Sizinguldu Teil II
von
blacknight99
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Sizinguldu Teil II
Wind über den Steppen
Ruhelos und einsam,auf unendlicher Reise,weht der Wind über das Antlitz dieser Welt.
Er treibt die Schiffe voran,durchweht unser Haar,lässt die Blätter rascheln und verteilt den Samen der Pflanzen.
Doch nun trägt er die Saat des Bösen.
Die Milliarden von Staubkörnern,entstanden nach dem Tode des Schattenwesens,werden von ihm durch die Lüfte getragen.
Hohl pfeift er über die Steppen und Wüsten.Unwissend,welche Gefahr er mit sich führt.
Weiter,weiter weht der Wind.
Hinweg über Täler,Berge und Flüsse.
Er hat Alles gesehen:Die ganze Welt hat er umkreist,die Kriege der Rassen hat er beobachtet und ihre Schlachtbanner im Wind wehen lassen.
Er fühlte die Kälte des Nordens und die Hitze des Südens.
Doch noch nie fühlte er das,was ihn gerade umgab.
Etwas Böses,etwas Mächtiges.
,,Sizin yazgê!"hauchte eine Stimme hinter ihm.
Dann war der Wind nur noch ein Relikt aus alten Zeiten.Eine Legende die alte Männer am Lagerfeuer erzählten.
Auf hoher See
,,Was ist bloß mit dem Wind los,Paunu?"fragte Mieno und kratzte sich am Hinterkopf.
Seit drei Tagen nun schon steckten sie auf dem Meer fest.
Es schien,als wäre der Wind verschwunden.
Kein Windstoß,noch nicht mal eine laue Brise,hatte das Segel aufgebläht.
,,Ich weiß es nicht,Mieno!"antwortete der alte,kauzige Seemann Paunu.
,,So was hab' ich in meinem ganzen Seefahrerleben noch nicht erlebt.
Es muss ein sehr böses Zeichen sein,wenn der Wind tot ist."fuhr er fort.
Mieno betrachtete den alten Seemann,der neben ihm an der Reling des kleinen Bootes lehnte.
Eine Narbe durchzog die rechte Gesichtshälfte des alten Knaben.
Die Haut war eingefallen und zerfurcht wie altes Leder.
Doch trotzdem wirkte Paunu vollkommen vital.
,,Wir rudern einfach zum nächsten Hafen! Das wird das Beste sein!"
,,Hoffen wir's!"
Paunu wandte sich ab und rief Befehle umher.
Matrosen schwangen sich auf die Ruderbänke und wenig später schon bewegte sich das Schiff wieder.
Die Luft wurde von der rythmischen Melodie der Trommeln erfüllt.
Mieno stand weiter an der Reling und sah einer Möwe nach,die kreischenden um das Schiff flog.
Das Tier war von einem merkwürdigen schwarzen Staub bedeckt.
Plötzlich kreischte die Möwe schrill und stürzte ins Wasser.
,,Was ist bloß mit der Welt los?"fragte sich Mieno leise und betrachtete die tote Möwe,die nun von mehreren Fischen zerfleischt wurde.
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Kommentare
RisingSun schrieb am 2006-09-30 14:56:45:
Mir gefällt weiterhin dein Schreibstil gut, nur schade, dass dieser Teil so kurz war. Außerdem frage ich mich, ob es Absicht ist, dass der erste Absatz zumindest teils im Präsens geschrieben ist. Wenn ja, dann würde ich den ganzen Absatz im Präsens lassen und nicht in den letzten Sätzen wechseln ("... hauchte eine Stimme...").
christoph schlüter schrieb am 2006-08-18 09:00:53:
Es bleibt dabei, was ich zu Teil 1 gesagt habe. Dieser Text wirkt etwas experimentell, was an sich ja nichts schlechtes ist. Aber es ist unheimlich schwer, als Leser einen echten Zugang zur Story zu finden.
Interessant und von der bildhaften Sprache her klasse geschrieben, aber für den Durchschnittsleser etwas mühsam.
Die Ideen, die in deiner Story stecken sind echt gut, aber sie verschwinden ein wenig unter der etwas irritierenden Art des Stils. Schade, bei all der Mühe, die du dir gemacht hast.
Trotzdem nicht entmutigen lassen. Jeder muss auch mal was anderes versuchen, rumexperimentieren um seinen Stil zu finden. Das ist schon ganz gut so.
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