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Kategorien > Fantasy > Magie und Helden

Skies of Sarcura

von Tom Winnick

1

Skies of Sarcura - Kapitel 1

Er sah mit einem mürrischen Blick die felsigen Steinmauern auf das düstere Firmament hinab.
Er wandte sich kurz um, und sah in Richtung des Schlafgemachs.
Eine Stimme ertönte.
Sie rief nach ihm.
Sein mürrischer Blick glitt davon und wandelte sich in ein Lächeln um als er feststellte wessen Stimme es war.
Seine Tochter.
Er lief durch den von goldenen Kronleuchtern beleuchteten Gang und eilte zu ihr.
Nichts.
Nur ein düsteres Schlafgemach
Zugezogene Vorhänge.
Ein paar Fackeln die in der Stille vor sich hin loderten.
Er blickte zu dem Bett seiner schlafenden Tochter.
Nur eine stille Hoffnung.
Ein stilles Gebet, dass sie wieder sprechen...
Überhaupt erwachen würde.
Ein ausgesprochenes Gebet, eine nicht erwiderte Bitte.
Sie lag in ihrer ganzen Pracht in ihrem himmelweißen Kleid eingehüllt in ihrer Decke.
Der König schloss kurz seine Augen.
Er schien selbst kurz zu träumen.
Tränen.
Langsam rannen sie ihm aus seinen Augen herab.
Mit seiner Hand wischte er sie schnell beiseite.
“Mein kleines Mädchen”.
Er streifte das Ende des Bettes.
“Mein kleines Mädchen”.
Dann sah er nochmals aus dem Fenster.
“Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll”.
Die Finsternis der alten verbannten griff nach ihnen.
Die Welt in der sie lebten, war die neue Welt.
Und sie waren die Nachkommen.
Das was sich unter dem geschützten Himmelszelt auftat, war das reinste Böse das noch keine Gestalt für seine Machenschaften gefunden hatte.
Aber es war da.
Es wartete im Stillen.
Und sie, die Bewohner dieser neuen Welt, die über den Wolken ihre Städte und Gebiete besiedelten sahen den Tag des bald für immer fallenden Schatten nicht kommen.
Und die Schatten waren es noch, die nach ihr gegriffen hatten.
Der König saß nun an der Seite seines schlafenden Tochter und raufte sich seine grauen Haare, die von der goldenen mit roten Juwelen besetzen Krone bedeckt wurde.
“Majestät”... drang eine Stimme ins das Zimmer..
“Ja... antwortete mit einem leisen Tonfall.
Ein Soldat trat mit vorsichtigen Schritten in die Kammer herein.
“Das Wesen ist hier”.
“Wenn es uns helfen kann, bitt es herein”.
Es wurde im still im Raum.
Dieses Wesen von dem beide gesprochen hatte, war äußerst klein, und es überdeckte sich selbst mit einem dunklen Mantel.
Der König sah es für einen Moment an.
Unter dem tiefschwarzen Mantel lugten zwei leuchtend orangenen Augen hervor, die ihn ebenfalls ansehen.
Sie waren keinesfalls abstoßend.
Den Blick den sich beide zuwarfen vermittelte mehr den Eindruck einer Zuneigung und eines Sympathiegefühls.
“Willst du dich mir nicht vorstellen” sprach der König das kleine unscheinbare Wesen an.
Doch es bewegte sich fast schwebend vorwärst und sprach kein Wort, bis es schließlich an dem Ende des Bettes war, und ihre kleinen menschlich aussehenden Hände über die Stirn der Königstochter legte.
Das Wesen heulte plötzlich auf, und der König schrak auf und stolperte.
Ihm fahlen die Worte als er sah was sich vor seinen Augen abspielte.
Aus den Augen der jungen Prinzessin floss eine schwarze Flüssigkeit, die sich langsam über ihr Gesicht nach unten herabbewegte.
Diese Flüssigkeit kam auch aus den Ohren des Mädchens.
Die Schwarze Materie weitete sich auf dem Bett aus, und das kleine Wesen warf ihren Mantel ab und veränderte Form und Größe.
Auch zu sprechen begann es.
“Hör mir zu, Vater...”
Das Wesen sah aus wie seine Tochter.
“Die Dunkelheit ist nahe, und der Pakt der vor ewigen Zeiten geschlossen wurde, wird sich erfüllen”.
“Die Macht des Bösen ist stark, stärker als die des Guten”..
Der König wich nach und nach in die Ecke der Kammer zurück, als das Wesen dass aussah wie seine Tochter auf ihn zuschwebte und ihn mit einer magischen Kraft in die Ecke schleuderte.
“Es gibt nun nichts mehr, das zwischen uns steht”.
“Die Geister des vertriebenen Volkes der alten Welt wollen ihre Freiheit wieder!!!”
Das Wesen verwandelte sich in eine große dunkle Schattengestalt die in der Kammer kaum zu erkennen war, und von ihrer Größe bis an die Decke reichte.
Sie zog einen Sperr, und rammt dem König die schwarze Spitze in seinen Körper.
Noch bevor die Wachen handeln konnte, löste sich die Figur wieder auf.
Der Körper des Königs stürzte zu Boden, und das Wesen wurde wieder zu dem was es vorher war.
Klein und unter einem Mantel versteckt.
Die Sperre der Wachen stachen danach.
Während weitere Soldaten dem König zur Hilfe eilten wurde das kleine Wesen unter tosendem Gebrüll abgeführt.
Der König raffte sich langsam auf und sah auf sich hinab.
Die Dunkelheit floss in dunklen Strömen durch seine Adern.
Und sie begann stetig und immer schneller zu pulsieren.
Und seine geliebte Tochter war ihres letzten Atems beraubt worden.
Ihr kalkweißes Gesicht sah aus wie eines ihrer geliebten Porzellanpuppen.
Die junge Königstochter war weit weit weg..
In einem ganz anderen Land.
Und während der König einen Schrei der Trauer ausstieß, der durch das gesamte Schloß hallte und auch in der Stadt zu hören war, wusste nur dieses kleines unscheinbares Wesen wo die Prinzessin war....



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