetisch, tolle Bilder. Leider liegt in dieser tollen Leistung auch deie Schwäche des Textes:
Durch diese sehr bildhafte, eher lyrische Sprache, fällt es dem Leser etwas schwer den Einstieg bzw. Zugang zur Geschichte zu finden. Vielleicht wäre in diesem Fall tatsächlich etwas weniger mehr...
Man braucht nämlich sonst einige Seiten Anlauf, um sich wirklich auf die Story einzulassen. Und das ist eigentlich schade, wo die Story doch eigentlich ziemlich gut anfängt...
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